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Mai '10

Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt

Oticon AgilAgil ist das Nachfolgeprodukt von Epoq. Epoq ist aus meiner Sicht eine großartige Erfolgsgeschichte. Ich kann mich hier kurz fassen, da Agil alles von Epoq geerbt hat. (Link zu Epoq) Es sollte also genügen, hier die Neuerungen aufzuzeigen:

1. Raumklang 2.0

Die binaurale (beidseitige) Signalverarbeitung wurde verbessert. Das führt zu besserem Richtungshören und somit leichterem Verstehen in schwierigen Situationen.

2. Speechguard

Speechguard sorgt für weitestgehend lineare Verstärkung von Sprache. Somit wird die Sprachdynamik erhalten. Das hilft einzelne Sprecher im Lärm (auch Stimmengewirr) besser herauszuhören.

3. Vernetzung-2

- Power-Bass: Durch die offene Versorgung kann Musik live oder über Stereoanlage sehr angenehm gehört werden. Der Bass kommt natürlich ins offene Ohr. Beim Hören über den Streamer fehlt der natürliche Bass. Somit klingt Musik dünn. Hier hat Oticon eine adaptive Bass-Anhebung realisiert.

- Virtueller Bass: Tiefbass kann kein Hörgerät mit den extrem kleinen Hörern übertragen. Hier setzt Oticon eine virtuelle Bass-Erzeugung mittels Oberton-Generator ein. Diese Technik ist bekannt von modernen Handys. Wir hören Bässe, die nicht wirklich da sind. Die Obertöne “generieren” den Grundton in unserem Gehirn.

- Musik-Panorama: Wir kennen die unnatürliche “im-Kopf-Lokalisation” beim Musikhören über Kopfhörer (außer es ist eine Kunstkopf-Aufnahme). Oticon fügt dem Stereo-Signal errechnete charakteristische Reflexionsmuster und Hall hinzu. Weiterhin wird die natürliche Außenohr-Übertragungsfunktion hinzugerechnet. Damit erreicht Oticon eine natürlicheres Klangerlebnis (vor dem Kopf).

Oticon hat die Palette der Bauformen durch ein sehr kleines Ex-Hörer-HdO erweitert. Wie bei Epoq gibt es zwei Qualitätsstufen. Bei der Pro-Variante sind die beschriebenen Dinge drin. In der “einfachen” Agil-Version fehlen: Raumklang, 3D-Lärmmanagment, binaurale Signalverarbeitung, binaurale Synchronisation und MyVoice. Im besonderen Fall (insbesondere Finanzgrenzen) sinnvoll, aber sonst sicher nicht zu empfehlen.

Erste Testkunden bestätigten, daß Agil deutlich besser ist als Epoq. Genaueres kann ich noch nicht vermelden.

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32 Kommentare zu “Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt”

  1. M Franzen sagt:

    Lieber Herr Timmel, Ihr Blog ist sehr interessant – wir haben hier gerade zwei Agil pro zur Probe und jetzt interessiert es mich, wie Sie das mit dem Funk sehen – senden die Geräte die ganze Zeit zum anderen Gerät rüber? Wenn ja, in welchem Frequenzbereich, mit welcher Leistung und welcher Modulation? Die Geräte sitzen ja direkt am Kopf … herzlichen Dank und freundliche Grüsse! M. Franzen

    • Hallo Frau/Herr Franzen,
      die Kommunikation zwischen linkem u. rechtem Hörgerät erfolgt über ein sogenanntes Nahfeld. Die Feldstärke solcher Felder liegt gemäß Herstellerangaben in der Größenordnung des Erdmagnetfelds und wird somit als völlig unkritisch angesehen. Nähere Auskünfte können Sie sicherlich direkt beim Hersteller erfragen.
      Mit freundlichen Grüßen Roland Timmel

  2. Roeschen sagt:

    Hallo! Ich bin hochschwerhörig .Für rechtes Ohr teste ich gerade Agil Pro 13P, bin zufrieden.Das linke Ohr ist so schlecht, dass für mich nur Implantant Cochlea in Frage kommt. Meine Frage ist: was für mich in diesem Fall beste ist – Agil oder Agil Pro?

    • Ganz klar AgilPro! Wenn Sie Zweifel haben, so sollten Sie einfach zum Vergleich das Agil auch mal für eine Woche testen. Das wird Ihr Akustiker sicher machen. MfG Roland Timmel

  3. Hallo Herr Timmel!
    Trage seit ca. 2 Monaten das Oticon Agil pro mini beidseitig. Ich habe eine Frage zu dem
    direktionalen Programm: Kann es sein, dass das Programm Geräusche erzeugt, die sich
    wie Regen anhören? Der Akustiker meinte, ich würde wohl noch zu gut hören, weil ich
    diese Geräusche wahr nehme. Ansonsten bin ich mit diesen Geräten sehr zufrieden.
    Danke für eine Antwort

    • Ja, im Richtmikrofon-Modus haben alle Hörgeräte ein erhöhtes Eigenrauschen. Einerseits doppeltes Mikrofonrauschen und andererseits noch Nebeneffekte aus der Signalverarbeitung (Geräuschunterdrückung). Ihr Akustiker hat wahrscheinlich recht. Da der Richtungsmodus nur in geräuschvoller Umgebung gebraucht wird, stört das Eigengeräusch in der Regel nicht. Wenn es Sie stört, so sollten Sie Ihren Akustiker bitten, die Automatikfunktionen anders zu programmieren, daß die Richtungshörfunktionen erst bei stärkerem Umgebungsgeräuschpegel aktiviert wird. MfG Roland Timmel

  4. Sudmann sagt:

    Hallo Herr Timmel,
    ich benötige 2 Hörgeräte (für beide Ohren), welche besonders Sprechende in einer Gruppe bzw. bei Störgeräuschen verständlich werden lassen. Ich bin Lehrer und habe zunehmend Probleme weiter wegsitzende Schüler zu verstehen. Mein Hörverlust besteht im hohen Frequenzbereich. Ich teste gerade
    Unitron Moxi HdO ohne Erfolg. Können Sie Hörgeräte empfehlen, die besonders auf mein Problem spezialisiert sind?

    • Hallo Frau/Herr Rottmann,
      das Naheliegendste wäre doch mal AgilPro von Oticon zu erproben, denn von dort kommt ja Ihre Anfrage. Ganz aktuell könnten Sie allerdings auch Intiga wählen. Das ist die neueste Einsteiger-Variante (mit dem Agil-Chip). Allerdings sollten Sie das beste Modell wählen, denn Ihre Anforderungen an Hörgeräte sind extrem hoch. Bei Oticon sind Sie erstmal gut aufgehoben. Die haben die längste Erfahrung mit der Versorgung von Hochtonverlusten. Meist geht das dann auch sehr offen, d.h. die Ohren müssen nicht verschlossen werden. Berichten Sie bitte mal, was Sie mit Intiga erleben – das interessiert mich.
      Viel Erfolg!

  5. Manuela Müller sagt:

    Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich trage seit Oktober letzten Jahres das Agil Pro Mini und bin mit der Leistung des Gerätes sehr zufrieden. Allerdings würde mich interessieren, ob externe Hörer generell reparaturanfällig sind, da bei mir dieser inzwischen schon fünfmal gewechselt wurde.

    Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Manuela Müller

    • Manuela Müller sagt:

      Hallo Herr Timmel,nun sind ja mehr als 4 Monate vergangen seit ich Sie bezüglich der Haltbarkeit der externen Hörer kontaktiert habe. So ist die Geschichte weiter gegangen: nachdem Oticon keine Fehler im Gerät finden konnte,die Qualität trotz wiederholtem Austausch des Hörers nicht zufriedenstellend war,wurde vor Weihnachten das ganze Gerät durch ein neues ersetzt. Anfangs war alles prima,doch nun bin ich bereits seit 5 Wochen wieder in der Reklamationsphase. Aus dem ‘nichts’ verändert sich die Qualität,der Empfang ist nicht mehr klar(eher dumpf,wie durch Watte)und wieder sucht man den Fehler. Der Gehörgang ist ‘normal’,der Hörer original. Langsam verzweifel ich. Der Akkustiker rät inzwischen zu einem normalen HdO. Würden Sie das auch so sehen? Und ist der Klang vergleichbar gut? Ich bedanke mich im voraus für Ihre Einschätzung hierzu. Herzliche Grüße Manuela Müller

    • Hallo Frau Müller,

      tatsächlich sind externe Hörer bedingt durch den tiefen Sitz stark gefährdet. Aber so viele Ausfälle sind nicht normal und auch nicht akzeptabel. Entweder der Hersteller hat eine schlechte Qualität (miese Charge?) an Hörern oder die Bedingungen in Ihrem Gehörgang sind sehr ungünstig. Das muß Ihr Akustiker klären. Notfalls auf dem Kulanzweg (Sie haben ja 1 Jahr Garantie u. 2 Jahre gesetzl. Gewährleistung) eine Umversorgung auf internen Hörer (normales HdO).
      Viel Erfolg! Wie Ihr Problem gelöst wird, würde mich sehr interessieren. Bitte teilen Sie es mit. MfG Roland Timmel

  6. Hans Juergen sagt:

    Hallo hier zum Agil auch eine Anmerkung zur Beschreibung.
    Raumklang, 3D-Lärmmanagment, binaurale Signalverarbeitung, binaurale Synchronisation und MyVoice sind nur im Agil Pro drinn.
    Aber wenn ich das richtig sehe funktionieren die aber auch nur (vermutlich bis auf MyVoice) wenn man 2 Hörgeräte benutzt oder?
    Weil 3D oder Binaural (wie der Name schon sagt 2) kann doch eigentlich nur mit 2 Geräten gehen.
    Ich finde den Klang vom Gerät ganz gut und auch Probleme mit Richtung bei leisen Gesrpächen lassen sich gut lösen.
    Aber meine Frage welches von beiden soll ich nehmen wenn ich nur auf 1 Ohr Probleme habe.

    Schon mal dankeschön für die Antwort
    Hans Jürgen

    • Hallo Hans Jürgen,
      da haben Sie es mir mit dem Antworten aber sehr leicht gemacht. In Ihrer Frage steckt doch schon alles drin. Wer nur ein Hörgerät benötigt, braucht nur Agil, weil der die zusätzlichen Funktionen von AgilPro nur wirken, wenn ein zweites Gerät auf dem anderen Ohr ist. Alles klar?
      MfG Roland Timmel

  7. W. Meyer sagt:

    Werter Herr Timmel.
    Sie dürfen meine Fehlerbeschreibung bezüglich der Epoq-XW ruhig an Oticon weiterleiten.
    (Betrifft: Mp3-Fehler vom 27.April.)
    Denn auf rein private E-Mail-Anfragen antwortet man dort nicht.
    Ich benutze den mp3-Player zwar selten, aber es sollte doch störungsfrei möglich sein.
    Hätte wirklich gern endlich mal gewußt, woran es liegt.
    Vielen Dank im Voraus: W. Meyer.

  8. W. Meyer sagt:

    Werter Herr Timmel.
    Habe ja nun schon seit mitte vorigen Jahres die Epoq-XW,
    welche ja auch meißtens ganz gut funtionieren.
    Vor ca. 2 Monaten wollte ich aber mal wieder meinen MP3-Player
    über die Fernbedienung in Betrieb nehmen,
    was vorher immer problemlos möglich war.
    Wenn ich aber jetzt den Kopf rasch nach rechts drehe,
    (so wird der Effekt am deutlichsten hörbar)
    höre ich sofort nur noch links die Musik.
    Nach eins bis drei Sekunden ist sie dann auch rechts wieder da.

    Das läßt sich jederzeit reproduzieren!

    Bei einer raschen Kopfdrehung nach rechts gibt es ein ähnliches Ergebnis.
    Natürlich war ich damit bei meiner Akustikerin,
    wo eine eingehende Prüfung ergab,
    daß es an meinem Verbindungskabel zum Player liegen sollte.
    Man gab mir ein neues und es war erst mal wieder fast gut.
    Vor etwa 2 Wochen wollte ich wieder mal den Player anschließen.
    Der alte Fehler war leider wieder “voll da”.
    Um den Player als Fehlerquelle auszuschließen
    habe ich es auch mal am Ohrhöreranschluß eines Kleinen Radios versucht.
    Hier muß man natürlich den Pegel vorher auf das kleinstmögliche Maß herunter regeln,
    weil es sonst zu laut wird und dann warscheinlich auch übersteuern würde.
    Das Ergebnis war aber sonst dasselbe.

    Meine Akustiker haben sich zwar wirklich sehr bemüht,
    aber m. E. nicht die wirkliche Fehlerursache abstellen können.
    Ich benutze den Payer zwar recht selten,
    aber früher haben irgentwelche Kopfbewegungen niemals gestört.

    Woran kann es liegen?
    Vielleicht ist es ja auch wichtig, zu wissen das vor Weihnachten 2010
    eine Garantiereparatur nötig wurde, weil es im rechten HG sporadisch rauschte und knackste.

    Vielen Dank im Voraus: W. Meyer.

    • Hallo Herr Meyer,
      das klingt ja nun wirklich abenteuerlich. Ferndiagnosen mache ich nicht gern, wie Sie sich sicher denken können. M.E. gibt es nur zwei Fehlerquellen. Entweder Kontaktprobleme – können durch Oxydschichten an nicht benutzten Kontakten entstehen. Oder Verbindungsabrisse durch Änderung der Winkel zwischen Sendespule (Schlinge vom Streamer) und den Empfangsspulen der Hörgeräte. Letzteres kann natürlich mit irgendeiner Änderung anläßlich Ihrer Garantiereparatur zusammenhängen. Wenn Sie wollen, leite ich Ihre Beschreibung an den Chef-Techniker von Oticon weiter.
      MfG Roland Timmel

  9. G.D. sagt:

    Sehr geehrter Herr Trimmel,

    ich wollte mich wieder einmal kurz bei ihnen melden. Hatte vor zwei Wochen schon mal bei Phonak gepostet. Nun hab ich seit zwei Tagen das Agil zum testen. Bisher fuer mich eindeutig dem Phonak vorzuziehen. Aber eine Frage: wenn ich mit dem Agil schon sehr gut klarkomme, sollte man dann noch das Agil pro testen, oder einfach dabei bleiben?
    MfG, G.D.

    • Unbedingt! Erst danach wissen Sie, ob es sich lohnt noch etwas mehr Geld auszugeben. Wenn Sie keinen Unterschied bemerken, können Sie dagegen mit ruhigem Gewissen das Geld für den Aufpreis für etwas anderes Schönes ausgeben. Viel Spaß!

  10. Berthold Meer sagt:

    Hallo Herr Timmel,
    vielen Dank für Ihre schnellle Antwort.
    Jetzt habe ich nur noch eine Frage:
    Inwiefern stellt die Kante des Batteriefachs ein Problem dar?

    Mit freundlichen Grüßen
    Berthold Meer

    • Die kann – abhängig von der individuellen Ohrform – hinten auf das Ohr drücken. Wie gesagt, gibt es ja eine Lösung (Kinderklappe).

  11. Berthold Meer sagt:

    Hallo Herr Timmel,

    iich stehe vor der Wahl zwischen dem Agil pro Ex-Hörer mini und dem Agil pro Ex-Hörer.
    Bauartbedingt ist das Agil pro Ex-Hörer unten offen, um Ergänzungsmodule (die ich nicht benötige)
    aufstecken zu können. Macht diese “Offenheit” das Agil pro Ex-Hörer aus Ihrer Sicht bzw. Erfahrung reparaturanfälliger, da Hautausdünstungen etc. leichter ins Hörgerät eindringen können?
    Das Agil pro Ex-Hörer mini ist ja unten geschlossen.
    Technisch sind doch beide Hörgeräte gleich? Oder?
    Es würde mich interessieren, wie Sie das einschätzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Berthold Meer

    • Das Mini-Gerät hat nur einen Taster, das Standard-Gerät eine Wippe, die sowohl zur Lautstärkeverstellung als auch zur Programmwahl benutzt werden kann. Wenn zwei Minis benutzt werden, kann der Akustiker trotzdem eine Lautstärkeverstellung realisieren. Fazit: Das Standardgerät ist flexibler, nimmt allerdings auch etwas mehr Strom. Die Öffnung unten war bisher kein Problem, eher schon die Kante vom Batteriefach.

      MfG Roland Timmel

  12. Peter Landwehr sagt:

    Hallo Herr Trimmel,
    ich probiere seit zwei Wochen ein oticon agil pro aus. Ich habe lange ein Gerät von auric mit einer offenen Versorgung getragen. Da ich im linken Ohr einen Hochtonabfall habe ( bis 100 bei 4k) und leichzeitig einen lauten Tinnitus von ungefähr 4k Pfeifen, versuchte der Akustiker das Gerät so einzustellen, das die Hörminderung ausgeglichen wird. Der Effekt ist, das hohe Töne (Kinderstimmen, Telefonklingel usw.) “scheppern”, was sehr unangenehm ist und gleichzeitig das Sprachverstehen verschlechtert. Mit anderen Hörgeräten (Siemens, phonak) war der Effekt noch stärker. Die Akustikerin hat auch keinen Plan mehr, wie sie sagt. Ich stelle im Augenblick das Gerät jetzt immer zwei Stufen leiser, was das Hören angenehmer macht. Wenn sie für eine Beurteilung meiner Situation die Hörkurve benötigen, kann ich sie Ihnen gerne zumailen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Landwehr

    • Hallo Herr Landwehr,

      Ihr Hörverlust ist tatsächlich problematisch. Ihr Bericht entspricht meiner Erfahrung, daß die theoretisch nötige Hochtonverstärkung oft zu einem Klangproblem führt. Da muß sehr feinfühlig justiert werden und von Ihrer Seite ist viel Geduld nötig, denn an manches kann man sich auch gewöhnen. Sie könnten aber auch mal ein “channelfree”-Produkt von Bernafon erproben, z.B. Veras-9 oder Verité. Viele (vor allem Musiker u. Sänger) finden deren Klang besser. Lesen Sie mal im Blog bei Bernafon nach. Ihre Erfahrungen würden mich interessieren.

  13. Zur Zuverlässigkeit kann ich Ihnen nichts sagen. Das Produkt ist exotisch. Wenn Sie unsicher auch bzgl. des Akustikers sind, so sollten Sie eine Zweitmeinung einholen.

  14. Uri Bloch sagt:

    Ich trage ein Oticon Delta 4000 Model, doch finde ich diese Bezeichnung bei Ihnen – und uberhaupt in Deutschland – nicht. Mit welcehm Gerat ist es zu vergleichen ?

    Vielen Dank
    Uri Blcch

    • Sie finden einen kurzen Kommentar unter Oticon. Delta war das erste Design-HdO von Oticon und kam ca. 2003 auf den Markt. Es verwendet die Technologie von Syncro ist also inzwischen durch Epoq und Agil abgelöst worden. Deshalb finden Sie dazu nichts mehr. Das aktuelle Design-Modell (gleiche Form) heißt Dual. Das finde ich aber für meine überwiegend hochbetagte Landbevölkerung nicht so wichtig. Da war Epoq und ist jetzt Agil einfach praktischer und flexibler.

  15. W. Meyer sagt:

    Werter Herr Timmel.

    Mir ist schon klar, daß nun unbedingt der Nachfolger des Epoq-XW unter die Leute gebracht werden soll.
    Zitat: Erste Testkunden bestätigten, daß Agil deutlich besser ist als Epoq.
    Frage: Hatten jene Leute auch diese Kennlinie?:
    http://home.arcor.de/wolmey/Audiogramm-Akustiker.jpg
    Zum Zitat:
    Nichts für ungut aber dem kann ich leider so nicht zustimmen, im Gegenteil.
    Die räumliche Zuordnung der Schallquellen gelingt mir mit dem Agil-Pro längst nicht mehr so gut.
    Außerdem klingen Hintergrund-Simmen oft lauter als solche im Vordergrund (auch neben oder vor mir).
    (Wenn jemand direkt neben mir spricht, muß ich sogar die HGs herunter regeln um den Hintergrund auszublenden!)
    Warscheinlich, weil sich nun gewisse Automatiken eben nicht mehr moderat einstellen lassen.
    -
    Das ist vom Hersteller so gewollt. Eine Anfrage bei der Hotline des Herstellers ergab außerdem,
    daß es mittlerweile schon mehrere Leute gibt, die vorher deswegen mit dem Epoq-XW besser zurecht kamen.
    Ich habe mit Epoq-XW zwar vermutlich alles gehört, aber ich konnte mir auch aussuchen worauf ich hören wollte.
    Selbst bei lautem Störgeräusch konnte ich den leiseren Sprecher gut abtrennen und verstehen.
    Mit dem Epoq habe ich immerhin fast alle Specher verstanden, egal ob neben mir oder etliche Meter weg.
    Die sogenannten Störgräusche waren voll da, aber das machte mir nichts mehr aus, weil ich es gut trennen konnte.
    Ich konnte ein richtiges akustisches “Abbild” meiner Schallumgebung aufbauen.
    Was nützen mir irgentwelche Richtmikrofonkarakteristiken (adaptiv, split, direktional usw.),
    wenn mir irgenteine Automatik wieder mal genau das hervorhebt, was ich eben nicht nicht hören will.
    (Also: Omnidirektional mit Pinna-Effekt, automatische und frequenz-abhängige Verstärkungsregelung nur so viel wie nötig.)
    Ein normal hörender kriegt doch auch nichts vorgefiltert, sondern er sucht sich selbst aus worauf er seine Aufmrksamkeit lenkt.
    Fazit: Das Agil-Pro ist nicht schlecht, aber diverse Automatiken übertreiben es (für mich) kräftig.
    Jetzt verstehe ich etwa 20-25% weniger Leute als vorher mit dem Epoq-XW.
    Und das soll ich auch noch gut finden…

    Habe nun doch das Epoq XW genommen.

    Mit freundlichen Grüßen: W. Meyer.

    • Hallo Herr Meyer,

      vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Aus langen Jahren praktischer Hörgeräteanpassung weiß ich, wie subjektiv Hören sein kann. Das was Sie gut finden, nützt vielleicht Ihrem Gartennachbarn überhaupt nicht und umgekehrt. Natürlich werden bei Forschung und Entwicklung von Hörgeräten auch mal Wege eingeschlagen, die später korrigiert werden, weil man dann klüger ist. Sie haben eine gute Lösung für sich gefunden – das ist das Wichtigste. Übrigens sind Ihre Hörkurven absolut nicht ungewöhnlich.

  16. Der Effekt, daß Sie leise Sprache mit den neuen System nicht so gut verstehen, wie mit den CICs liegt tatsächlich auch an der offenen Versorgung. Die ist für Einsteiger toll, hat aber eben auch Nachteile. Lösung: Mit individueller Otoplastik nicht ganz so offen, oder wieder CIC (warum eigentlich nicht?) oder mal WIDEX-Produkte erproben. Die verstärken bekanntermaßen sehr leise Dinge mehr als z.B. Oticon-Hörgeräte. Ach so, AgilPro hat einige Funktionen mehr “an Bord” – überwiegend interessant, wenn beidseitig getragen wird, denn dann tauschen die zwei sich per Funk noch vielfältiger als die Agil-Typen aus. Für einseitige Verwendung sind die dann natürlich witzlos. Allein MyVoice (Erkennung und Verarbeitung der eigenen Stimme anders als bei anderen Stimmen) kann echt angenehm sein.

  17. Sonja sagt:

    Was sagen Sie denn eigentlich zum Unterschied der beiden Agil Varianten? Ist das abgespeckte Agil denn mit dem Agil Pro zu vergleichen? Hatte mal das Agil Pro als MiniHDO mit externen Hörern (offene Version) zum Test. Der Klang an sich war schon sehr gut, nur hatte ich (mein übliches Problem mit den bisher getesteten Produkten), dass ich leise Gesprochenes mit diesen Geräten definitiv nicht verstehen konnte und ständig nachfragen musste. Das kenne ich von meinen Vorgänger Geräten Resound Canta7Open als auch Widex Senso (beide als CIC Variante) so nicht.
    Kann das bei den Oticon Agil so eingestellt werden, dass sie auch sehr leise Sprache verstärken? Habe einen Hörverlust von ca. 35-55 db von Tief nach Hoch auf beiden Seiten etwa gleich. Macht da die offene Versorgung überhaupt noch Sinn?

  18. Liebe Frau Müller,
    es gibt ja nur drei “Verdächtige” 1. Das Gerät. Das läßt sich prüfen u. tauschen. 2. Der Hörer. Ebenso. 3. Ihr Ohr. Das wird schon schwieriger. Also, ich würde erstmal einen neuen Hörer anbauen. Wenn´s dann gut ist, sind Sie ein ungünstiger Kunde für Ex-Hörer. Dann müssen Sie entscheiden, ob Sie mit häufigen Hörerwechseln leben wollen oder umsteigen auf Standard-HdOs. Das ist kein Problem. Der Akustiker kann den Klang weitestgehend angleichen mittels Messung im Gehörgang (Insitu). Wenn das Ohr der Übeltäter ist, müssen Sie sich an einen HNO-Arzt wenden. Wenn´s das Gerät ist, dann muß es repariert oder getauscht werden. Das erscheint mir aber unwahrscheinlich. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner (eiligen) Antwort helfen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Timmel

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