Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt

Oticon AgilAgil ist das Nachfolgeprodukt von Epoq. Epoq ist aus meiner Sicht eine großartige Erfolgsgeschichte. Ich kann mich hier kurz fassen, da Agil alles von Epoq geerbt hat. (Link zu Epoq) Es sollte also genügen, hier die Neuerungen aufzuzeigen:

1. Raumklang 2.0

Die binaurale (beidseitige) Signalverarbeitung wurde verbessert. Das führt zu besserem Richtungshören und somit leichterem Verstehen in schwierigen Situationen.

2. Speechguard

Speechguard sorgt für weitestgehend lineare Verstärkung von Sprache. Somit wird die Sprachdynamik erhalten. Das hilft einzelne Sprecher im Lärm (auch Stimmengewirr) besser herauszuhören.

3. Vernetzung-2

– Power-Bass: Durch die offene Versorgung kann Musik live oder über Stereoanlage sehr angenehm gehört werden. Der Bass kommt natürlich ins offene Ohr. Beim Hören über den Streamer fehlt der natürliche Bass. Somit klingt Musik dünn. Hier hat Oticon eine adaptive Bass-Anhebung realisiert.

– Virtueller Bass: Tiefbass kann kein Hörgerät mit den extrem kleinen Hörern übertragen. Hier setzt Oticon eine virtuelle Bass-Erzeugung mittels Oberton-Generator ein. Diese Technik ist bekannt von modernen Handys. Wir hören Bässe, die nicht wirklich da sind. Die Obertöne „generieren“ den Grundton in unserem Gehirn.

– Musik-Panorama: Wir kennen die unnatürliche „im-Kopf-Lokalisation“ beim Musikhören über Kopfhörer (außer es ist eine Kunstkopf-Aufnahme). Oticon fügt dem Stereo-Signal errechnete charakteristische Reflexionsmuster und Hall hinzu. Weiterhin wird die natürliche Außenohr-Übertragungsfunktion hinzugerechnet. Damit erreicht Oticon eine natürlicheres Klangerlebnis (vor dem Kopf).

Oticon hat die Palette der Bauformen durch ein sehr kleines Ex-Hörer-HdO erweitert. Wie bei Epoq gibt es zwei Qualitätsstufen. Bei der Pro-Variante sind die beschriebenen Dinge drin. In der „einfachen“ Agil-Version fehlen: Raumklang, 3D-Lärmmanagment, binaurale Signalverarbeitung, binaurale Synchronisation und MyVoice. Im besonderen Fall (insbesondere Finanzgrenzen) sinnvoll, aber sonst sicher nicht zu empfehlen.

Erste Testkunden bestätigten, daß Agil deutlich besser ist als Epoq. Genaueres kann ich noch nicht vermelden.

Roland Timmel

Roland Timmel

Hörgeräteakustikermeister bei Hörgeräte Dr. Timmel
Hallo, ich bin Roland Timmel – Dr.-Ing. für Technische Akustik und selbständiger Hörgeräteakustikermeister in Neustrelitz (Mecklenburg).
Roland Timmel

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60 Kommentare zu “Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt

  1. Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich teste als Schwerhörige mit Hochtonsteilabfall gerade das Oticon Nera 2 pro und finde es ganz gut. Was ist der Unterschied zu dem Agil. Das ist mir unklar.

    Vielen Dank,
    Sarah Rocholl

    1. Hallo Frau Rocholl,
      nur ganz kurz. Das Nera2 gehört zur Nachfolge-Familie, welche von Alta (Das ist der Nachfolger von Agil) angeführt wird und ist eine Klasse darunter angesiedelt. Also nicht Premium-, sondern Bussiness-Klasse. Für Hochtonsteilabfälle ist es gut geeignet, allerdings nicht so gut wie das Alta bzw. AltaPro.
      Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.
      MfG Roland Timmel

  2. Guten Tag,
    also zu den Preisen fällt mir auch nichts ein. (Ironisch) Ich trage seit einem Jahr Oticon Agil Pro zu den bereits oben genannten Bedingungen -6 Jahre Service imcl.- Hörverlust iim hohen Bereich. Mir ist es immer noch nicht gelungen mich gegenüber meinem Akustiker verständlich zu machen wie ich empfinde und höre. Da wir uns hier in einer Preisklasse um 5.500€ bewegen traue ich mich anzunehmen das es doch möglich sein sollte die Geräte optimal einzustellen. Ich habe ja die Möglichkeit zwischen 3 Programme auszuwählen und je nachdem in welcher Situation ich bin, manuell zu korrigieren. Haben Sie oder Andere einen Tip wie ich da vorgehen sollte? Ausser den Akustiker zu wechseln dem ich bereits die „Serviceleistungen“ bezahlt habe.
    MfG Dietmar Königs

    1. Hallo Herr Königs,
      es gibt die grundsätzliche Schwierigkeit, daß Hören eine sehr individuelle subjektive Empfindung ist. Natürlich gibt es Einstellvorschriften – die wurden anhand von Statistiken entwickelt. Aber gerade bei den hochwertigen Geräten von Oticon gibt es gute Möglichkeiten: 1. Sie sollten die verschiedenen Profile erproben – bei Bedarf mit 3 Programmen eben 3 verschiedene Profile. Wenn Sie dann Ihr bestes Profil gefunden haben, kann davon ausgehend z.B. noch mit Insitumessung (Schallmessung vor dem Trommelfell) der Frequenzgang oder mit Perzentilmessung auch das Verstehen noch weiter optimiert werden. Fragen Sie Ihren Akustiker danach! Allerdings habe auch ich erlebt, daß selbst bei sehr hochwertigen Hörlösungen mitunter Wünsche offen bleiben. Aber einen Versuch ist es allemal wert.
      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel.

  3. Ich habe seit einiger Zeit zwei Oticon Alta minis, uund ich bin mit der Verstärkung auch zufrieden. Nur alle 6 Tage höre ich auf einer Seite nichts mehr und der Akustiker sagt mir, dass am Ohrenschmals liegt. Ich war jetzt beim Ohrenarzt und der sagte mir, dass es daran nicht liegen kann. Was also tun ?
    Gruß Gerdfliegt.

    1. Hallo Gerdfliegt,

      was machen Sie oder Ihr Akustiker denn alle 6 Tage, damit es wieder geht? Ich meine, das läßt sich doch am Tisch mit dem Akustiker sofort klären, ob die Ursache ein verstopfter Filter oder eine leere Batterie ist. Ansonsten kann ich keine Ferndiagnose stellen.

  4. Lieber Herr Timmel,

    ich habe vor Kurzem Oticon Alta mini Ex Geräte erworben. Leider stelle ich mit der Zeit fest, dass das linke Gerät ständig raschelt aufgrund der Haare und Kaubewegungen. Teilweise habe ich auch das Gefühl es würde etwas rutschen. Alle Versuche den Schlauch nachzubiegen haben nichts gebracht bzw. es verschlechtert. Rechts passt alles super.
    Beim überstreichen der dem Kopf anliegenden Seite der Hörgeräte hört sich das linke Gerät auch deutlich lauter an als das rechte, obwohl die Geräte gleich eingestellt sein sollten. Haben Sie einen Vorschlag was ich tun kann?

    Vielen Dank

    1. Hallo Herr Vogelsang,

      haben Sie denn individuell gefertigte perfekt sitzende Ohrstücke oder nur irgendwelche Standard-Hütchen? Letzteres ist nämlich ungenügend. Ansonsten kann der Akustiker natürlich die Balance prüfen durch Messung des Schalldrucks direkt vor dem Trommelfell. Ein erfahrener Akustiker sollte das wissen und können. Fordern Sie Ihren Akustiker!

      MfG Roland Timmel

  5. Ich habe eine Hochtonschwerhörigkeit und habe schon einige HG getestet, war bis jetzt aber mit keine richtig zufrieden.

    Im Moment bin ich beim Oticon Alta Pro Exhörer Mini (nicht ganz billig)!
    Was mich da aufregt, ist das dauernde Piepen, wenn etwas in die Nähe des Kopfes kommt.
    Auch rutschen sie leider immer wieder raus, und ich habe Angst, ich könnte sie verlieren.
    Beim Fernsehen klingt es sehr of sehr schrill und kreischich.

    Das Verstehen ist relativ gut – ja, etwas verbessern müsste man es noch in Gesellschaft!
    Da muss ich öfter nachfragen.

    Morgen habe ich einen neuen Termin bei meiner Akustikerin.

    Was für ein Modell käme denn evtl. noch infrage? Könnten Sie mir eines empfehlen?

    Mit freundlichen Grüssen
    Karin Kimberly

    1. Liebe Frau Kimverly,

      die wichtigste Maßnahme bei Ihnen scheint mir die Anpassung einer gut sitzenden Maßotoplastik (nach Ohrabformung) zu sein. Wenn die optimal angepaßt ist, sind alle beschriebenen Probleme wahrscheinlich erledigt. Das kostet allerdings 100 – 150 Euro und scheint wohl nicht (mehr) jeder Akustiker zu können. Früher wurden Hörgeräte nur mit einer solchen Otoplastik angepaßt – heute aus den verschiedensten Gründen nur noch teilweise. Die Kuppeln, Schirmchen usw. sind nur zu einer ersten Ausprobe gedacht und können eine beschriebene Otoplastik nicht ersetzen. Fordern Sie Ihre Akustikerin! Ansonsten ist das genannte Modell schon sehr gut geeignet für eine Hochton-Schwerhörigkeit.

      MfG Roland Timmel

  6. Sehr geehrter Herr Timmel,

    als langjähriger Oticon Kunde trage ich das Agil Pro und habe aktuell zu Testzwecken das Alta Pro.

    Beim Agil Pro höre ich leider Rauschfahnen, die wie folgt durch Sie einfach nachvollzogen werden können:

    Voraussetzung: ruhige Umgebung, z.B. abends vor dem Fernseher

    Bei einem relativ leisen Fernsehton (Nachrichten) wählen Sie beispielsweise das Musikprogramm und stellen ggf. das Gerät zur besseren Sprachverständlichkeit ein oder zwei Stufen lauter.
    Sie werden dann hinter den gesprochenen Worten des Nachrichtensprechers leichte Rauschfahnen feststellen, die sich letztlich zu einem Rauschteppich entwickeln. Je lauter das Gerät gestellt wird, desto lauter das Rauschen. Wenn Sie gleichzeitig den Fernseher noch leiser stellen, hören Sie das Rauschen noch stärker. Das Rauschen ist eindeutig Ergebnis der Signalverarbeitung im Gerät. Wenn Sie den Fernsehton abschalten, hören Sie noch ganz kurz das Rauschen und dann ist Ruhe. Dies ist nur ein Beispiel für die Nachvollziehbarkeit. Leider habe ich mit dem Nachrauschen im Beruf in schwierigen Hörumgebungen noch viel mehr zu kämpfen.
    Dies läßt sich für jeden Programm nachvollziehen. Je höher die Dynamikstufe gestellt ist, desto kürzer das nachrauschen.
    Beim Agil habe ich dies in der Vergangenheit mehrfach an Oticon adressiert, aber angeblich ist das Geräteverhalten für Sie nicht nachvollziehbar. Die Möglichkeiten der Geräteeinstellung sind ausgereizt. Das Rauschen erschwert das Sprachverstehen erheblich und ich empfinde den permanenten Rauschpegel auch als recht anstrengend. Da ich beruflich sehr aktiv bin, wäre ich über eine Erleichterung sehr erfreut.

    Nun habe ich das neue Alta Pro getestet. Das Gerät löst offenbar besser auf als das Agil, das Klangbild ist nicht so scharf und komprimiert – es klingt einfach freier und sauberer, die Rückkopplungseffekte sind geringer und die Impulsbegrenzung ist ebenfalls prima – in Summe ist das Gerät etwas besser als das Agil. Leider ist das Rauschen dort ebenfalls vorhanden, sogar noch geringfügig lauter und heller. Sogar im Programm eins sind die Rauschfahnen beispielsweise beim Schreiben an der Tastatur leise hörbar und bilden einen Rauschteppich.

    Beide Geräte sind in der Einstellung Ultra. Geringere Dynamikeinstellungen führen zu einer Verstärkung des Rauschens. Ich habe eine offende Versorgung meiner Hochtonschwerhörigkeit.

    Daher meine Frage, ob dieses Nachrauschen so hingenommen werden muss, oder ob es irgendeine Möglichkeit gibt dieses abzustellen? Das Agil war damals im Vergleich mit den Mitbewerbern aufgrund des klaren Klangbildes das beste Gerät. Ohne Rauschen wäre es nahezu perfekt. Das Alto könnte noch besser sein ….

    1. Hallo Bernhard,
      danke für die interessante Schilderung. So aus der Ferne und ohne nähere Kenntnis der Details kann ich nur vage antworten. Ich vermute, daß die Verstärkung zu hoch eingestellt wurde. Mir sind die Oticon-Geräte als vegleichsweise sehr ruhig bekannt. Ursache können auch Sie selber sein, wenn Sie zuviel an Verstehleistung erwarten und deshalb lauter gestellt haben. Ansonsten sollten die Geräte vielleicht nochmal von einem Akustiker mit viel Oticon-Erfahrung justiert werden.
      Ich wünsche viel Erfolg! Roland Timmel

  7. Hallo Sven,
    also zu Preisen sage ich gar nichts. In der Branche üblich ist der Verkauf incl. 6 Jahre Betreuung. Der Inhalt u. die Qualität von Beratung und Dienstleistung kann sehr verschieden sein. KIND vertreibt Oticon-Hörgeräte unter eigenem Namen. Da kann es auch mir nicht bekannte Unterschiede zum Original geben. Ob die Alta vertreiben, weiß ich nicht. Für alle „freien“ Akustiker ist die Agil-Familie einfach durch Alta zum gleichen Preis ersetzt worden. Ich kann auch kein Agil mehr ordern. Ob die Qualität deutlich besser ist, kann ich nicht sagen, habe noch zu wenig Erfahrung damit. Aber Oticon wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Ich hoffe, meine Antwort hilft bei der Entscheidungsfindung.

    MfG Roland Timmel

    PS: Bezahlung will ich ja nicht verlangen, aber wenn meine Hilfe nützlich war, würde ich mich über eine Spende für das Blog-Projekt freuen.

  8. Hallo Herr Timmel,..
    Tolle Seite,großes Kompliment!!Ich trage seit heute Agil Pro IdO,..und ich muß sagen dass die Dinger wahnsinnig gut, wenn auch teuer sind.Bin Gitarrist und der Sound von Agil Pro macht richtig Spaß weil so natürlich u brilliant.Ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen.Man sollte bei Hörgeräten nicht an der falschen Stelle sparen und lieber ein bißchen mehr ausgeben,schließlich ist Hören eine elementar wichtige Sache,und ich kann auch sagen, dass die Unterschiede von preiwerten zu höherpreisigen Modellen eklatant sind!Nun meine Frage,..In welchen Intervallen werden neue Modelle auf den Markt gebracht,

    1. Hallo Sven,

      vielen Dank für das Kompliment. Schön, daß sie mit dem AgilPro-IdO so zufrieden sind. Zu Ihrer Frage: Alle 2-3 Jahre bringen die Hersteller eine neue Geräte-Familie auf den Markt. Gerade jetzt im Winter hat z.B. Oticon das Nachfolgemodell vom Agil auf den Markt gebracht – Alta nennt sich dieses.

      MfG Roland Timmel

  9. Sehr geehrter Herr Timmel,
    verstehe ich Sie richtig:
    bei einseitiger Schwerhörigkeit, d.h. Versorgung mit nur 1 Hörgerät, werden lediglich die EIgenschaften des Oticon Agil benötigt und NICHT die des Agil pro ex wieauchimmer? Das wäre ja auch etwas günstiger. Wieso bietet man mir denn für die einseitige Versorgung das „KINGagil Pro EX mit Hörereinheit Universal an? Geht es immer nur ums Geld?
    Freundliche Grüße
    Dr. Wolf – Dieter Olbrich

    1. Sehr geehrter Dr. Wolf,

      ich habe für Sie extra nocheinmal in die Produktvergleichstabelle geschaut. Da sind 15 wesentliche Merkmale aufgelistet, die AgilPro hat. Bei Agil fehlen 4 davon. Diese Eigenschaften erfordern bei AgilPro aber auch die permanente Abstimmung zwischen beiden Geräten, d.h. mit nur einem AgilPro hat man diese nicht. Warum Ihnen nicht das günstigere Agil angeboten wurde, kann ich nicht wissen. Allerdings fallen mir da einige Möglichkeiten ein.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.
      MfG Roland Timmel

  10. Sehr geehrter Herr Timmel,
    habe eine beidseitige Otosklerose, beide Seiten wurden operiert (’95 + ’02 Stapesplastik) und habe eine kombinierte mittelgradige Schwerhörigkeit. Ich benötige nun Hörgeräte für beide Ohren. Ich bin Lehrerin und habe mittlerweile große Schwierigkeiten die Schüler im Unterricht zu verstehen – besonders bei Störgeräuschen u. wenn sie weiter entfernt sitzen Mein Hörverlust besteht hauptsächlich im hohen Frequenzbereich (von 30 db bei 1 kHz fast linear fallend bis 80 db 6 kHz). Ich teste gerade das Intiga 10 und das Chronos 7. Ich habe extrem enge Gehörgänge. Die Ex-Hörer des Intiga passen mit den kleinsten Schirmchen gerade eben rein und wandern auch nach außen.. Störend ist vor allem das Rückkopplungspfeiffen. positiv finde ich, dass die Geräte relativ klein sind – besonders das Intiga, da ich außerdem noch Brillenträgerin bin und sehr kleine Ohren mit wenig Platz dahinter habe. Außerdem sind die Intiga-Geräte sehr teuer (je 2760 €). Welche Empfehlung können Sie mir geben.
    MfG
    C.B.

    1. Liebe Frau B.,
      Sie sind schon auf einem sehr guten Weg mit den von Ihnen aufgeführten Produkten. Trotz enger Gehörgänge sollten Sie individuelle Otoplastiken benutzen. Damit kann Rückkopplung wirkungsvoll vermindert und dauerhaft optimales Hören erreicht werden. Wenn der Preis zu hoch ist, sollten Sie aus der jeweiligen Geräte-Familie das nächst billigere erproben. Vielleicht genügt das ja auch schon. Ansonsten gibt es natürlich noch andere Hersteller mit kleinen leistungsfähigen HdOs. Aber das müssen Sie erproben. Fragen Sie Ihren Akustiker – schließlich muß er Erfahrung im Umgang mit den Produkten haben. Ich wünsche guten Erfolg! R.T.

  11. Hallo Herr Timmel,
    ich kann mich dem Kommentar von Hr. Rottmann nur anschliessen. Das Oticon Gerät ist klanglich ganz hervorragend, aber sehr unangenehm im Tragekomfort. Ich habe ein Testgerät nach einer Woche zurück gegeben, da ich ebenfalls ständig Probleme mit dem Kabel hatte, es war deutlich zu sehen und arbeitete sich ständig aus dem Ohr heraus. Die Kabel sind eindeutig zu steif und unflexibel, das macht leider auch der Klang nicht wieder wett.
    Mit freundlichen Grüssen,
    J.Froese

    1. Hallo Frau/Herr Froese,

      mit einer gut angepaßten Otoplastik (individuell im Labor gebaut und dann am Kunden optimiert) gibt es in der Regel keine Probleme mit dem Sitz.

      MfG Roland Timmel

  12. Guten Tag, ich habe seit 6 Jahren ein Otikon Gerät mit Mikro im Ohr. Die Rep. sind nun so oft, dass ich ein neues Gerät haben möchte. Die Krankenkasse hat einen entsprechenden Zuschuss auch schon prinzipiell genehmigt.
    Ich bin Wanderführer und will natürlich in der Natur gute Qualität. Andererseits komme ich zwangs-läufig stark in s Schwitzen, was das Mikro im Ohr extrem fordert.
    Ich will auch bei Konzerten der unterschiedlichsten Richtungen gut versorgt sein. Von anderer Seite hörte ich, dass die neueren Geräte von Otikon besser geschützt sind.
    Gehört agil pro dazu?? Oder empfehlen Sie ein anderes Gerät?

    1. Hallo Herr Rösler,

      alle Hersteller haben in den letzten Jahren die Gehäusedichtigkeit verbessert um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Auch Oticon. Wenn Sie aber besonders dichte Hörgeräte suchen, sollten Sie mal bei Phonak, Siemens und Starkey nachfragen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Roland Timmel

  13. Hallo Herr Timmel,
    Im Dezember letzten Jahres empfahlen Sie mir das Agil pro und das Intiga von Oticon. Beide habe ich getestet. Das Hörverständnis war sehr gut und daher eine gute Empfehlung, allerdings arbeiteten sich die Hörschläuche beim Sprechen aus den Ohren heraus und waren zudem deutlich sichtbar, was wohl an der Steifigkeit und Dicke der Schläuche liegt. Gibt es eine Möglichkeit die starren Schlaüche gegen dünnere, flexiblere zu ersetzen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Martin Rottmann

    1. Lieber Herr Rottmann,
      ich vermute mal, daß Sie noch keine individuell angepaßten Ohrstücke haben, sondern Ihre mechanischen Probleme mit Probeschirmchen entstehen. Wenn das so ist, und Ihr Akustiker keine Ohrstücke empfohlen hat, dann sollten Sie mal zu einem Akustiker gehen, der mehr kann als nur am Computer Einstellungen zu verändern.
      MfG Roland Timmel

  14. Lieber Herr Timmel, Ihr Blog ist sehr interessant – wir haben hier gerade zwei Agil pro zur Probe und jetzt interessiert es mich, wie Sie das mit dem Funk sehen – senden die Geräte die ganze Zeit zum anderen Gerät rüber? Wenn ja, in welchem Frequenzbereich, mit welcher Leistung und welcher Modulation? Die Geräte sitzen ja direkt am Kopf … herzlichen Dank und freundliche Grüsse! M. Franzen

    1. Hallo Frau/Herr Franzen,
      die Kommunikation zwischen linkem u. rechtem Hörgerät erfolgt über ein sogenanntes Nahfeld. Die Feldstärke solcher Felder liegt gemäß Herstellerangaben in der Größenordnung des Erdmagnetfelds und wird somit als völlig unkritisch angesehen. Nähere Auskünfte können Sie sicherlich direkt beim Hersteller erfragen.
      Mit freundlichen Grüßen Roland Timmel

  15. Hallo! Ich bin hochschwerhörig .Für rechtes Ohr teste ich gerade Agil Pro 13P, bin zufrieden.Das linke Ohr ist so schlecht, dass für mich nur Implantant Cochlea in Frage kommt. Meine Frage ist: was für mich in diesem Fall beste ist – Agil oder Agil Pro?

    1. Ganz klar AgilPro! Wenn Sie Zweifel haben, so sollten Sie einfach zum Vergleich das Agil auch mal für eine Woche testen. Das wird Ihr Akustiker sicher machen. MfG Roland Timmel

  16. Hallo Herr Timmel!
    Trage seit ca. 2 Monaten das Oticon Agil pro mini beidseitig. Ich habe eine Frage zu dem
    direktionalen Programm: Kann es sein, dass das Programm Geräusche erzeugt, die sich
    wie Regen anhören? Der Akustiker meinte, ich würde wohl noch zu gut hören, weil ich
    diese Geräusche wahr nehme. Ansonsten bin ich mit diesen Geräten sehr zufrieden.
    Danke für eine Antwort

    1. Ja, im Richtmikrofon-Modus haben alle Hörgeräte ein erhöhtes Eigenrauschen. Einerseits doppeltes Mikrofonrauschen und andererseits noch Nebeneffekte aus der Signalverarbeitung (Geräuschunterdrückung). Ihr Akustiker hat wahrscheinlich recht. Da der Richtungsmodus nur in geräuschvoller Umgebung gebraucht wird, stört das Eigengeräusch in der Regel nicht. Wenn es Sie stört, so sollten Sie Ihren Akustiker bitten, die Automatikfunktionen anders zu programmieren, daß die Richtungshörfunktionen erst bei stärkerem Umgebungsgeräuschpegel aktiviert wird. MfG Roland Timmel

  17. Hallo Herr Timmel,
    ich benötige 2 Hörgeräte (für beide Ohren), welche besonders Sprechende in einer Gruppe bzw. bei Störgeräuschen verständlich werden lassen. Ich bin Lehrer und habe zunehmend Probleme weiter wegsitzende Schüler zu verstehen. Mein Hörverlust besteht im hohen Frequenzbereich. Ich teste gerade
    Unitron Moxi HdO ohne Erfolg. Können Sie Hörgeräte empfehlen, die besonders auf mein Problem spezialisiert sind?

    1. Hallo Frau/Herr Rottmann,
      das Naheliegendste wäre doch mal AgilPro von Oticon zu erproben, denn von dort kommt ja Ihre Anfrage. Ganz aktuell könnten Sie allerdings auch Intiga wählen. Das ist die neueste Einsteiger-Variante (mit dem Agil-Chip). Allerdings sollten Sie das beste Modell wählen, denn Ihre Anforderungen an Hörgeräte sind extrem hoch. Bei Oticon sind Sie erstmal gut aufgehoben. Die haben die längste Erfahrung mit der Versorgung von Hochtonverlusten. Meist geht das dann auch sehr offen, d.h. die Ohren müssen nicht verschlossen werden. Berichten Sie bitte mal, was Sie mit Intiga erleben – das interessiert mich.
      Viel Erfolg!

  18. Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich trage seit Oktober letzten Jahres das Agil Pro Mini und bin mit der Leistung des Gerätes sehr zufrieden. Allerdings würde mich interessieren, ob externe Hörer generell reparaturanfällig sind, da bei mir dieser inzwischen schon fünfmal gewechselt wurde.

    Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Manuela Müller

    1. Hallo Herr Timmel,nun sind ja mehr als 4 Monate vergangen seit ich Sie bezüglich der Haltbarkeit der externen Hörer kontaktiert habe. So ist die Geschichte weiter gegangen: nachdem Oticon keine Fehler im Gerät finden konnte,die Qualität trotz wiederholtem Austausch des Hörers nicht zufriedenstellend war,wurde vor Weihnachten das ganze Gerät durch ein neues ersetzt. Anfangs war alles prima,doch nun bin ich bereits seit 5 Wochen wieder in der Reklamationsphase. Aus dem ’nichts‘ verändert sich die Qualität,der Empfang ist nicht mehr klar(eher dumpf,wie durch Watte)und wieder sucht man den Fehler. Der Gehörgang ist ’normal‘,der Hörer original. Langsam verzweifel ich. Der Akkustiker rät inzwischen zu einem normalen HdO. Würden Sie das auch so sehen? Und ist der Klang vergleichbar gut? Ich bedanke mich im voraus für Ihre Einschätzung hierzu. Herzliche Grüße Manuela Müller

    2. Liebe Frau Müller,
      es gibt ja nur drei „Verdächtige“ 1. Das Gerät. Das läßt sich prüfen u. tauschen. 2. Der Hörer. Ebenso. 3. Ihr Ohr. Das wird schon schwieriger. Also, ich würde erstmal einen neuen Hörer anbauen. Wenn´s dann gut ist, sind Sie ein ungünstiger Kunde für Ex-Hörer. Dann müssen Sie entscheiden, ob Sie mit häufigen Hörerwechseln leben wollen oder umsteigen auf Standard-HdOs. Das ist kein Problem. Der Akustiker kann den Klang weitestgehend angleichen mittels Messung im Gehörgang (Insitu). Wenn das Ohr der Übeltäter ist, müssen Sie sich an einen HNO-Arzt wenden. Wenn´s das Gerät ist, dann muß es repariert oder getauscht werden. Das erscheint mir aber unwahrscheinlich. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner (eiligen) Antwort helfen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Roland Timmel

    3. Hallo Frau Müller,

      tatsächlich sind externe Hörer bedingt durch den tiefen Sitz stark gefährdet. Aber so viele Ausfälle sind nicht normal und auch nicht akzeptabel. Entweder der Hersteller hat eine schlechte Qualität (miese Charge?) an Hörern oder die Bedingungen in Ihrem Gehörgang sind sehr ungünstig. Das muß Ihr Akustiker klären. Notfalls auf dem Kulanzweg (Sie haben ja 1 Jahr Garantie u. 2 Jahre gesetzl. Gewährleistung) eine Umversorgung auf internen Hörer (normales HdO).
      Viel Erfolg! Wie Ihr Problem gelöst wird, würde mich sehr interessieren. Bitte teilen Sie es mit. MfG Roland Timmel

  19. Hallo hier zum Agil auch eine Anmerkung zur Beschreibung.
    Raumklang, 3D-Lärmmanagment, binaurale Signalverarbeitung, binaurale Synchronisation und MyVoice sind nur im Agil Pro drinn.
    Aber wenn ich das richtig sehe funktionieren die aber auch nur (vermutlich bis auf MyVoice) wenn man 2 Hörgeräte benutzt oder?
    Weil 3D oder Binaural (wie der Name schon sagt 2) kann doch eigentlich nur mit 2 Geräten gehen.
    Ich finde den Klang vom Gerät ganz gut und auch Probleme mit Richtung bei leisen Gesrpächen lassen sich gut lösen.
    Aber meine Frage welches von beiden soll ich nehmen wenn ich nur auf 1 Ohr Probleme habe.

    Schon mal dankeschön für die Antwort
    Hans Jürgen

    1. Hallo Hans Jürgen,
      da haben Sie es mir mit dem Antworten aber sehr leicht gemacht. In Ihrer Frage steckt doch schon alles drin. Wer nur ein Hörgerät benötigt, braucht nur Agil, weil der die zusätzlichen Funktionen von AgilPro nur wirken, wenn ein zweites Gerät auf dem anderen Ohr ist. Alles klar?
      MfG Roland Timmel

  20. Werter Herr Timmel.
    Sie dürfen meine Fehlerbeschreibung bezüglich der Epoq-XW ruhig an Oticon weiterleiten.
    (Betrifft: Mp3-Fehler vom 27.April.)
    Denn auf rein private E-Mail-Anfragen antwortet man dort nicht.
    Ich benutze den mp3-Player zwar selten, aber es sollte doch störungsfrei möglich sein.
    Hätte wirklich gern endlich mal gewußt, woran es liegt.
    Vielen Dank im Voraus: W. Meyer.

  21. Werter Herr Timmel.
    Habe ja nun schon seit mitte vorigen Jahres die Epoq-XW,
    welche ja auch meißtens ganz gut funtionieren.
    Vor ca. 2 Monaten wollte ich aber mal wieder meinen MP3-Player
    über die Fernbedienung in Betrieb nehmen,
    was vorher immer problemlos möglich war.
    Wenn ich aber jetzt den Kopf rasch nach rechts drehe,
    (so wird der Effekt am deutlichsten hörbar)
    höre ich sofort nur noch links die Musik.
    Nach eins bis drei Sekunden ist sie dann auch rechts wieder da.

    Das läßt sich jederzeit reproduzieren!

    Bei einer raschen Kopfdrehung nach rechts gibt es ein ähnliches Ergebnis.
    Natürlich war ich damit bei meiner Akustikerin,
    wo eine eingehende Prüfung ergab,
    daß es an meinem Verbindungskabel zum Player liegen sollte.
    Man gab mir ein neues und es war erst mal wieder fast gut.
    Vor etwa 2 Wochen wollte ich wieder mal den Player anschließen.
    Der alte Fehler war leider wieder „voll da“.
    Um den Player als Fehlerquelle auszuschließen
    habe ich es auch mal am Ohrhöreranschluß eines Kleinen Radios versucht.
    Hier muß man natürlich den Pegel vorher auf das kleinstmögliche Maß herunter regeln,
    weil es sonst zu laut wird und dann warscheinlich auch übersteuern würde.
    Das Ergebnis war aber sonst dasselbe.

    Meine Akustiker haben sich zwar wirklich sehr bemüht,
    aber m. E. nicht die wirkliche Fehlerursache abstellen können.
    Ich benutze den Payer zwar recht selten,
    aber früher haben irgentwelche Kopfbewegungen niemals gestört.

    Woran kann es liegen?
    Vielleicht ist es ja auch wichtig, zu wissen das vor Weihnachten 2010
    eine Garantiereparatur nötig wurde, weil es im rechten HG sporadisch rauschte und knackste.

    Vielen Dank im Voraus: W. Meyer.

    1. Hallo Herr Meyer,
      das klingt ja nun wirklich abenteuerlich. Ferndiagnosen mache ich nicht gern, wie Sie sich sicher denken können. M.E. gibt es nur zwei Fehlerquellen. Entweder Kontaktprobleme – können durch Oxydschichten an nicht benutzten Kontakten entstehen. Oder Verbindungsabrisse durch Änderung der Winkel zwischen Sendespule (Schlinge vom Streamer) und den Empfangsspulen der Hörgeräte. Letzteres kann natürlich mit irgendeiner Änderung anläßlich Ihrer Garantiereparatur zusammenhängen. Wenn Sie wollen, leite ich Ihre Beschreibung an den Chef-Techniker von Oticon weiter.
      MfG Roland Timmel

  22. Sehr geehrter Herr Trimmel,

    ich wollte mich wieder einmal kurz bei ihnen melden. Hatte vor zwei Wochen schon mal bei Phonak gepostet. Nun hab ich seit zwei Tagen das Agil zum testen. Bisher fuer mich eindeutig dem Phonak vorzuziehen. Aber eine Frage: wenn ich mit dem Agil schon sehr gut klarkomme, sollte man dann noch das Agil pro testen, oder einfach dabei bleiben?
    MfG, G.D.

    1. Unbedingt! Erst danach wissen Sie, ob es sich lohnt noch etwas mehr Geld auszugeben. Wenn Sie keinen Unterschied bemerken, können Sie dagegen mit ruhigem Gewissen das Geld für den Aufpreis für etwas anderes Schönes ausgeben. Viel Spaß!

  23. Hallo Herr Timmel,
    vielen Dank für Ihre schnellle Antwort.
    Jetzt habe ich nur noch eine Frage:
    Inwiefern stellt die Kante des Batteriefachs ein Problem dar?

    Mit freundlichen Grüßen
    Berthold Meer

  24. Hallo Herr Timmel,

    iich stehe vor der Wahl zwischen dem Agil pro Ex-Hörer mini und dem Agil pro Ex-Hörer.
    Bauartbedingt ist das Agil pro Ex-Hörer unten offen, um Ergänzungsmodule (die ich nicht benötige)
    aufstecken zu können. Macht diese „Offenheit“ das Agil pro Ex-Hörer aus Ihrer Sicht bzw. Erfahrung reparaturanfälliger, da Hautausdünstungen etc. leichter ins Hörgerät eindringen können?
    Das Agil pro Ex-Hörer mini ist ja unten geschlossen.
    Technisch sind doch beide Hörgeräte gleich? Oder?
    Es würde mich interessieren, wie Sie das einschätzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Berthold Meer

    1. Das Mini-Gerät hat nur einen Taster, das Standard-Gerät eine Wippe, die sowohl zur Lautstärkeverstellung als auch zur Programmwahl benutzt werden kann. Wenn zwei Minis benutzt werden, kann der Akustiker trotzdem eine Lautstärkeverstellung realisieren. Fazit: Das Standardgerät ist flexibler, nimmt allerdings auch etwas mehr Strom. Die Öffnung unten war bisher kein Problem, eher schon die Kante vom Batteriefach.

      MfG Roland Timmel

  25. Hallo Herr Trimmel,
    ich probiere seit zwei Wochen ein oticon agil pro aus. Ich habe lange ein Gerät von auric mit einer offenen Versorgung getragen. Da ich im linken Ohr einen Hochtonabfall habe ( bis 100 bei 4k) und leichzeitig einen lauten Tinnitus von ungefähr 4k Pfeifen, versuchte der Akustiker das Gerät so einzustellen, das die Hörminderung ausgeglichen wird. Der Effekt ist, das hohe Töne (Kinderstimmen, Telefonklingel usw.) „scheppern“, was sehr unangenehm ist und gleichzeitig das Sprachverstehen verschlechtert. Mit anderen Hörgeräten (Siemens, phonak) war der Effekt noch stärker. Die Akustikerin hat auch keinen Plan mehr, wie sie sagt. Ich stelle im Augenblick das Gerät jetzt immer zwei Stufen leiser, was das Hören angenehmer macht. Wenn sie für eine Beurteilung meiner Situation die Hörkurve benötigen, kann ich sie Ihnen gerne zumailen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Landwehr

    1. Hallo Herr Landwehr,

      Ihr Hörverlust ist tatsächlich problematisch. Ihr Bericht entspricht meiner Erfahrung, daß die theoretisch nötige Hochtonverstärkung oft zu einem Klangproblem führt. Da muß sehr feinfühlig justiert werden und von Ihrer Seite ist viel Geduld nötig, denn an manches kann man sich auch gewöhnen. Sie könnten aber auch mal ein „channelfree“-Produkt von Bernafon erproben, z.B. Veras-9 oder Verité. Viele (vor allem Musiker u. Sänger) finden deren Klang besser. Lesen Sie mal im Blog bei Bernafon nach. Ihre Erfahrungen würden mich interessieren.

  26. Ich trage ein Oticon Delta 4000 Model, doch finde ich diese Bezeichnung bei Ihnen – und uberhaupt in Deutschland – nicht. Mit welcehm Gerat ist es zu vergleichen ?

    Vielen Dank
    Uri Blcch

    1. Sie finden einen kurzen Kommentar unter Oticon. Delta war das erste Design-HdO von Oticon und kam ca. 2003 auf den Markt. Es verwendet die Technologie von Syncro ist also inzwischen durch Epoq und Agil abgelöst worden. Deshalb finden Sie dazu nichts mehr. Das aktuelle Design-Modell (gleiche Form) heißt Dual. Das finde ich aber für meine überwiegend hochbetagte Landbevölkerung nicht so wichtig. Da war Epoq und ist jetzt Agil einfach praktischer und flexibler.

  27. Werter Herr Timmel.

    Mir ist schon klar, daß nun unbedingt der Nachfolger des Epoq-XW unter die Leute gebracht werden soll.
    Zitat: Erste Testkunden bestätigten, daß Agil deutlich besser ist als Epoq.
    Frage: Hatten jene Leute auch diese Kennlinie?:
    http://home.arcor.de/wolmey/Audiogramm-Akustiker.jpg
    Zum Zitat:
    Nichts für ungut aber dem kann ich leider so nicht zustimmen, im Gegenteil.
    Die räumliche Zuordnung der Schallquellen gelingt mir mit dem Agil-Pro längst nicht mehr so gut.
    Außerdem klingen Hintergrund-Simmen oft lauter als solche im Vordergrund (auch neben oder vor mir).
    (Wenn jemand direkt neben mir spricht, muß ich sogar die HGs herunter regeln um den Hintergrund auszublenden!)
    Warscheinlich, weil sich nun gewisse Automatiken eben nicht mehr moderat einstellen lassen.

    Das ist vom Hersteller so gewollt. Eine Anfrage bei der Hotline des Herstellers ergab außerdem,
    daß es mittlerweile schon mehrere Leute gibt, die vorher deswegen mit dem Epoq-XW besser zurecht kamen.
    Ich habe mit Epoq-XW zwar vermutlich alles gehört, aber ich konnte mir auch aussuchen worauf ich hören wollte.
    Selbst bei lautem Störgeräusch konnte ich den leiseren Sprecher gut abtrennen und verstehen.
    Mit dem Epoq habe ich immerhin fast alle Specher verstanden, egal ob neben mir oder etliche Meter weg.
    Die sogenannten Störgräusche waren voll da, aber das machte mir nichts mehr aus, weil ich es gut trennen konnte.
    Ich konnte ein richtiges akustisches „Abbild“ meiner Schallumgebung aufbauen.
    Was nützen mir irgentwelche Richtmikrofonkarakteristiken (adaptiv, split, direktional usw.),
    wenn mir irgenteine Automatik wieder mal genau das hervorhebt, was ich eben nicht nicht hören will.
    (Also: Omnidirektional mit Pinna-Effekt, automatische und frequenz-abhängige Verstärkungsregelung nur so viel wie nötig.)
    Ein normal hörender kriegt doch auch nichts vorgefiltert, sondern er sucht sich selbst aus worauf er seine Aufmrksamkeit lenkt.
    Fazit: Das Agil-Pro ist nicht schlecht, aber diverse Automatiken übertreiben es (für mich) kräftig.
    Jetzt verstehe ich etwa 20-25% weniger Leute als vorher mit dem Epoq-XW.
    Und das soll ich auch noch gut finden…

    Habe nun doch das Epoq XW genommen.

    Mit freundlichen Grüßen: W. Meyer.

    1. Hallo Herr Meyer,

      vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Aus langen Jahren praktischer Hörgeräteanpassung weiß ich, wie subjektiv Hören sein kann. Das was Sie gut finden, nützt vielleicht Ihrem Gartennachbarn überhaupt nicht und umgekehrt. Natürlich werden bei Forschung und Entwicklung von Hörgeräten auch mal Wege eingeschlagen, die später korrigiert werden, weil man dann klüger ist. Sie haben eine gute Lösung für sich gefunden – das ist das Wichtigste. Übrigens sind Ihre Hörkurven absolut nicht ungewöhnlich.

  28. Der Effekt, daß Sie leise Sprache mit den neuen System nicht so gut verstehen, wie mit den CICs liegt tatsächlich auch an der offenen Versorgung. Die ist für Einsteiger toll, hat aber eben auch Nachteile. Lösung: Mit individueller Otoplastik nicht ganz so offen, oder wieder CIC (warum eigentlich nicht?) oder mal WIDEX-Produkte erproben. Die verstärken bekanntermaßen sehr leise Dinge mehr als z.B. Oticon-Hörgeräte. Ach so, AgilPro hat einige Funktionen mehr „an Bord“ – überwiegend interessant, wenn beidseitig getragen wird, denn dann tauschen die zwei sich per Funk noch vielfältiger als die Agil-Typen aus. Für einseitige Verwendung sind die dann natürlich witzlos. Allein MyVoice (Erkennung und Verarbeitung der eigenen Stimme anders als bei anderen Stimmen) kann echt angenehm sein.

  29. Was sagen Sie denn eigentlich zum Unterschied der beiden Agil Varianten? Ist das abgespeckte Agil denn mit dem Agil Pro zu vergleichen? Hatte mal das Agil Pro als MiniHDO mit externen Hörern (offene Version) zum Test. Der Klang an sich war schon sehr gut, nur hatte ich (mein übliches Problem mit den bisher getesteten Produkten), dass ich leise Gesprochenes mit diesen Geräten definitiv nicht verstehen konnte und ständig nachfragen musste. Das kenne ich von meinen Vorgänger Geräten Resound Canta7Open als auch Widex Senso (beide als CIC Variante) so nicht.
    Kann das bei den Oticon Agil so eingestellt werden, dass sie auch sehr leise Sprache verstärken? Habe einen Hörverlust von ca. 35-55 db von Tief nach Hoch auf beiden Seiten etwa gleich. Macht da die offene Versorgung überhaupt noch Sinn?

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