Opn – Verstehen aus allen Richtungen

Für Menschen mit Hörminderung sind Gruppengespräche besonders in geräuschvoller Umgebung extrem schwierig und somit zumeist frustrierend. In solchen Situationen ist Verstehen eine anstrengende Sache. Neueste Entwicklungen der Chiptechnik mit bis zu 50facher Rechenleistung führten zu

Oticon Opn-1

dem Gerät, welches Sie diesbezüglich (derzeit) optimal unterstützt, Stimmen aus allen Richtungen gut zu verstehen. Bisherige High-End-Systeme benutzten Richtmikrofon um auf die stärkste Stimme zu fokussieren. Nebeneffekt ist aber, daß andere vielleicht auch wichtige Stimmen abgeschwächt wurden. Mit Oticon Opn-1 werden Stimmen aus allen Richtungen übertragen und die sonstige Geräuschkulisse abgesenkt. Denn Sie sollen entscheiden, welcher Stimme Sie folgen möchten.

Erste Erprobungen mit diesem sehr kleinen Hinter-dem-Ohr-System mit Ex-Hörer waren vielversprechend. Weitere Bauarten sollen folgen.

Foto: Oticon

29.6.17 Aktualisierung:

Opn-2 und Opn-3

Inzwischen haben wir auch gute Erfahrungen mit Opn-2 und Opn-3 machen dürfen. Die bringen nicht ganz soviele Details rüber wie die Opn-1, sind aber immer noch deutlich besser als die Vorgängermodelle und viele Konkurrenzprodukte. Für manche hochbetagte Kunden scheinen sie sogar besser geeignet als Opn-1, weil diese die Klangfülle von Opn-1 offenbar gar nicht mehr richtig verarbeiten können. Mir als Akustiker fehlen natürlich die vielen Individualisierungsmöglichkeiten von Opn-1 – da sind Opn-2 und Opn-3 noch mehr deutlich abgespeckt. Grundsätzlich empfehle ich Opn-1.

Bauform RIC mit T-Spule und Power-HdO verfügbar. Ich sage nur endlich!

Nun fehlen nur die IdOs!

Roland Timmel

Roland Timmel

Hörgeräteakustikermeister bei Hörgeräte Dr. Timmel
Hallo, ich bin Roland Timmel – Dr.-Ing. für Technische Akustik und selbständiger Hörgeräteakustikermeister in Neustrelitz (Mecklenburg).
Roland Timmel

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34 Kommentare zu “Opn – Verstehen aus allen Richtungen

  1. Hallo Herr Timmel,
    mein Acto Ex hat seine 6 Jahre rum.
    ich bin auf der Suche nach OPN + Bluetooth + Stromverbrauch.
    Getragen habe ich das OPN schon und natürlich ist es ein toller Entwicklungssprung.
    Aber:
    Mir wurde gesagt, mit 2 Std Bluetooth am Tag reichen die Batterien im OPN nur 2 Tage. Mein Akustiker glaubt das nicht, kennt aber keine Werte aus der Praxis.
    Wissen Sie oder jemand im Forum dazu mehr?
    Und ausdrücklich Dank, dass Sie hier so einfach ein Forum bereitstellen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael

    1. Hallo Michael,
      die Opn-Geräte mit 312er Batterie brauchen deutlich mehr Strom als die Vorläufergeräte von Oticon. Die Vorläufer liefen ca. 100 Stunden. Die Opn ca. 80, mit Streaming etwa 60 – bei 12 Stunden/Tag ergibt das immer noch 5 Tage. Das sind alles nur Schätzungen. Aber 2 Tage – glaube ich nicht. Ich setze allerdings voraus, daß „ordentliche“ Batterien (z.B. PowerOne oder Rayovac) benutzt wird und nicht irgendwelche chinesische Krabbelware. Im Übrigen kommt im September/Oktober ein Umbausatz, womit man dann die Opn-mRITE mit Akkus betreiben kann. Die sollen laut Oticon mit reichlich Streaming über den ganzen Tag reichen. Weitere Infos kann Ihnen Ihr Akustiker geben.
      MfG Roland Timmel

  2. Hallo zusammen, seit 6 Jahren trage ich Oberklasse Bernafon Hörgeräte mit iPhone Anbindung über Streamer. Den Streamer habe ich nach einigen Monaten nicht mehr verwendet, da die Verbindung nicht 100% stabil war. Ich habe einen lauten Weisses-Rauschen-Tinnitus bei 4k Hz und einen starken Hörverlust ab 2,5k Hz. Gespräche in Gruppen, speziell in Empfangshallen oder in der Kneipe mit lauter Musik, waren trotz der Qualität der Geräte extrem schwierig. Selbst Unterhaltungen mit Frauen, die eine leichte, hohe Stimme haben, war immer mit Rückfragen verbunden. Seit einem Tag trage ich die Oticon Opn1 und bin restlos begeistert. Die bisherigen Unterhaltungen konnte ich ohne Probleme führen. Viel besser als das Bernafon. Eine extreme Situation mit einer grösseren Gruppe hatte ich jedoch noch nicht. Ich verwenden den automatischen Modus, der anscheinend sehr gut funktioniert. Sehr natürliches Hören. Die Anbindung mit dem iPhone ist für das Telefonieren sehr hilfreich, ich hänge über 6 Stunden pro Tag am Telefon. Umständlich wird es nur, wenn man über die Bluetooth-Einrichtung des Autos telefonieren will, dann muss man alles umstellen. Der Batterieverbrauch ist natürlich bei ständiger Bluetooth Verbindung sehr hoch. Ich denke 4 Tage werden die Batterien der Belastung halten.

    Ich würde gerne Erfahrungsberichte über Oticon Opn2 und 3 lesen, da der Preisunterschiedlich schon erheblich ist.

    VG Grüsse und gutes Verstehen
    Sven Schröter

    1. Hallo Herr Schröter,
      danke für den Erfahrungsbericht. Ja, auf die Erfahrungen mit Opn2 und 3 bin ich auch gespannt. Bis jetzt hatte ich nur Opn1-Interessenten.
      MfG Roland Timmel

  3. Hallo Herr Timmel,

    eine sehr informative Seite haben Sie hier! Danke dafür!
    Von den Oticon opn1 war ich restlos begeistert.
    Ich habe eine Schwerhörigkeit auf allen Frequenzen. Tieftöne bei 50 dz und bis zu 70 dz bei den Höhen.
    Mit geschlossenen Doms (keine Doppeldoms) konnte ich zwar sehr gut verstehen, jedoch saugten sich die Doms durch den Unterdruck immer tiefer ins Ohr hinein, was unangenehm ist, auch sammelt sich Schwitzwasser zwischen Dom und Trommelfell.

    Frage1: Gibt es eine Alternative anstelle zu den gewöhnlichen Otoplastiken?
    Frage2: Wissen Sie schön Näheres, wann es das opn mit T-Spule geben wird?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!
    Selene Kissbeck

    1. Hallo Frau Kissbeck,
      danke für Ihr Lob.
      Ihre geschilderten Probleme mit dem Dom lassen sich mit einer guten Otoplastik lösen. Vielleicht nicht mit einer gewöhnlichen, aber einer wirklich guten Otoplastik. Es gibt Akustiker, die sich damit auskennen. So einen sollten Sie suchen. Wenn Sie da Hilfe brauchen, schreiben Sie mir Ihre PLZ – dann suche ich Ihnen einen.
      Oticon hat jetzt zu einer Road-Show deutschlandweit eingeladen. Das machen die nur, wenn´s etwas Neues gibt. Ich schätze Ihr Wunsch nach einer Telefonspule (Welchen übrigens viele Akustiker auch schon lange haben) wurde erhört. Fragen Sie Ihren (evtl. wegen der guten Otoplastiken neuen Akustiker) in den nächsten Wochen danach.
      MfG Roland Timmel

  4. Meine Hörschwäche ist im hohen Frequenzbereich, was das Sprachverstehen bei Hintergrundgeräuschen schwierig macht. Ich teste seit ca. 4 wochen Oticon Opn1 mit Otoplastiken. Hatte 2002 Oticon Adapto (iOHG) angepasst bekommen. Diese trug ich jedoch nicht lange, da ich beruflich viel telefonieren musste, was wegen der Rückkopplung sehr unangenehm bzw. unmöglich war.
    Ich muss hier sagen, dass ich sehr positiv überrascht (um nicht zu sagen begeistert) bin. Da ich auch zwischendurch 2010 andere Hörgeräte zum Test getragen hab, ist es jetzt das beste, was ich bis jetzt in meinen Ohren hatte. Räumliches hören (macht das Surroundhören meiner WZ- Soundanlage möglich), besseres Sprachverstehen bei mehreren Personen und Hintergrundgeräuschen, TV- Lautstärke wesentlich geringer, Telefonieren kein Problem und ich höre wieder Töne, die ich vorher nie gehört hab.
    Das Terzo- Hörtraining ist eine sinnvolle Ergänzung und Hilfe bei der Feineinstellung der Geräte durch das Terzo- Zentrum, wo ich mich sehr gut betreut sehe. Ob es medizinisch sinvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Empfehlen würde ich es auf jeden Fall.
    Ich bin sehr optimistisch, dass die endgültige Feineinstellung dieser Geräte meine Lebensqualität erheblich erhöhen wird. Da meine Hörschädigung ziemlich kompliziert ist (hinzu kommt auch 24- Stunden- Tinnitus mit 6900 Hz und 96 db) kann das alledings noch einige Wochen dauern.
    Anfangs hatte ich vor, mindestens 3 verschiedene Hörgeräte- Ausführungen zu testen. Das hat sich definitiv erledigt.
    Einzige Kritik meinerseits ist das „made for iPhone“ um alle Funktionen von Oticon Opn1 nutzen zu können.
    Meiner Meinung nach ist der größte Teil der Hörgeschädigten im älteren Teil der Bevölkerung zu finden. Ich persönlich kenne nicht viele Rentner, die sich soeben mal ein Handy für 1000€ leisten können. Das liegt aber eher an der Marktstrategie von Apple und weniger an Oticon.

    1. Hallo Ingolf,
      danke für den informativen Bericht. Zum Thema „made for iPhone“: Es ist gerade „hip“ und kein neues Premiumprodukt wird ohne diese Funktion vorgestellt, unabhängig davon wieviele Nutzer es dafür wirklich (schon) gibt. In ein paar Jahren wird es wahrscheinlich selbstverständlich sein. Aber es steht ja jedem frei, ob er das benutzt oder nicht. Auf alle Fälle braucht es Strom und verkürzt damit die Batterielaufzeit erheblich – wenn man es benutzt.
      MfG Roland Timmel

  5. Hallo Herr Dr. Timmel,

    mit einem Hörverlust in einem schmalen Band des hohen Frequenzbereichs bds. und einem verbliebenen Hörvermögen von 75% teste ich z.Zt. Hörgeräten von Oticon Opn 1 mini Ex, Widex
    Unique U-FS 440-S und das Unitron N Moxi Fit Pro xS. Lediglich das Oticon hat es geschafft mit
    ein subjektiv empfunden verbessertes, störungsfreies Hören zu ermöglichen. Beim Widex und Unitron war das „blechern“ empfundene Hören erst ab einer Lautstärkerduzierung auf 50%
    einigermaßen beseitigt, aber dennoch vorhanden. Angenehm ist das Hören damit nicht und eine weitere Lautstärkereduzierung hebt vermutlich den Zweck und Nutzen eines solchen Hörgerätes so ziemlich auf. Da stelle ich mir natürlich die Frage, ob der dann vebliebene geringe Nutzen im Verhältnis zum Preis von ca. € 4.000 gerechtfertigt ist. Nur beim Oticon Opn 1 hatte ich auch das Empfinden, dass bei Gesprächen die Geräuschreduzierung/ -unterdrückung des Umfeldes optimal funktioniert.

    Mir stünde ein gebrauchtes Hörgerät meines Vaters zu Verfügung (Oticon Agil Pro Ex mini). Ist es Ihrer Ansicht nach sinnvoll ein „altes“ Gerät noch anpassen zu lassen bzw. kann man vom Oticon Agil Pro mini eine ähnlich guter Leistung erwarten wie beim Oticon Opn ? Technisch gab es sicherlich eine Weiterentwicklung vom Agil Pro über das Alta Pro 1 und Alta Pro 2 bis hin zum Opn 1. Aber manchmal sind die Unterschiede marginal. Und dann ist die Frage, ob es von Oticon für ältere Geräte überhaupt noch Ersatzteile gibt ? Wie wäre Ihr Ratschlag ?

    Liebe Grüße

    1. Hallo Herr Peine,

      Sie stellen Fragen und haben doch die Antworten schon selbst gefunden:

      1. Opn-1 hat die 50fache Rechenleistung gegenüber dem Vorgängermodell Alta2Pro. Sie scheinen einen etwas komplizierten Hörverlust zu haben, denn sonst würden Ihnen die anderen erprobten Premium-Geräte mehr Freude bereiten. Wie sollte das ein wesentlich älteres Oticon-HG von Ihrem Vater schaffen?
      2. Ersatzteile gibt´s noch für Agil – Oticon schafft das i.d.R. bis 10 Jahre.

      MfG Roland Timmel

  6. Hallo! Ich teste seit Mitte November verschiedene Gräte und bin jetzt auch bei den OPN1 angelangt. Der Unterschied zu anderen Geräten (u.a. Signa Ace7) ist deutlich hörbar!! Meine Frage ist, was der Unterschied zwischen den OPN1 und 2 bzw. 3 ist. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen die OPN2 testen.

    1. Hallo Herr von Witzler,
      ich selbst habe noch nicht mit OPN2 und OPN3 gearbeitet. Rein technisch sind sie „abgespeckt“. Kann aber im konkreten Fall auch sein, daß da gar nichts „fehlt“. Muß man ausprobieren – siehe Bericht von Fr. Harting.
      Ich bin immer interessiert an Erfahrungsberichten!
      MfG Roland Timmel

  7. Hallo Herr Timmel,

    ich teste gerade das Oticon 1. Bin eigentlich sehr zufrieden, nur habe ich Probleme mit den tiefen dunklen Stimmen. Liegt das noch an der Einstellung.
    Des weiteren bin ich Brillenträgerin, aber habe bzgl. Drücken keine Probleme. Aber wie kann ich denn mit der Hörhilfe und einem Headset, welches auf den Ohren sitze telefonieren. Das Head-Set hat kein Bluetooth. Ich benötige eigentlich ein gutes Hörgerät, mit dem ich auch über Head-Set telefonieren kann. Habe beruflich am Tag ca. 4 Stunden Telefonzeit.
    Vielen Dank und viele Grüße

    1. Hallo Frau Kobbe-Cramme,
      dieses Problem mit dem Headset würden Sie wahrscheinlich am besten mit einem sehr kleinen, tiefsitzenden Im-Ohr-Gerät (IdO) lösen können. Da gibt´s aber (noch nicht) die Technik von Opn-1. Da ich Ihren Hörverlust und die Anatomie nicht kenne, kann ich da weiter keine Empfehlung geben, als daß Sie das mal mit Ihrem Akustiker besprechen sollten. Leider machen die meisten Kollegen wenig (und dann ungern) oder gar keine IdO-Versorgungen. Dann sollten Sie notfalls einen anderen Akustiker, der soetwas aktiv betreibt befragen. Der deutsche Markt hat ca. 7% IdO-Anteil. Wir machen knapp 50% – noch Fragen?
      Mich würde interessieren, wie Sie mit dem Problem weiter kommen.
      MfG Roland Timmel

  8. Ich bin jetzt seit Oktober in der Testphase,zuerst mit dem OPN1 gekoppelt mit dem Terzo Hörtraining,hatte damit schon recht gute Erfahrungen gemacht bis auf einige Situationen,wo ich noch immer Schwierigkeiten beim Verstehen hatte. Dann das OPN3, hier konnte ich bis auf einige Feinheiten keinen gravierenden Unterschied zum teuren OPN1 feststellen,im Grossen und Ganzen fühlte ich mich ziemlich gut versorgt. Seit heute teste ich nun als Alternative das ReSound Linx2, war im 1.Moment entsetzt über den leicht blechernen Klang – da ist das OPN einfach natürlicher. Die Testphase im Büro hat es heut nachmittag dann doch erstaunlich gut überstanden, hab das Gefühl, das Sprachverständnis von dunklen Stimmen ist etwas besser. Das anfangs Blecherne hat nachgelassen, ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt, werde bis nach Weihnachten testen. Aus der 1. spontanen Erfahrung heute schätze jedoch, dass es im Endeffekt das OPN 3 wird, zumal zwischen Resound und OPN kein Preisunterschied besteht. Beide sind kompatibel mit dem iPhone, was ich als sehr angenehm empfinde und vom Tragekomfort kann ich keinen Unterschied feststellen.

    1. Fortsetzung meines Berichts ; das Linx561 habe ich zurück gegeben, es war zwar nicht schlecht,gerade im Bereich der tiefen Töne- jedoch ist das Klangbild von Oticon meines Erachtens natürlicher und besser.
      Inzwischen bin ich wieder beim OPN 3 mit Otoplastic, wobei ich jedem empfehlen würde, dieses auszuprobieren,auch wenn der Tragekomfort nicht ganz dem entspricht wie bei dem Dome.
      Ich habe mich auch erst vehement dagegen gewehrt, da meine 1. Hörgeräte 2006 imOhr Geräte waren,aber das kann man zum Glück jetzt nicht mehr vergleichen.
      Mit der Otoplastic komme ich so gut zurecht,dass ich das OPN 2 gar nicht mehr ausprobiert habe,zumal da auch schon wieder ein großer Preisunterschied besteht.
      Ich vergass noch zu erwähnen, dass ich Otosklerose habe,also nicht mit einer Altersschwerhörigkeit zu vergleichen.
      Inzwischen verstehe ich fast alles viel besser bis auf ein paar Ausnahmen und habe mit meinem Hörgeräteakustiker so vereinbart,dass ich im Sommer und ausserhalb der Arbeit auf die Dome wechseln werde.

    2. Danke für den Bericht! Ich bin gespannt, ob Sie im Sommer immer noch auf Domes wechseln wollen, oder Sie sich bis dahin mit den Otoplastiken richtig „angefreundet“ haben.
      MfG Roland Timmel

    3. Hallo Frau Harting,
      herzlichen Dank für Ihren interessanten Bericht. Bitte berichten Sie weiter! Nebenbei: Welches Linx2 testen Sie gerade?
      Fröhliche Weihnachten und guten Rutsch wünscht
      Roland Timmel

  9. Da wir noch keine Erfahrungen mit Hörgeräten, aber mit Brillen haben (die oft hinter dem Ohr scheuern/drücken etc., stellt sich die Frage, ob es Hinter-Ohr-Hörgeräte gibt, die sich besonders gut für Brillenträger eignen.

    1. Hallo Fritz,
      ja ganz klar – sehr kleine HdOs passen meistens auch noch gut neben eine Brille. Aber mit Im-Ohr-Geräte (IdOs) vermeidet man etwaige Komplikationen von vornherein. Es gibt bloß leider nicht (mehr) viele Akustiker, die sich damit wirklich gut auskennen. IdOs erfordern viel Erfahrung, gute Kommunikation mit dem Hersteller und machen deutlich mehr Aufwand, wenn´s richtig gut werden soll. Ist deshalb in der Branche mit ca. 7% Stückzahlanteil ein „Mauerblümchen“. Aber es lohnt sich. Wir machen sehr viele IdOs und Kunden, die das einmal erlebt haben, wünschen fast immer auch wieder welche.
      MfG Roland Timmel

  10. Hallo Herr Timmel,
    ich habe ein mittelgradige Hörminderung und da meine Hörgeräte „Oticon Vigo Pro“ in die Jahre gekommen sind, müssen Neue her. Ich habe bereits verschiedene Geräte getestet vom Kassen- bis zum Premiumgerät, jedoch ohne Ergebnis. Z.Zt. teste ich das Opn und ich muss sagen, es sind bisher die besten Geräte die ich getestet habe. Da ich aber die ganzen zusätzlichen Programme für IPad usw. nicht benötige, fällt es mir schwer, auch wegen der hohen Kosten, mich zu entscheiden. Seit heute teste ich die Geräte“ Starkay Muse“ da der Akustiker auch der Meinung ist, dass diese Geräte für meine Bedüfnisse ausreichend wäre. Ihre Meinung dazu wäre mir sehr wichtig, da ich inzwischen sehr verunsichert bin.
    Mit freundlichen
    Liselotte Goepen

    1. Hallo Frau Goepen,
      Muse von Starkey kenne ich bisher nur vom Papier. Ich würde Ihnen empfehlen, Opn-2 oder Opn-3 zu testen – das sind preiswertere „Abkömmlinge“ von Opn-1. Vielleicht sind die für Sie auch ausreichend. Sind gerade neu auf den Markt gekommen. Ansonsten empfehle ich Opn-1 – da machen Sie nichts falsch. Bitte teilen Sie mir mal Ihre weiteren Erfahrungen mit – das finde ich interessant.
      MfG Roland Timmel

  11. Es gibt neben den von Ihnen erwähnten Phonak noch CROS Lösungen von Widex. Ich selber trage ein Widex Dream 440 mit CROS im BI-CROS Betrieb. Links taub, und rechts 70% Hörverlust.

    Nach nun 18 Monaten kann ich folgendes zur Widex Lösung sagen: Die CROS Einheit ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Mikrofon, dessen Signal laut dem HG Akustiker vom Prozessor nur wenig bearbeitet wird. Störgeräusch Unterdrückung wie zum Beispiel Windgeräusche findet gar nicht statt. Auch ist in lauten Gruppen eher ein Abschalten der CROS Einheit anzuraten, da das Fokusieren von Gesprächstpartnern überhaupt nicht funktioniert. Ein weiterer Punkt ist, das sobald die CROS Einheit eingeschaltet ist, keinerlei Streaming oder die Verwendung einer Fernsteuerung möglich ist.

    Ich würde diesen Kauf heute so nicht mehr tätigen!

    1. Hallo Herr Helbig,
      ich kann Ihnen nicht widersprechen. Es ist in der Tat so, daß das beidseitige Hören (Voraussetzung für das Verstehen in lauter Umgebung) nicht wiederhergestellt werden kann, weil ja alles von einer Ohrseite zum Gehirn geht. Das Gehirn kann also keine Richtungen erkennen. CROS-Lösungen sind eher etwas für ruhige Situationen. Wahrscheinlich wurden Ihre etwas zu hohen Erwartungen nicht auf ein realistisches Maß zurückgesetzt. Das fehlende Streaming oder die fehlende Fernsteuerung ist eine Besonderheit bei Widex. Bei Phonak und Siemens (jetzt Signia) geht das gleichzeitig.
      MfG Roland Timmel

  12. Hallo Herr Timmel,
    ich bin auf der rechten Seite Taub und kann links sehr gut hören.Ich teste gerade ein Audeo B90 + CROS B von Phonak. Wie sieht es bei Oticon OPN und Resound Linx aus, gibt es dort ebenfalls Funk-Cros-Lösungen?
    Zu dem Audeo habe ich mir einen Compilot AIR II zumTest geben lassen, da ich glaube das keine noch so gute Technik wissen kann wen/was ich gerade hören will. Ich möchte mir die verschiedenen bevorzugten Varianten als Programm hinterlegen lassen damit ich sie über mein Handy diskret ansteuern kann. Handy Anbindung gibt es ja bei Oticon und Resound ebenfalls aber auch mit einer CROS-Lösung? Lohnt es sich überhaupt diese Geräte ebenfalls zu testen(wg Technikvorsprung)? Gibt es bei den Herstellern evtl auch Softwareupdates die später ein Gerät weiter aufwerten?
    Vielen Dank

    1. Hallo Herr Birr,
      nach meinem Wissen gibt es derzeit neben Phonak nur von Signia (ehemals SIEMENS) eine gute Funk-CROS-Lösung. Software-Updates gibt es inzwischen oftmals – diese dienen aber nur zu Fehlerbehebung bzw. Verbesserung z.B. von Funk-Verbindungen. Software-Aufwertungen nennen sich Upgrades (kostenpflichtig), gibt es z.B. von Unitron oder AudioService – aber da gibt´s kein Funk-CROS. Funk-CROS von Phonak ist bewährt und kann ich empfehlen.
      MfG Roland Timmel

  13. Ich bin noch in meiner ersten Hörgeräte Testphase und sehr schnell bei opn gelandet,da ich mit 40j einen quirligen abwechslungsreichen Tagesablauf habe und voll im Job stehe mit vielen Gruppengesprächen,Meetings usw… bin bisher von der Technik begeistert,nutze volles Programm bloototh iphone kopplung,Telephoniereb,Musikhören über in ear beim fitness….da ich wie gesagt erst am Anfang meiner Testphase bin und die anderen günstigeren Geräten einfach nicht meinen Ansprüchen genügen,frage ich mich,ob es zu diesem Gerät noch eine Steigerung oder Alternative gibt,oder ob ich bereits mein Gerät gefunden habe!?

    1. Hallo Frau Günther,
      Opn-1 ist z.Zt. wahrscheinlich „das schärfste Gerät“ in der Branche. Aber wenn Sie sich vergewissern wollen, sollten Sie noch ReSound Linx2-9 testen. (Siehe Kommentar von Diana). Ganz neu kommt dieser Tage von Widex das „Beyond“ heraus. Hat auch Bluetooth-4.0 Wie allerdings die Integration mit dem SmartPhone umgesetzt wird ist mir noch nicht bekannt.
      Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen!
      MfG Roland Timmel

  14. Ich teste gerade das Oticon Opn vs GN Resound Linx2 (Technikstufe 7 und 9).
    Der Akustiker hat zum besseren Vergleich alle 3 gleich eingestellt. Das Klangerlebnis gefällt mir bei Oticon einen Hauch besser, es fühlt sich echt natürlich integriert an, die Sprachverständlichkeit ist super. (Zuerst hatte ich ein einfacheres Gerät getestet und fühlte mich damit ‚außen vor‘.) Resound Linx2 9 ist aber auch toll, schien mir aber noch mehr Strom zu verbrauchen? Mit dem Oticon höre ich schon 4 Tage lang Musik und Hörbücher ohne Batterien zu wechseln.
    Mir ist ‚made for iPhone wichtig‘, streamen und bedienen übers iPhone funktioniert bei beiden gut, Resound vielleicht etwas smarter. ITTT bei Oticon ist für mich kein Anreiz.
    Wie soll ich mich entscheiden??? (w, 45, mittlerer Hörverlust)

    1. Hallo Diana,
      schön, daß Sie sowohl mit Opn-1 als auch mit Linx2-9 so gute Erfahrungen machen konnten. Ich kann Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen – ich finde auch beide Systeme toll.
      MfG Roland Timmel

  15. Ich trage die OPN nun seit Juni. Ich bin immer noch begeistert. Es ist eine neue Welt des Hörens. Ich bin, anders als mit allen anderen Hörgeräten, mittendrin und kann mich endlich mit allen gleichzeitig unterhalten. Zusätzlich benutze ich die Hörgeräte als Inear-Kopfhörer. Mit der richtigen Otoplastik habe ich sehr gute Kopfhörer. Einziger Nachteil: es sind Stromfresser.

    1. Hallo Herr Kubernus,
      danke für Ihren Erfahrungsbericht. Ich habe selbst keine Kunden die ihre OPN-Geräte als In-Ear-Hörer zum Musikhören benutzen. Das wird es wohl auch sein, was Ihnen die Batterien leersaugt. Ich habe mal nachgefragt – der Stromverbrauch ist beim Streamen ca. 2,5 mal so hoch wie normal. Müssen Sie dann wohl in Kauf nehmen.
      MfG Roland Timmel

  16. Besser könnte man ein Hörgerät für den Laien nicht beschreiben.
    Werde es testen und wenn es das Beste ist, kaufen.
    Devise: Das Beste ist des Guten Feind.

    1. Hallo Herr Walter,
      danke für das Lob. Bitte teilen Sie mir nach Ihrem Opn-1-Test mal mit, wie es bei Ihnen funktioniert. Das ist sicher auch für andere Hörgeräte-Anwärter interessant!
      Viel Erfolg wünscht
      Roland Timmel

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