Dream – der große Klang der weiten Welt

WI-Dream-Bauformen

Die Dream-Familie (als HdO eingeführt im Frühjahr 2013) ist die Weiterentwicklung der Clear-Familie. Alles was zur Clear-Familie zu sagen ist, gilt hier ebenso. Neu ist in der 440er (HighEnd-Klasse):

– ein nach oben hin deutlich erweitertet Dynamikbereich, d.h. sehr laute Klänge (bis 113 dB) werden am Eingang unverzerrt verarbeitet (ohne Kompression oder Beschneidung). Somit wird auch laute Musik unverfälscht übertragen.
– bessere Orientierung und besseres Verstehen in lauten Umgebungen,
– bis zu 20% weniger Batterieverbrauch

Jetzt im Herbst 2013 sind auch die 330er (Business-Klasse) und 220er (Komfort-Klasse) als HdOs auf den Markt gekommen. Bis Frühjahr 2014 werden dann auch alle IdO-Bauarten verfügbar sein.

Allen klangorientierten Nutzern und Musikliebhabern empfehle ich die Geräte einmal auszuprobieren.

Nachtrag Herbst 2014: Nun gibt es auch ein IIC (sehr kleines tiefsitzendes IdO) – allerdings ohne Funkanbindung).

Nachtrag Frühjahr 2015: Ab sofort gibt es ein Fashion-Power (Winkelgerät mit 13er Batterie) für stärkere Hörverluste zur Verwendung mit einem „normalen“ Ohrstück.

Roland Timmel

Roland Timmel

Hörgeräteakustikermeister bei Hörgeräte Dr. Timmel
Hallo, ich bin Roland Timmel – Dr.-Ing. für Technische Akustik und selbständiger Hörgeräteakustikermeister in Neustrelitz (Mecklenburg).
Roland Timmel

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2 Kommentare zu “Dream – der große Klang der weiten Welt

  1. Guten Tag Herr Dr. Timmel,
    auch ich kann Sie nur beglückwünschen zu Ihren hervorragenden Seiten – Sie investieren Leidenschaft und noch mehr Mühen für die interessierten Leser. Leider komme ich aus der Nähe von Hannover – sonst wäre ich sicher schon bei Ihnen gewesen.
    Ich bin 53, habe auf dem linken Ohr eine Hochtonschwäche, ab 1 khz geht es runter auf 70 und bleibt dann bei 65. Rechts beginnt der Abfall erst bei 1,5khz und dann langsamer. Deshalb habe ich bislang auch nur eine Verordnung für Links. Ursache vermutlich Hörsturz vor 20 Jahren mit langsamer Verschlechterung.
    Mein HNO sagt, ich bin rund 10 Jahre voraus.
    Ich höre viel Musik, bin viel unterwegs und habe jetzt 5 Geräte in der Ausprobe gehabt, von denen mir das Widex 220 und dann das Unitron Moxi Fit xs600. Eventuell kommt noch das Oticon Inopro in Frage. Die beiden letzteren scheinen mir aber gerade Musik zu verzerren.
    Mich beschäftigen zwei Dinge, zu denen ich gerne Ihre Meinung hätte.
    Ich trage Brillen (Sonne und Lesen) und fahre Rad und Motorrad mit Helm und bin mit dem ganzen Handlich der HdO unzufrieden. Obwohl ich schon Wochen teste, fummelt man ständig am Ohr rum – blöd.
    Natürlich habe ich IdOs angesprochen, davon wurde mir aber aufgrund meiner Hörkurve, weil die tiefen Töne noch bei -20 sind, abgeraten. (Gehörgang ist ok) Außerdem wurde der Okklusionseffekt dramatisiert. Wenn ich das mit Ohrstöpseln (zB von Alpine) teste, merke ich, dass der Sitz sehr angenehm ist, aber das Ohr sich wirklich „zu“ anfühlt.
    Sie haben einen 50% IdO Anteil. Da müssten doch auch Hörverluste meiner Kategorie bei sein?
    Frage: Wie schätzen Sie das ein und wie kann ich die Okklusion am besten simulieren?

    Zweites Thema: Pflege und Kosten. Ich höre viel von erforderlichen Ersatz verschlissener Ex-Hörer und nach allem was ich bislang gelernt habe, erscheint mir die Pflege der HdOs deutlich aufwändiger. In der Probe mache ich jedoch fast nichts und habe wohl Glück mit Schweiß und Cerumenproduktion.
    Auch aus diesem Grund erscheinen mir IdOs vorteilhafter – ist das richtig?
    Das ResoundLex dreht ja nun das Ganze um – Mikrofon draussen und Lautsprecher im Ohr. Ist das, auch in Sachen Haltbarkeit / Pflege, eine Alternative?

    Ich hoffe, ich habe genug Informationen für eine Antwort gegeben und danke Ihnen im voraus.
    Viele Grüße
    Peter Funke

    1. Hallo Herr Funke,
      danke für Ihr Lob und Ihr Vertrauen. Ich kann aber aus Zeitgründen nur kurz antworten.
      1. IdOs: Wenn man es richtig macht, kann man auch viele Menschen mit Hochtonverlust mit IdOs glücklich machen. Das ist aber schon deutlich schwieriger als bei „normalen“ Schwerhörigkeiten. Es erfordert Erfahrung (die im Berufsstand aber in den letzten Jahren wohl eher abgenommen hat) und oftmals einen deutlich höheren Aufwand, weil es nicht auf Anhieb klappt. Aber das Ergebnis rechtfertigt fast immer diese Mühen – auch ab und zu die längeren Wege. Aus Hannover habe ich schon so eine Kundin. Wenn es richtig gemacht wird, macht auch ein IdO (fast) keine Okklusion. Im Falle des Scheiterns kann man ja vorher eine vernünftige Absprache treffen.

      2. Pflegeaufwand: Die Belastung der Hörgeräte ist sehr indiduell. In der anfänglichen Probephase wollen die Akustiker ihre Interessenten/Kunden i.d.R. nicht mit Problemen belasten, also wird das Thema gern unterdrückt. Finde ich keine glückliche Strategie. IdOs sind etwa ebenso belastet wie Ex-Hörer. Gute Pflege bringt da wirklich viel. Allerdings muß ich in seltenen Fällen (viel Cerumenproduktion) auch einfach zu HdOs (mit integriertem Hörer) raten. ReSoundLex ist interessant zur sofortigen Ausprobe. Bei der Dauerfestigkeit habe ich da so meine Zweifel.

      Ich hoffe, meine Antworten helfen Ihnen weiter.
      MfG Roland Timmel

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