Auswahl von Hörgeräten

Wer im Begriff ist, sich Hörgeräte anzuschaffen hat die Qual der Wahl – es gibt nämlich wahrscheinlich an die 2000 verschiedene (seriöse) Hörsysteme. Damit die Orientierung einfacher wird, benutzen wir eine Klassifizierung der Qualität, die ganz einfach zu verstehen ist.  (Zum Betrachten bitte auf die Tabelle klicken!)

Die technischen notwendigen Produkteigenschaften wird Ihr Hörakustiker aus dem Grad und der Art der Hörstörung ableiten. Für die Auswahl eines für Sie geeigneten Produktes sind aber viele weitere Kriterien wichtig. Deshalb wird Ihr Akustiker in einem (oder mehreren) Beratung(en) versuchen, Ihre individuellen Bedürfnisse zu erfassen. Dazu ist es nützlich, wenn Sie sich über einige Fragen schon im Vorfeld versuchen Klarheit zu verschaffen:

  • Will ich, dass niemand das Hörgerät sieht, ist es mir egal, oder soll es auffällig sein?
  • Will ich das Hörgerät steuern und optimieren, oder soll mir eine Automatik möglichst alles abnehmen?
  • In welchen Situationen brauche ich das Gerät?
  • Sind extreme Anforderungen (Nässe,  Schweiß , Staub o.ä) z.B. durch Arbeit oder Sport zu erwarten?
  • Soll das Gerät mit Zubehör (z.B. TV, Stereoanlage, Telefon) gekoppelt werden?

Vorweg sollten aber noch etliche andere Aspekte auch betrachtet werden. Dies habe ich in einem kurzen Hörgeräte-Einkaufsratgeber zusammengestellt, welchen Sie hier herunterladen können.

148 Kommentare zu “Auswahl von Hörgeräten

  1. Sehr gehrter Herr Timmel-seit einigen Jahren trage ich Hörgeräte As Riva 2xs ,die mir meine Akustikerin auf HNO-ärztlicher Verordnung empfohlen wurde.Kostenpunkt der Geräte lag bei 2430 Euro,incl. Servicepauschalen.-mein Eigenanteil lag bei 1203.oo Euro. Bisher hatte ich nur ;;Huddelein“ mit diesen Geräten:Rückkoppelungen,Hörschwierigkeiten in Räumen.Nebengeräusche,schlechte sprachliche Höraufnahme usw.Nach prüfen der Geräte waren waren lt. Angaben des Akustikers die Geräte i.O..Vor kurzem wurde auf ärztliche Anweisung die Geräte überprüft und endlich die Rückkoppelungen festgestellt und die geräte neu bzw Änderungen vorgenommen,sodas die Hörqualität sich verschlechtert hat.Was soll ich jetzt tun ,den Akustiker oder die Herstellerfirma der Geräte wechseln,was evtl .teuer werden kann.MfG Reinhard Schlomach

    1. Sehr geehrter Herr Schlomach,
      das klingt ja gar nicht gut. Tut mir leid, daß Sie solche Schwierigkeiten haben. Folgende Gedanken dazu: 1. Riva-2 ist schon etwas „betagt“ – wie lange haben Sie die Geräte? 2. Diese Geräte-Familie zählt zu den eher günstigen, d.h. sie gehen nur bei „leichteren“ Fällen unproblematisch. 3. Rückkopplungen haben etwas mit Verstärkung und Belüftung zu tun. Also, haben Sie optimierte Labor-Ohrstücke, oder Sofort-Stöpsel? Letzteres wäre ein Fehler. Wahrscheinlich haben Sie beim Akustiker so deutlich über Rückkopplung geklagt, daß er die Hochtonverstärkung (wo zumeist die Rückkopplung auftritt) zurück genommen. Damit werden zwar die Geräte „friedlicher“, aber die Verstehqualität auch schlechter, denn die hängt zumeist mit der Hochtonverstärkung zusammen. 4. Vielleicht hat auch Ihr Gehör nachgelassen und die Geräte arbeiten jetzt in einem ungünstigen Leistungsbereich. Ein erfahrener Akustikermeister sollte da schon eine Lösung finden, so daß es wenigstens erträglich besser funktioniert. Aber richtig gut wird´s wahrscheinlich nur mit hochwertigeren Geräten.
      Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiter helfen. Für weitere Hilfe müßte ich mehr Details von Ihnen wissen. Dann kann ich Ihnen in einer individuellen Beratung helfen.
      MfG Roland Timmel

  2. Guten Tag Herr Timmel,
    da bin ich froh, Ihre HP gefunden zu haben!
    Die Infos und Kommentare, die ich bisher gelesen haben, sind sehr informativ aber auch sehr individuell.
    Nun zu meinen Problem:
    Schon seit einigen Jahren plage ich mich mit Hörverlusten insbesonders ab 6 KHz, nun aber auch im normalen Sprachspektrum zwischen 1,5 und 4 KHz. Dort sind Lücken bis -60 dB, aber 7 KHz bin ich bei -90 dB. Erwähnenswert vielleicht noch, dass ich schon 3 Hörstürze hatte, allerdings ist der letzte fast 10 Jahre her. Seitdem ist nichts mehr wie vorher.
    Nachdem ich mehr und mehr Schwierigkeiten im Alltag habe, beim FS, bei Gesprächen mit mehreren Personen, in lauter Umgebung, usw. hat mir mein HNO zwei Hörgeräte verschrieben. Nun war ich schon beim 3. Akustiker und teste gerade ein Oticon Acto Mini Ex.
    Angehört habe ich mir auch schon Siemens, Widex und Phonak. Das Oticon erschien mir am besten geeignet.
    Nach einigen Tagen Probetragen muss ich feststellen, das Gerät
    – die Umgebungs-/Hintergrundgeräusche sind viel zu laut,
    – die Verständlichkeit – ohne Umgebungsgeräusche, wie zB bei Vorträgen – ist sehr gut.
    Meine Fragen:
    – Gibt es vergleichbare Geräte, bei denen die Lautstärke mit einer FB eingestellt werden kann?
    Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, wie fest eingestellte Lautstärkepegel für jede Situation geeignet sein soll. In einem Theaterstück, Konzert, Vortrag, o.ä. wechseln ständig Situationen und Pegel. Wenn ich Sprache (ohne Umgebungsgeräusche) gut verstehe und dann eine Musikdarbietung dazukommt oder geklatscht wird, platzt mir fast der Kopf, da das alles gleichermaßen verstärkt wird, also viel zu laut ist. Selbst beim Autofahren übertönen die Wind-/Fahrtgeräusche alles andere. Die automatische Anpassung/Unterdrückung von Störgeräuschen kann ich nicht feststellen.
    – Eine andere Frage ist, ob es denn wirklich (so die Empfehlung des Akustikers) eine Otoplastik sein muss oder ob nicht auch kleine Lautsprecher mit Schirmchen ausreichen.

    Für eine erste Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    MfG,
    U.K. E.

    1. Hallo Herr Ulrich,

      1. Acto läßt sich fernsteuern.
      2. ActoPro ist besser (allerdings auch teurer), weil es einige weitere gute Eigenschaften u.a. zusätzlich eine schnelle Sprachhervorhebung hat.
      3. Diese Geräte haben eine Lautstärkeautomatik. Allerdings muß – neben einer gewissen Gewöhnung durch Sie – diese auch vom Akustiker justiert werden, damit die beschriebenen Probleme zumindst geminder werden.
      4. Schirmchen sind nur für Testanpassung bei leichten Hörminderungen brauchbar. Otoplastiken sind wichtig – allerdings gibt´s da mehrere Möglichkeiten, u.a. auch welche aus Material, welches bei Körpertemperatur weich wird.

      MfG Roland Timmel

  3. Guten Tag,

    der HNO-Arzt hat mir für beide Ohren je ein Hörgerät verordnet. Meine Krankenversicherung (privat) hhat hat eine Vereinbarung mit HÖREX. Pro Ohr werden 1.500,00 € gezahlt. Für diese Preislage hat der Akustiker Hörgeräte der Firma Bernafon angeboten. Wie kann ich überprüfen, ob das das
    Richtige ist. Kann man verschiedene Modelle und Marken „probetragen“?

    1. Hallo Frau/Herr Lemmen,

      wenn Sie sich für ein HdO entscheiden, so können Sie verschiedene Modelle probetragen. Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Hörgeräten haben, ist das auch sehr zu empfehlen. Wenn Sie sich dann für ein teureres Modell entscheiden, so zahlen Sie eben die Differenz privat.

      MfG Roland Timmel

  4. Hallo,
    ich soll neue Hörgeräte bekommen. Nun sagt mein Akustiker (haben leider nur einen in unserer Stadt) das er nur folgende Firmen im Angebot hat: Phonak, Oticon, Audio Service. Habe ein Hörverlust von rechts 60 db und links 50 db. Mit meinen jetzigen Hörgeräten hab ich das Problem, dass ich in der Selbshilfegruppe die Geräte meist rausnehmen muss, weil sich alles überschlägt. Nun meine Frage: Können Sie mir von den 3 genannten Firmen preiswerte Hörgeräte empfehlen? Ich bin gewillt max. 500 Euro pro Hörgerät auszugeben, denn mehr kann ich mir mit meiner kleinen Rente nicht leisten. Bin jetzt 42 Jahre und trage seit 11 Jahren Hörgeräte. Über einen Tip ihrerseits würde ich mich freuen.

    Elke S.

    1. Liebe Frau S.,

      aus Preis-Diskussionen halte ich mich grundsätzlich heraus, da jeder Akustiker anders einkauft, arbeitet und kalkuliert. Aber alle drei Firmen haben gute und preiswerte Geräte im Angebot, so daß Ihr Preisrahmen funktionieren sollte. Fragen Sie Ihren Akustiker und sagen Sie ihm ganz offen Ihren finanziellen Spielraum.

      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  5. Sehr geehrter Herr Timmel,
    zu meinem Beitrag nochmals, ich trage die Hörgeräte Hanseton AQ 2G. Die letzten Akkus hielten gerade mal 6-8 h und wurden ausgetauscht. Neu aufgeladen waren sie gute 20 h im Gebrauch. Gestern jedoch fing das rechte nach 8 h schon wieder aufzugeben (akkustischer Ton). Mein Akkustiker und die Bedienungsanleitung sagt,mindestens 20 h Laufzeit.
    Aus der Bedienungsanleitung ist nicht heraus zu lesen, ob nur eines einen Ton abgibt für beide Geräte, denn im linken HG habe ich noch kein akkustischen Signal gehört und das hielt auch immer länger als das rechte HG. Ist im rechten mehr Technik drin oder woran kann es liegen? Ansonsten ist das eine feine Sache. Ich habe auch die Fernbedienungen ausprobiert, meine Heimkinoalnage ließ sich leider nicht dmit koppeln (Fernseher und Anlage laufen sincron), nun habe ich die einfache zur Einstellung eines Fernsehtones bzw auf Programmwahl. Ich höre aber keinen Unterschied zum Fernsehprogramm oder auch das laut und leise stellen! Mache ich etwas falsch oder ist mein Gehör nicht so fein eingestellt einen Untersschied zu merken!

    Ich danke Ihnen.
    H. Rasch

    1. Liebe Frau Rasch,

      also in beiden Geräten sollte die gleiche Technik stecken. Allerdings kann der Strombedarf der Geräte unterschiedlich sein in Abhängigkeit vom Hörverlust (beeinflußt die nötige Verstärkung) und Hörsituation (unsymmetrisch?). Jedes Gerät sollte einzeln das Akku-leer-Signal abgeben. Ob die Programmumschaltung nicht funktioniert, oder die Programme so geringe Klangunterschiede haben, daß Sie das nicht merken, kann nur Ihr Akustiker prüfen.

      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  6. Sehr geehrter Herr Timmel,

    Ich bin sehr froh auf Ihre Seite gestoßen zu sein. Ich habe mittlerweile eine hoertestodyssee hinter mir und habe fast jedes gerate hinter mir. Da ich in meinem Beruf als Produktmanager in einem Medienunternehmen unglaublich viele Hoersituationen habe, ist die Auswahl fuer mich so schwierig. Das erste gute hoererlebnis hatte ich mit Widex mind 2 und dann auch oticon Intiga 6. Das Intiga 6 habe ich dann leider wegen Grenzen in der Anpassung aussortiert. Irgendwann habe ich mich wegen besserer sprachverstaendlichkeit fuer ausgelagerte hoerer entschieden und testete das widex Passion und dann auch phonak audeo Smart 3 und 5. Widex war angenehm aber auch sehr wuchtig. Phonak eigentlich ganz ok und eigentlich hatte ich mich auch fast schon fuer ein phonak gerate entschieden. Aber: jetzt Sitze ich in einem neuen buero, ein grossraumbuero an einer lauten Strasse, also eine vollkommen neue hoersituationen. Und obwohl ich schon 1 Jahr Teste, habe ich jetzt das gefuehl ich starte Be null. Beim phonak gerate habe ich nun das gefuehl, dass es fuer deutlich sprechende Personen ab einer gewissen Entfernung sehr gutbist, undeutlich sprechende Personen, die mich vor allem spontan ansprechen, verstehe ich nur mit viel Anstrengung. Jetzt uenerlege ich, ob nicht doch andere bereits aussortierte geraste wie das Passion oder ein teureres neues wie das oticon agil pro das richtige fuer meine neue hoersituationen wären. Ich habe viele konferenzraumsituationen, spontane gespraechssituationen im grossraumbuero und viele Nebengeräusche. Meine Akustikerin drängt mich zwar zu einer Entscheidung und eigentlich hatte man mir gesagt, dass fuer meinen leichten hoerverlust im hochtonbereich ein mittleres gerate reichen muesste, aber ich bin aufgrund der neuen berufl. Situation wirklich unsicher geworden. Was denken Sie, koennte mir das agil pro hier mehr helfen? Wuerde sich die Investition lohnen und hat das in der Preisklasse immer noch die beim intiga beobachteten rueckkopplungen? Phonak ist ok, aber fuer undeutlich sprechende Kollegen in der nahkommunikation eher anstrengend. Oder sollte ich auch das widex Passion noch mal pobieren wegen der neuen Situation? Meine Akustikerin tendiert wegen der anpassungsmoeglichkeiten wohl eher zu phonak. Ich wuerde mich freuen, wenn Sie mir kurz antworten koennten.

    Vielen Dank

    1. Hallo Herr B.,

      es ist selten, daß jemand mal so deutlich formuliert, wie stark der Einfluß der Raumakustik ist. Es sollte ja aber auch klar sein, daß auch relativ teure Hörsysteme nur ein Hilfsmittel darstellen und die Leistungsfähigkeit von gesunden Ohren nicht erreicht. Nun weiß ich ja von Ihnen noch viel zu wenig um sichere Empfehlungen aussprechen zu können. Daher hier nur einige grundsätzliche Hinweise. Oticon AgilPro sollten Sie durchaus mal erproben. Das Gerät setzt Maßstäbe in Sachen Sprachverstehen im Lärm durch die nur von Oticon angebotene sehr schnelle Spracherkennung. Da die Ohrmuschel ja eine akustische Funktion hat, die leider bei HdOs nicht genutzt werden kann, haben kleine IdOs oftmals akustische Vorteile. Dazu kommen noch ergonomische Vorteile. Bzgl. der Geduld mit der vielfältigen gründlichen Austestung muß ich Ihnen, aber auch Ihrer Akustikerin ein Kompliment machen. Schreiben Sie mir doch bitte mal, wie Sie weiter gekommen sind!

      MfG Roland Timmel

  7. Hallo Herr Dr. Timmel,

    ich bin zufällig auf Ihre Seite gestoßen und habe auch mal eine Frage, zwecks HG.
    Seit 2006 habe ich Tinnitus, linksseitig. Es wurde für links ein HG verschrieben, da sich mein Hörvermögen verschlechtert hatte, rechts war es noch halbwegs in Ordnung. Ich entschied mich für ein IdO Gerät, womit ich eigentlich nie recht zufrieden war. Starke Nebengeräusche, Rückkopplung und meist in unmöglichen Situationen, hatte oft ein Fremdkörpergefühl und tat mich dann immer schwerer.
    2008 kam Tinnitus rechts dazu, dieser ist mal lauter mal leiser und wechselt kontinuierlich. Der Tinnitus links ist fast gleichbleibend. Mein Gehör ist beidseitig dadurch aber auch schlechter geworden, so das ich ein weiteres HG verschrieben bekam. Ich teste seit letzten Freitag Hansaton mit Akkus und bin soweit ganz zufrieden. Heut hatte ich es mal extrem lange im Ohr, der Akku hielt aber nur gute 8 Stunden. Ich wollte mir eigentlich das Batteriekaufen und Wechseln ersparen, wenn aber die Akkulaufzeit so extrem kurz ist, nützt das keinem Hörgeräteträger.
    Ist das Gerät eventuell kaputt?

    MfG
    Heidi Rasch

    1. Liebe Frau Rasch,

      Akkus gibt es schon seit mindestens 20 Jahren für Hörgeräte. Das waren aber immer 675er Typen (groß!) . Nach der Jahrtausendwende kamen auch kleiner Akkus auf den Markt. Leider mit überwiegend katastrophalem Ergebnis. Kurze Laufzeit, Blähung und Ausfall nach wenigen Monaten waren deprimierend. Seit ca. 2 Jahren wagen wir es wieder, aber nur mit 13er Größen. Die sollten wenigstens 18 Stunden laufen – also einen ganzen Tag. Es gibt auch 312er Akkus. Aber da gehe ich nicht ran, weil stärkere Geräte (die natürlich mehr Strom ziehen) damit nicht über den Tag kommen. Dazu kommt, das Akkus ja ca. anderhalb Jahre funktionieren sollen. Aber sie lassen kontinuierlich nach und da wird es mit den 312er Akkus kritisch. Nun weiß ich ja nicht, was Sie genau haben und wie stark die Geräte arbeiten müssen. Sie sollten das mit Ihrem Akustiker besprechen.

      MfG Roland Timmel

  8. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich bin rein zufällig auf ihre Seite gestoßen. Da bei mir in diesen Wochen ein neues paar Hörgeräte ansteht. Bin 32 Jahre und seit den 4 Lebensjahr schwerhörig mit 70% Hörverlust auf beiden Ohren. Bin im öffentlich Rechtlichen Rettungsdienst tätig, seit 14 Jahren. Habe seit ca. 6 Jahren die Hörgeräte der Firma Octicon Go Pro HdO. Dieses Hörgerät ist damals widerwillig von der Kasse bezahlt worden. In diesen 6 Jahren habe ich mehr negative als positive Erfahrungen gemacht.
    Negativ: – starke Rückkopplung beim tragen von Schutzhelm oder Mützen (wird dann leiser
    gestellt)
    – schwache Batterie fängt bei leer werden an zu piepen ( Nervig wenn man schon
    unter Stress steht um einen Patienten das Leben retten will bzw. Reanimieren
    oder bei einen Verkehrsunfall Patienten im versorgt und viel Lärm ist).
    – Richtmikrophon nach vorne wie anfangs vom Hersteller beschrieben kann ich nicht
    bestätigen
    – bei zu starker und kurzer Lärmquelle setzt das Hörgerät aus
    – Kollegen können mich von hinten oder teils seitlich schlecht ansprechen bzw. nicht
    Warnen wenn Gefahr droht oder der Notarzt mir etwas anschafft ( mehrmals schon
    erlebt auf der Autobahn das mich Kollegen gepackt haben um mich zu Seite
    gedrückt haben; Notarzt hat Medikament sehr dringen verlangt)
    – Patienten sprechen teils sehr leise während des Transport in die Klinik bei lauter
    Umgebung Rettungswagen ist im Patientenraum schlecht vor Autolärm gedämpft
    und Hörgerät verstärkt Umgebungsgeräusch noch statt die Sprache hervorzuheben.
    – Hörgerät lässt sich bei Behördenfunk nicht tragen wie bei Telefon

    Positiv: – mehrmals schon runter gefallen ohne Beeinträchtigung
    – im Regen/-güßen ohne Schäden
    – lässt sich sehr schnell aus den Ohr entfernen ( Um Patienten mit Stethoskop
    abzuhören)
    – Batterien halten in der Regel 2 Wochen bei täglicher Tragedauer von mehr als 14
    Stunden

    Meine Frage an sie ist:
    Welche Hörgeräte würden diesen Anforderungen gerecht werden, besonders die Negativen punkte. Sowie welche Hörgeräte diesen Anforderungen gerecht sind.
    – Laute Umgebung (Straße/Autobahn/öffentliche Umgebung) Geräusch Unterdrückung
    – Fahren von Einsatzfahrzeugen mit Sondersignalanlagen (Martinshorn) und Behördenfunk
    parallel laufend, am besten ausblenden Martinshorn und Hervorhebung Funk oder Gespräch
    Kollege als Fahrer oder Beifahrer.

    Deswweitern besteht eine Chance,für ein paar Hörgeräte der Mitteleren oder Höheren
    Preisklasse, das die Kasse etwas mehr übernimmt oder der Hörgeräteakkustiker und HNO-Arzt mir dabei helfen können. Oder können es auch Hörgeräte der Kassen sein.
    Mit freundlichen Gruss

    Tobias Löffler

    1. Sehr geehrter Herr Löffler,

      vielen Dank für Ihre Zuschrift. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß ich sie nicht im Blog veröffentliche, sondern direkt antworte. Sie sprengt von Umfang, Form und wegen des sehr persönlichen Inhalts den vorgesehenen Rahmen. Ich werde Ihnen auch nur kurz ein paar Hinweise geben können, denn Ihr Anliegen ist ziemlich komplex.

      1. GO-Pro ist aus heutiger Sicht ein Einsteiger-Modell und eher für ruhig lebende Senioren geeignet, als für Sie mit den geschilderten extremen Anforderungen. Es hat einfache Automatikfunktionen, aber keine Richtungsautomatik, keine Lärmunterdrückung, nur eine einfache Rückkopplungsunterdrückung und keine Spracherkennung.

      2. Ich kenne ja nun Ihre Ohren (Hörkurven, Anatomie usw.) nicht. Aber besprechen Sie doch mal mit Ihrem Akustiker die Möglichkeit von sehr tief sitzenden, kleinen IdOs. Wenn Sie da eine der fortschrittlichsten Technologien auswählen werden wahrscheinlich alle Ihre Problem zumindest deutlich gemildert. Allerdings werden Sie öfter mal die Batterie wechseln müssen.

      3. Solche Versorgungen kosten aber schon mal 6000 – 7000 Euro (beidseitig). Wenn Sie Glück haben und die Bauform bei Ihnen viel bringt, tun es auch Geräte der Business-Class. Dann wird´s nicht ganz so teuer. Somit brauche ich wohl auf das Thema Kassengerät nicht weiter eingehen.

      4. Die Krankenkasse wird – für die überwiegend beruflichen – sehr hohen Anforderungen nicht aufkommen. Da können Sie nur den Rententräger oder Ihren Arbeitgeber „anbohren“. Die Erfolgsquote ist eher gering. Ihr Akustiker wird Sie sicher auch dazu beraten.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg

      Roland Timmel

  9. Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich freue mich, auf Ihre Seite gestoßen zu sein. Ich bin Ende 40 und habe seit fast 20 Jahren Tinnitus. Besonders groß ist der Leidensdruck im Berufsleben geworden, so dass ich einen Hörtest machen ließ. Ich habe auf beiden Ohren 65 – 70 Prozent, Verlust im Hochtonbereich. Die HNO-Ärztin sagte, ich sei womöglich noch ein Grenzfall für Hörgeräte, meinte aber, ich solle es ausprobieren.

    Habe Starkey Xino und Bernafon Chronos 5 getestet, beides ohne nennenswerte Erfolge, im Gegenteil. Ein Aha-Erlebnis habe ich mit dem Oticon Agil Pro Mini Ex. Mein Eindruck ist sogar, dass der Tinnitus positiv beeinflußt wird. Allerdings sprengt der Preis momentan noch meinen Rahmen.

    Meine Fragen sind wie folgt: Wo liegen die Unterschiede zwischen Intiga 6, 8 und 10 ? Wie unterscheiden sich Intiga und Acto Pro Mini (mal abgesehen von der Batteriegröße) ? Was würden Sie mir als Neueinsteigerin raten ? Herzlichen Dank im voraus,

    Sigrun D.

    1. Liebe Frau D.,

      die Intiga 6/8/10 entsprechen Komfort/Business/Premium-Klasse. Intiga-10 entspricht dem AgilPro-mini-Ex. Wenn das Budget knapp ist testen Sie mal das ActoPro-mini-Ex – das entspricht dem Intiga-6 und hat aber noch die schnelle Spracherkennung (wichtig und einzigartig – nur von Oticon).

      Mit freundlichem Gruß

      Roland Timmel

  10. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,

    entschuldigen Sie bitte, wenn ich dieses Thema aus der Versenkung hole.
    Ich stehe mittlerweile dank einiger Hörstürze wieder vorm Kauf neuer Geräte (bisweilen „Oticon Go Pro“).

    Da es jedoch dank nun mangelnder Leistung der Geräte und einstellungsmäßig auf dem höchsten der Gefühle „scheppert“ ist in vielen Situationen kaum noch was zu verstehen (hören ist ja nicht gleichzusetzen mit verstehen). Mein Wunsch ist daher ein volldigitales Gerät von Phonak. Mein Akustiker hat mir hier das „Audeo S“ bzw. „Audeo XI“ empfohlen.

    Wo kann ich denn diese Geräte (die Audeo-Serie bzw. die Modelle im Einzelnen) Ihrer Liste zuordnen?

    Da ich mir normalerweise keine digitalen Geräte dieser Klasse kaufen würde hat der Teamgeist bei uns im Betrieb dafür gesorgt, dass ich doch ein sehr gutes Angebot welches von allen getragen wird bekommen habe (schließlich ist hören nicht nur für mich ein Stück mehr Lebensqualität sondern hilft im Team ungemein Missverständnisse zu vermeiden).

    Mit freundlichen Grüßen,

    S. Geschwind

    1. Sehr geehrte(r) Frau/Herr Geschwind,

      Audeo umfaßt inzwischen eine größere Anzahl von Geräten. Zuerst mal die ältere Core-Serie Audeo III/V/IV, was Mittelklasse/Businessklasse/Premiumklasse entspricht. Alles kleine HdOs mit externem Hörer,312er Batterie und fernsteuerbar. Seit ca. 2 Jahren die neuere Generation (Spice) Audeo-S. Jetzt in drei verschiedenen Gehäusen (Audeo-mini mit 1er Batt., Audeo-smart mit Taster u. 312er Batt. u. bisheriges Designgehäuse mit 312er Batt.) und ist sogar auch schon in der Ier Klasse erhältlich (Standardklasse nicht fernsteuerbar). Je höher die Klasse, umso besser feinjustierbar bzgl. Frequenzgang und Automatikfunktionen u.a.m. Ich hoffe, die Informationen helfen Ihnen weiter.
      Mit freundlichen Grüßen
      Roland Timmel

  11. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,

    gut, dass es Ihre Website und Ihr Engagement gibt, um den Informationsmangel in diesem Bereich aufzulockern. Sie haben mir viel geholfen, besten Dank dafür :-).
    Ich habe eine Hochtonschwäche, hatte das Oticon Intiga 8 getestet und war gestresst in lärmiger Umgebung, mehr noch als ohne Hörgerät. Dann probierte ich für einige Tage das Agil pro Ex-Hörer. Das war schon wesentlich besser in gleicher Umgebung. Derzeit teste ich das Intiga 10 und komme ganz gut zurecht damit. Nur die Konkurrenz mit dem Brillenbügel stört mich etwas bei den HdO’s.
    Nun habe ich erfahren, dass es das Intiga 10 (IIC) auch als IdO-Ausführung gibt.
    Haben Sie diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht, bzw. haben Sie Informationen darüber?
    Als IdO würde mir Ihr Kollege das Veneto CIC Open von Hansaton empfehlen. Ich war auf deren Website. Aber da findet man leider – außer Lieschen-Müller-Werbetexten- keine technischen Informationen, so wie z. B. bei Oticon.

    MfG
    Willy S.

    1. Hallo Herr Schweitzer,

      danke für die Anfrage. Die Oticon-HdOs sind mir sehr vertraut, aber das Intiga-IIC-IdO ist so neu, das kenne ich selbst noch nicht. Grundsätzlich sind Sie mit einer Hochtonschwäche bei Oicon-Hörgeräten gut aufgehoben. Die können offene Versorgungen seit vielen Jahren anbieten. Bei IdOs ist aber die Anatomie (Platzverhältnisse usw.) sehr entscheidend. Besprechen Sie es mit Ihrem Akustiker. Im Zweifelsfall muß man es probieren. Die Industrie gewährt grundsätzlich dem Akustiker ein Rückgaberecht. Das kostet eine Gebühr und die Arbeit des Akustikers ist auch etwas wert. Sie sollten mit ihm über eine Rückgabegebühr sprechen und es dann einfach machen.

      Viel Erfolg wünscht

      Roland Timmel

  12. Hallo Herr Timmel,

    ich freue mich Ihre Seite entdeckt zu haben und ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.
    Nach einem Hörsturz am rechten Ohr vor ungefähr 5 Monaten leide ich an einem starken Hörverlust bei kombinierter Schwerhörigkeit. Zudem kam es bei einer ärztlichen Behandlung zur Perforation des Trommelfells.
    Ich bin 34 Jahre alt und habe bis jetzt keine Erfahrungen auf dem Gebiet. Was mir bei der Wahl des Hörgeträtes am wichtigsten ist Sprache in lauter Umgebung (viele Menschen, laute Musik) gut verstehen zu können.
    Nachdem ich schon einige Geräte getestet habe- Oticon Acto, Otikon Hit, Phonak, stehe ich nun zwischen zwei Geräten, die ich beide klanglich recht gut finde für ihr Preissegment und möchte mich gern für das Gerät mit dem “besseren” Sprachveständnis entscheiden. Zu welchem Gerät würden Sie mir raten, Oticon Acto (1000 Euro Eigenanteil) oder Oticon Hit (300 Euro Eigenanteil)?
    P.S. Mein Audiogramm schicke ich Ihnen per Email zu.

    Vielen Dank für Ihre Beratung im Voraus,
    mfg
    Anna Anastasova

    1. Hallo Frau Anastasova,

      Acto hat gegenüber Hit mehr Einstellpunkte für Frequenzgang und Automatik. Ob das Ihnen etwas bringt, was den Preisunterschied rechtfertigt, können nur Sie durch Erprobung in verschiedenen „schwierigen Situationen“ herausfinden. Nebenbei gibt es Acta auch in kleineren Gehäusen. Noch besser wäre es, Sie würden ActoPro nehmen, denn das hat eine schnelle Spracherkennung (Formantanalyse) an Bord. Wie stark sich das für Sie auswirkt, müssen Sie erkunden. Aber es funktioniert wirklich. Kostet allerdings nochmal mehr.

      MfG Roland Timmel

  13. Sehr geehrter Herr Timmel
    Gibt es Hörgeräte, die empfehlenswert wären bei einer „Badewannen-Hörkurve“? Der Hörverlust ist bei 500- 2000 Hz am grössten – die hohen und tiefen Frequenzen sind in Ordnung, wobei der Hörverlust links nur 25% beträgt, rechts jedoch 70%. Zudem bin ich Musikerin und Geigenbauerin, habe eigentlich also ein feines Gehör und brauche meine Ohren also auch beruflich.
    Ich habe Geräte von Phonak getestet sowie Oticon Acto und Oticon Agil Pro. Schwierig scheint es zu sein, die hohen Frequenzen, die mich sehr stören, auszublenden. Ist das wirklich fast nicht machbar?
    Zudem konnte ich mit keinem Gerät musizieren oder Instrumente testen, da die Rückkoppelung extrem ist.
    Herzlichen Dank und freundliche Grüsse
    Anita N.

    1. Hallo Anita,
      1. Musiker mit Hörgeräten glücklich machen ist sehr schwierig, denn die kleinen „Dinger“ können einfach kein HiFi. Leider wird soetwas aber in der Werbung geschrieben um eine relative Qualitätssteigerung deutlich zu machen. Wer das wörtlich nimmt, wird enttäuscht. 2. Badewannen-Kurven sind eine schwierige Voraussetzung, weil selten. Hörgeräte sind konstruktiv eher für den „Allerwelts-Hörverlust“ (Hochtonabfall) geschaffen. 3. Rückkopplungen sind vermeidbar, wenn man individuell angepaßte Ohrstücke benutzt. Das verursacht allerdings erheblichen Aufwand und wird deshalb in der unverbindlichen „Einstiegsphase“ von Akustikern vermieden. Sie sollten mit Ihrem Akustiker über die anfallenden Kosten eine Einigung erzielen, dann haben Sie eine Chance rückkopplungsfrei besser zu hören. 4. Von Bernafon gibt es „channelfree“-Hörsysteme. Die haben keine getrennten Frequenzkanäle, sonder verarbeiten breitbandig direkt. Das hat bei mir bei Musikern u. Sängern meist am besten funktioniert. Wenn Ihre Ohren geeignet sind, testen Sie Ex-Hörer-HdOs von Bernafon, z.B. Chronos-9 (oder 7) -nano-RITE – das sind Mini-HdOs, die sich ziemlich offen anpassen lassen. Wichtig: Die gegenphasige Rückkopplungsunterdrückung sollte abgeschaltet werden. Sonst gibt´s Artefakte bei sinusförmigen Klängen. Die Hörgeräte sollten dann mit Insituaudiometrie und mit Visible-Speech-Kontrolle angepaßt werden. Bitte berichten Sie mir mal, wie´s ausgegangen ist. MfG Roland Timmel

  14. Sehr geehrter Hr. Timmel,

    bin 56 Jahre und habe vor 3 Wochen meine ersten Hörgeräte bekommen, Typ PHONAK. Meine Erfahrung bis lang sehr gemischt. Einerseits versehe ich manche Sachen besser, anderseits verstehe ich kaum das Fernsehen, alles ehr undeutlich – als wäre der Sender nicht richtig eingestellt beim Radoe – ist jemand mehrere Meter weg verstehe ich Ihn auch ganz schlecht trotz Hörgerät. Ist dies normal? Manche Sprache ist auch eher blechernd! Hat mich mein Akustiker falsch beraten? Welches Gerät würden Sie mir als Einstieg empfehlen. Von Berufswegen muss oft an Sitzungen teilnehmen mit mehreren Personen, bin also auf gutes verstehen von Sprache angewiesen.

    Danke für Ihre Auskunft

    Gruß

    Walter

    1. Hallo Werner,

      einerseits sind Ihre Angaben so ungenau (Es gibt ca. 70 aktuelle Phonak-Hörgeräte und ich kenne Ihre Hörkurven nicht), daß ich nichts Konkretes dazu sagen kann. Andererseits sind Ihre Probleme aber typisch für Einsteiger. Das schlechte Gehör ist für Sie das normale Hören geworden und jetzt werden Sie von einem Hörgerät „belästigt“. Das erfordert Zeit und Geduld. Lesen Sie am besten mal meinen Hörgeräte-Einkaufsratgeber.

      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  15. Sehr geehrter Herr Timmel,

    im Januar 2012 hatte ich Sie um Rat gefragt. In Ihrer Antwort baten Sie um eine weitere Rückmeldung meinerseits. Diese möchte ich jetzt geben.

    Nach langer Probe habe ich mich letzte Woche für das Phonak Audéo S SMART V entschieden. Von der Größe des Geräts und wegen der kaum vorhandenen Rückkopplung habe ich dieses Gerät schließlich als das geeignetste empfunden.

    Herzlichen Dank nochmals für Ihre Unterstützung.

    Viele Grüße
    Bruno S.

  16. Sehr geehrter Roland Timmel,

    Ich bin eine Studentin im Alter von 21 Jahren und trage schon seit meinem 4. Lebensjahr Hörgeräte.
    Neulich hatte ich bei meinem Akustiker ein Beratungsgespräch, weil ich mir gerne neue Hörgeräte richten würde. Da ich mit meinen alten Hörgerätstücke zimliche Probleme mit der Belüftung hatte. Nun bin ich auf ihre Homepage gestossen und hoffe Sie können mir hier weiterhelfen.
    – Mein Akustiker hat mir 3 Modelle angeboten: 1) Clear 3 cic
    2)Solana CIC P,
    3)Cassia CIC P.
    Da ich in ihrem Forum gelesen habe, dass die HDO besser aufgebaut sind als di IDO – Schale, vor allem bezüglich meines Problemes aufgrund der Belüftungen, was würden Sie mir hierbei empfehlen?
    Und bezüglich meiner angebotenen Hörgerätmodelle, habe ich hier im Internet wenig Auskunft gefunden. Vieleicht können Sie mich ein wenig aufklären.

    Also zu meinen bisherigen Erfahrungen, ich tu mich oft schwer wenn störungsbedingte Einflüsse ein Gespräch (bei Blickkontakt) z.B. wenn mich jemand von hinten anspricht, zu verfolgen. Anbei hat mir mein Akustiker auch empfohlen eine Bloototh Einstellung, also dass ich von einem Mobiltelefon Gespräche, ohne das Handy am Ohr zu betätigen, wahrnehmen könnte. Was wissen Sie darüber?

    LG

    Anna

    1. Liebe Anna,
      seit ein paar Jahren sind auch kleine IdOs geeignet starke Hörverluste auszugleichen. Sie haben zwar deutlich kleinere Belüftungen als die Ohrstücke von HdOs, können aber oft ein natürlicheres Hören bewirken und sind im praktischen Gebrauch oftmals nicht so hinderlich z.B. beim Sport. Ich weiß dazu natürlich eine ganze Menge, aber es muß individuell abgewogen werden, was besser ist. Lesen Sie doch rechts oben mal den Artikel „Bauform IdO oder HdO?“ Die von Ihnen genannten CICs sind sicher gut geeignet, weil stark und rückkopplungsstabil. Bluetooth gibt es nicht in CICs. Da ist nicht genug Platz für die zusätzliche Technik. Außerdem braucht Bluetooth zuviel Strom für die 10er Batterien. Wenn Sie bis jetzt HdOs benutzen, so ist es doch ein Leichtes für Ihren Akustiker Ihnen mal HdOs mit Bluetooth anzupassen, damit Sie das praktisch erleben können. Bitte schreiben Sie mir mal, für welche Geräte Sie sich entschieden haben (dann aber mit Hörkurven, sonst kann ich den Fall schlecht beurteilen).
      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  17. Sehr geehrter Herr Timmel,

    erst mal vielen Dank für Ihre interressante Web-Seite.
    Als Unerfahrener teste ich z.Zt. das Agil Pro Mini EX von oticon. Ein Gerät, angeblich der Spitzenklasse, auch der Preis.
    Möchte aber auch gerne preiswertere Geräte testen, ohne Abstriche in meinem speziellen Fall hinnehmen zu müssen. Ich habe einen starken Hochtonabfall bis zu 70%.
    Welche preiswerteren Geräte von oticon sind speziell hierfür vergleichbar mit dem Spitzengerät.
    Mein Audiogramm schicke ich Ihnen per email als PDF-Datei an info@dr.-timmel.de zu.
    Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Mühe.
    MFG
    Jürgen G.

    1. Hallo Herr G.,
      von den Grundfunktionen her könnte für Sie auch das ActoPro-mini-EX ausreichend sein. Das ist deutlich billiger. Am besten Sie erproben beide. Danach wissen Sie, ob die Zusatzfunktionen des AgilPro für Sie nützlich sind oder nicht.

      Ansonsten können Sie auch die neuen Chronos-Geräte von Bernafon testen. Die sind hardwaremäßig ähnlich, benutzen aber eine andere Signalverarbeitung, was einen anderen Klang bewirkt. Da gibt´s dann 3 Preisklassen.

      MfG Roland Timmel

  18. Hallo Herr Timmel,

    erst mal ein ganz großes Lob vorweg an Ihre hervorrangede Hilfestellung – die nun auch mich dazu veranlasst hat, mich hilfesuchend an Sie zu wenden.

    Ich habe 2 unterschiedliche Akustiker konsultiert, beide haben eine Hochtonschwerhörigkeit jedoch der eine bei 50-60 dB und die andere 60-70 dB (wobei die letztere noch einen Sprachtest hinzuzog, wo es beim ersten nur bei einem Tontest blieb).

    Der erste bestellte gleich das Oticon Hit Pro… das optisch schon auf Widerstände bei mir gestoßen ist, klangtechnisch… „WOW“… aber die linke Seite hatte immer wieder Aussetzer. Einen techn. Defekt wollte der Akustiker nicht in Betracht ziehen und bestellte aufgrund der Optik das Ino Pro (dabei wollte ich gern eines vom Hersteller audioservice probieren, was er strikt ablehnte).

    Bei der anderen Akustikerin habe ich (aufgrund der Bauform und um einfach ein kosten-und-technisch niedriger angesiedetes Gerät mal zu testen) das Unitron Moda II zum Testen bekommen.
    Mein Fazit: Optisch ganz passabel, aber der Klang… SCHRECKLICH – ich sollte es zwar stundenweise steigernd testen, aber der unnatürliche blechernde Klang… war nicht vertretbar.

    Ich habe zuvor 12 Jahre die idO von audioservice Vega 205 gehabt, diese aber seltenst getragen. Damals hatte ich keine Geräte zum Vergleich bekommen und weiß jetzt erst nach 12 Jahren, dass einfach alle Klänge verstärkt werden, damit auch die im tiefen, mittleren Bereich, die eigentlich gar nicht in der Weise verstärkt werden mussten.

    Vom Siemens hat sie mir abgeraten, da wäre mehr Geld in Optik als in Technik investiert… dabei finde ich das Life optisch toootaaal chic (und das sage ich, die Königin der Eitelkeiten!!!).

    Gibt es denn zum herstellerspezifischen Klängen auch eine Zusammenstellung von Erfahrungen? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass jemand z. B. mit dem Unitron Moda II einen guten Klang daraus hören kann…?!

    Werde als nächstes das Phonak Milo zum Testen bekommen… aber das hat ja „breitere Hüften“ von guten 2 mm als das adrette von Siemens life 😉

    Wie viele Geräte darf man denn überhaupt testen, um dem Akustiker nicht unnötig „zur Last“ zu fallen? Würde gern nach dem Phonak Milo herzensgern auch das Siemens testen.

    Vielen lieben Dank im Voraus und nochmals mein gaaanz großes Lob an Ihr Engagement!

    Sabrina

    1. Hallo Sabrina,
      da haben Sie ja schon eine ganze Menge erlebt. Bei Hochtonverlust sollte bei moderner Technik die Gehörgänge offen bleiben. Das kann nach meiner Erfahrung Oticon am besten. Testen Sie mal das ActoPro. Das hat sogar schnelle Spracherkennung „an Bord“ und gibt es auch in Mini-Ausführung mit schmalen Hüften. Hit ist deutlich simpler, billiger u. breiter. Siemens u. AudioService geht auch ganz ordentlich. Warum Ihre Akustikerin das Life nicht erproben will, verstehe ich nicht. Unitron Moda-II gibt´s in verschiedenen Preisklassen. Das haben Sie zu ungenau beschrieben. Aber Unitron ist für Ihren Hörverlust nicht optimal. MiloPlus ist ähnlich simpel.
      Wir sind kein „Probierladen“ und testen 2-3 Geräte. Ihre Erlebnisse deuten auf ein unstrukturiertes Vorgehen hin, was ich ablehne. Viel Erfolg wünsche ich u. bitte Sie mal, mir das Ergebnis Ihrer Suche mitzuteilen.
      Roland Timmel

  19. Sehr geehrter Herr Timmel,

    können Sie eine Aussage/Meinung sagen bzgl. Auswirkungen der Funkwellen auf den menschlichen Körper (hauptsächlich Gehirn) bei Hörsystemen, die sich drahtlos „unterhalten“?

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas

    1. Da ich zu diesem Thema kurz vorher Stellung bezogen hatte, ist mir Ihre Anfrage irgendwie untergegangen. Hier können Sie unter „Oticon“ „Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt“ alles nachlesen, was ich dazu mitteilen kann.

  20. Ich teste zur Zeit Widex-Hörgeräte, mit denen ich etwas besser höre, aber die Otoplastiken, die ich benötige, sehen recht unschön aus, so dass ich mich ziemlich behindert fühle. Außerdem kollidiert das hinter dem Ohr Gerät mit meinem Brillenbügel. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich mich mit dieser Lösung zufrieden geben muss, zumal die Entscheidung für viele Jahre ist. Können Sie mich hier beraten – kann ich noch andere Geräte ausprobieren, z.B. im Ohr Geräte? Ich habe sehr enge Gehörgänge. Die Geräte mit Schirmchen habe ich ausprobiert, mit ihnen höre ich nicht so gut.

    1. Hallo Maria,
      Ihr Angaben sind leider sehr ungenau. Auch von Widex gibt es große und sogar extrem kleine HdOs. Wenn Sie sehr enge Gehörgänge haben, werden Sie keine tiefsitzenden (und damit unauffällig zu tragenden) IdOs bekommen können. Fragen Sie doch mal nach Widex-Passion – extrem klein. Wenn Sie dann einen schmalen Brillenbügel haben, sollte das gehen.
      MfG Roland Timmel

  21. Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich habe einen ziemlich starken Hörverlust im Bereich der hellen Töne, die dunklen Töne höre ich noch fast normal. Aus diesem Grund ist mir jetzt mein erstes Hörgerät verschrieben worden.
    Nachdem ich ein Phonak Audéo S SMART V getestet hatte, teste ich zurzeit ein Oticon Agil mini Ex.
    Bei dem Phonak-Gerät hatte ich Probleme mit einem „Zischen“ der S-Laute, dies ist bei dem Otocon-Gerät geringer. Dafür gibt es dort häufiger Rückkopplungen. Außerdem ist das Oticon-Gerät geringfügig dicker, was zu Problemen im Zusammenhang mit meiner Brille führt (teilweise Druckbeschwerden).
    Bei beiden Geräten habe ich auch manchmal den Eindruck, dass in Gesprächen die Unterstützung nur sehr minimal ist, so dass ich mir manchmal die Frage stelle, ob für mich ein Hörgerät überhaupt sinnvoll ist, da die genannten nachteiligen Nebenwirkungen evtl. größer sind als die Hörunterstützung.
    Deshalb möchte ich Sie fragen, ob Sie mir generell ein Hörgerät empfehlen würden, und wenn ja, zu welchem Gerät zu raten ist? Gibt es evtl. noch andere zu empfehlende Firmen/Modelle?

    Im Voraus herzlichen Dank und viele Grüße
    B.S.

    1. Hallo B.S.
      das Problem mit den hellen Tönen liegt an der Hörentwöhnung für helle Töne. Sicher leben Sie auch schon etliche Jahre mit dem Hochton-Hörverlust. Das Problem kann gemildert werden durch eine anfänglich sehr sanfte Hochtonverstärkung. Oticon ist seit vielen Jahren Spezialist für solche Versorgungen. Leider koppeln die Geräte schneller als z.B. die von Phonak. Allgemein brauchen solche Versorgungen wegen der Eingewöhnung viel Zeit und Geduld aller Beteiligten. (Allerdings auch einen entsprechend erfahrenen Akustiker) Auch die Frage, was so eine Versorgung wirklich bringt, kann manchmal nicht kurzfristig beurteilt werden, weil die Verstehfähigkeit erst wieder mit dem Hochtonangebot trainiert werden muß. Mit den beiden angeführten Hörgerätemodellen sind sie schon auf einem richtigen Weg. Andere Hersteller wie z.B. Widex, Starkey, Siemens, ReSound haben auch kleine Geräte, die für Hochtonversorgungen geeignet sind. Was hinter Ihr Ohr neben die Brille paßt, kann ich von hier nicht beurteilen. Das müssen Sie mit Ihrem Akustiker besprechen. Bitte schreiben Sie mir mal, zu welchem Ergebnis Sie gekommen sind. MfG Roland Timmel

  22. Sehr geehrtr Herr Timmel,
    ich hatte im Sept. 2010 einen extremen Hörverlust (-48 dB) auf dem linken Ohr und seit dem einen Tinitus. Leider wurde auch das ovale und runde Fenster wegen angeblichem Verdacht auf eine Fensterruptur abgedichtet. Der Verdacht bestätigte sich jedoch bei der OP nicht. Laut Messung liegt das größere Problem bei den hohen Tönen. Interessant hierbei ist, dass ich Stimmen relativ hoch und eher so höhre als würde eine Maus mit mir reden.

    Ich habe schon verschiedene Hörgeräte getestet (5 St.) habe jedoch folgende Probleme:
    1) lautes wird teilweise unerträglich laut
    2) leise Geräsche gehen trotzdem unter
    3) Töne kommen mir sehr hoch vor
    4) ich höre mich häufig selber über das Hörgerät verzehrt und sehr hoch.
    (wie die Stimme von jemand anderem)

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir einen Rat geben könnten.

    W. Mayr

    1. Hallo Herr Mayr,
      es tut mir leid, aber da werde ich Ihnen nicht helfen können. Ich habe durchweg schlechte Erfahrungen gemacht mit Leuten, die durch Hörsturz auf einem Ohr plötzlich verzerrt hören. Auch mit den besten Hörgeräten ist es mir bisher nicht gelungen dem (zurecht bestehenden) Klanganspruch (weil ja das andere Ohr normal hört) gerecht zu werden. Ich empfehle Ihnen, das Problem einem diesbezüglich erfahrenen HNO-Arzt (Der ist eher an einer Spezialklinik zu finden) vorzutragen. Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter. Ich wünsche Ihnen alles Gute! Roland Timmel

  23. Sehr geehrter Herr Timmel,

    z.Zt. teste ich neue Hörgeräte, aktuell das oticon Go Pro. Mein altes Gerät ist das oticon Atlas+ mit welchem ich sehr zufrieden gewesen bin. Meine Schwerhörigkeit beschränkt sich überwiegend auf den Hochton-Bereich (relativ starker Abfall), die tiefen Töne höre ich fast normal. Da ich mich mit dem Oticon-Gerät sehr wohl gefühlt habe, würde ich gerne bei den Dänen bleiben. Meine Frage ist nun, welche Modellreihe für mich am besten geeignet ist, auch hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnisses. Würden Sie sagen, dass ein Go Pro schon mehr kann als ein Atlas+ oder ist in meinem Fall doch ein anderes Modell zu bevorzugen?!

    Vielen Dank für Ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen Markus H.

    1. Hallo Marcus H.,

      ja, Ihre Vermutung ist schon richtig. Mit dem GoPro „segeln“ Sie einfach zu tief um von dem technischen Fortschritt wirklich etwas zu erleben. Das GoPro hat zwar einen Chip neuer Generation, aber gegenüber dem Atlas+ sogar weniger Einstellmöglichkeiten für den Akustiker. Sie sollten mal zu ActoPro greifen. Das ist ein „würdiger“ Nachfolger Ihres alten Gerätes. Das hat schon automatische Richtwirkung und Spracherkennung (beides wichtig im Lärm). Wenigstens testen!
      MfG Roland Timmel

  24. Sehr geehrte Herr Timmel,
    ich habe vor 3 jahren hörgeräte, model sony-natura, eigenleistung 1000 EUR für beide, bei einem ohrenarzt gekauft,weil ich schwerhörig bin,habe sie aber nur ab und zu benuzt. seit 10 monatenbenutze ich sie ständig aber ich habe gemerkt, dass diese hörgeräte nicht mehr laut genug sind um zu hören .habe bei meinem arkustiker versucht sie lauter stellen zu lassen aber war ohne erfolg.weil die geräte schon beim maximum laut eingestellt worden sind, wurde mir zumindest gesagt. könnten sie mir bitte eine empfehlung geben, was ich machen soll, kann man diese hörgeräte reparieren oder sind sie nicht mehr für mich geeignet oder muss ich neue geräte kaufen ,was würden sie mir empfehlen. alledings habe ich gehört das ich keine zuzahlung von der krankenkasse kriege, weil 6 jahre noch nicht vorbei sind.

    1. Hallo Ibrahim,
      Sie schildern ein großes Problem, welches in ähnlicher Form öfter auftritt. Sie haben Hörgeräte nicht im Fachgeschäft bei einem Hörgeräteakustikermeister gekauft sondern beim HNO-Arzt. Dann sollten Sie sich an ihn wenden mit Ihrem Wunsch, die Geräte neu einzustellen. Allerdings werden Sie dann die Schwächen des sogenannten „verkürzten Versorgungsweges“ noch deutlicher erkennen: Keine Meister-Qualifikation für Hörgeräteanpassung, keine umfassende Beratung zu einem Produktsegment von ca. 2000 Markenprodukten, keine vergleichende Anpassung verschiedener Geräte, keine umfassende Nachsorge. Die Firma SANOMED, die die Sonic-Hörgeräte über HNO-Ärzte (an den örtlichen Akustikern vorbei) zum Vorteil der HNO-Ärzte vertrieben hat, gibt es nicht mehr. Vielleicht war ja das ausschlaggebende Argument damals, daß alles günstiger u. billiger sein würde? Also: Wenn der HNO-Arzt damals Geld verdient hat, soll er sich jetzt auch kümmern. Ansonsten wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, um Ihre Ansprüche durchzusetzen. Notfalls müssen die eben vorzeitig wieder Hörgeräte (wenigstens anteilig) finanzieren. Dann können Sie zu einem örtlichen Akustiker gehen. Die Kasse hätte ja vor 3 Jahren die Versorgung auf diesem rechtlich sehr umstrittenen Versorgungsweg (in der HNO-Praxis) ablehnen können. Schließlich sollen Ärzte ja Medizin und keinen Handel betreiben. Zu diesem Thema können Sie sich auch Rat beim Deutschen Schwerhörigenbund holen. Die Webseite finden Sie unter „Links“ im Menü oben.

  25. Ich habe Probleme mit der Auswahl des richtigen Hörsystems. Im Gespräch klappt alles sehr ordentlich. Große Probleme habe ich im Theater. Hat da jemand Erfahrungen.

    Heinz Tamm

  26. Liebe Christine M.,

    nun wird´s aber wirklich speziell. Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß ich vertiefte Beratung erstens ungern mache, weil das aus der Ferne nun mal nicht so gut geht u. zweitens auch nicht kostenfrei tun kann. Schließlich ist auch meine Zeit knapp und muß mit Geldverdienen verbracht werden. Ich bin mir sicher, daß Sie in Ihrer Umgebung einen Kollegen finden, der sowohl Ihre Fragen geduldig beantwortet, als auch mit Ihnen verschiedene Geräte testet. Nur eines in Ihrer Schilderung paßt nicht: links 100% Wortverständnis bei 60 dB bei einer Hörschwelle von 40 – 45 dB. Welche Bauform u. Otoplastik für Sie am günstigsten ist, muß nach Ohrenbeschau ermittelt werden. Dazu kann ich keinen Rat geben. In Ihrem Interesse habe ich Ihren Fall nicht zur Veröffentlichung freigegeben, da hier nicht mehr allgemeine Dinge besprochen werden. Sollten Sie weiteren direkten Rat von mir wünschen, so muß ich Ihnen leider Geld abverlangen (nach Aufwand). MfG Roland Timmel

  27. Sehr geehrter Herr Timmel,
    nachdem ich einige Hörgeräteakustiker aufgesucht habe
    (die Beratungen waren erschreckend unterschiedlich !),
    habe ich nun einen vertrauenserweckenden gefunden.
    Dennoch einige Fragen:
    Ist das Audeo S Mini,technisch u. qualitativ gleich mit Audeo S Smart,bis auf die erweiterte Möglichkeit der
    Anbindung an andere Geräte?(macht das alleine den höheren Preis aus ?)
    Was ich gar nicht verstehe,ist die geschaffene Möglichkeit zur Übertragung des Fernsehtones.
    Ich gehe davon aus ,dass ein Hörgerät das Hörvermögen am Fernseher auch verbessert.
    Wo ist der „kick“?
    Dank im voraus.
    MfG
    KuMa

    1. Hallo KuMa,

      folgende Vorteile hat das etwas größere „Smart“:

      – größere Zelle (312er statt 10er) für längere Laufzeit,
      – Knopf zur Programmumschaltung,
      – Anbindung an Drahtlos-Zubehör.

      Der „Kick“ besteht darin, daß der TV-Ton (auch anderes möglich) direkt im Ohr erzeugt wird. Demgegenüber bekommen Sie auf dem Weg vom TV-Lautsprecher zum Ohr immer einen Hall (Raumklang) dazu, der die Verständlichkeit vermindert. Alles klar?

      MfG Roland Timmel

  28. Sehr geehrter herr Timmel,
    mit meinem Akustiker probiere ich z.Zt. neue Hörgeräte aus. Aktuell: GO PRO von Oticon. Weil
    hauptsächlich die hohen Töne im Minus sind, habe ich über Vigo Pro von Oticon gelesen, dass
    dieses Gerät diesen Mangel optimal ausgleichen würde. Können Sie mir einen Rat dazu geben?
    Auch über das Preis-Leistungsverhältnis?
    Vielen Dank im Voraus.
    W.Werner

    1. Hallo Herr Werner,
      also grundsätzlich sind sie bei Oticon schon gut aufgehoben, weil Oticon in der Branche als dafür bekannt ist, sich in besonderer Weise um Hochtonverstärkung zu kümmern. Allerdings ist GoPro nun wirklich die einfachste Lösung von Oticon. Mit VigoPro haben Sie zwei entscheidende Vorteile. Erstens eine bessere Rückkopplungskontrolle u. zweitens eine Spracherkennung u. Hervorhebung. Nebenbei kann der Akustiker das Gerät noch viel feiner einstellen. Würde ich Ihnen also unbedingt empfehlen. Es ist die Mehrkosten wert.

      Viel Erfolg!

      Roland Timmel

  29. Lieber Herr Dr. Timmel.
    Sie halten nicht viel von zuzahlungsfreien Geräten ?
    Aus Sicht der Akustiker sind die sogenannten „Kssengeräte“ ja per se „schlechte Wahl“ .
    Aber warum sollen sie, ordentliche Einstellung und Anpassung vorausgesetzt , eigentlich so schlecht sein ? Es sind schließlich auch volldigitale Geräte . M.E. ist die richtige Einstellung/ Anpassung ausschlaggebend.
    Freundliche Grüße

    1. Hallo Fr. M.,

      die derzeitigen Kassengeräte sind natürlich mit moderner Technologie, d.h. digitaler Technik, ausgerüstet. Sie haben aber i.d.R. keine oder nur rudimentäre Automatikfunktionen u. lassen sich nur relativ grob einstellen im Vergleich zu höherwertigen Geräten. Sicher gibt es Versorgungsfälle, wo das reicht oder wo eben aus Kostengründen nichts anderes geht. Aber das sollte man nicht so auslegen, daß Kassengeräte großartig seien. Sie sind immer „Nebenprodukt“ (extrem abgespeckt bzgl. der Funktionen) der technologischen Entwicklungen der Hersteller und werden praktisch durch die höherwertigen Produkte subventioniert. Wer einen komplizierten Hörschaden oder hohe Ansprüche an die Natürlichkeit des Klangs, Bedienkomfort oder Verstehqualität auch in schwierigen Hörsituationen hat, der schaut nach den aktuellsten Produkten. Und die werden von mir besprochen. Ich hoffe, die Antwort hilft Ihnen etwas weiter. MfG Roland Timmel

  30. Ich habe 1996 bei der Fa.Neuroth eigentlich ein sehr gutes Hörgerät – Oticon- Tego Pro bekommen. Bis auf gewisse Rückkopplungsprobleme hat mich nur immer gestört das ich die Stimmen
    hinter mir stärker empfand als vor mir.Da ich mir jetzt neue Geräte Kaufen möchte bin ich mir nicht so sicher ob ich ein Exlia-art-von Phonak oder ein Agil Pro -Oticon nehmen soll.Von der Lautstärke her reichen mir die Alten Geräte vollauf.Was mich stört ist einfach der Raumton hinter mir so störend, ist das ich meinen <Gesprächspartner vor mir nur schlecht verstehen.Ich hoffe Sie können mir einen Tipp geben

    1. Ich habe da zwei Unklarheiten. Erstens gab es das TegoPro erst ab ca. 2005 u. zweitens gibt es (bei uns in Deutschland) das ExeliaArt offiziell nicht mehr. Zur Entscheidung. Meistens bleiben zufriedene Benutzer bei dem bisherigen Hersteller. Da fällt der Umstieg auf ein neues Gerät leichter, weil Klang u. Signalverarbeitungsstrategie meist ähnlicher sind als bei ganz anderen Geräten anderer Hersteller. Wenn Sie allerdings mit dem Raumton ja Probleme hatten, empfiehlt es sich das Ambra von Phonak (Nachfolger von ExeliaArt) zu testen. Das hat bei beidseitiger Benutzung zumindest bessere Richtwirkung. Wenn Sie beide testen, wäre ich an Ihrem Urteil sehr interessiert.

  31. Hallo Herr Timmel,

    habe 70% innenohr schwerhörigkeit seit Geburt und teste momentan neue Hörgeräte, leider zuzahlungsfrei.habe das Oticon Go, Sprache finde ich gut nur hohe Töne werden geschluckt.

    Gibt es eigentlich für diesen Hörverlust schöne mini Dünschlauch Hörgeräte die auch zuzahlungsfrei sind? Man hört ja immer, je kleiner je mehr muss man selbst dazu bezahlen, traurig sowas.

    viele grüße
    marco

    1. Hallo, Ihre Angaben sind zu dürftig, um eindeutige Empfehlungen abzugeben. Wahrscheinlich sind aber die kleinen HdOs mit Dünnschlauch ohnehin zu schwach für Sie. Der Dünnschlauch ist akustisch eine schlechte Lösung, da er für hohe Töne eine starke Dämpfung besitzt. Somit sind diese Geräte nur für geringgradige Schwerhörigkeiten ausreichend. Nebenbei sind sie sowohl in der Anschaffung, als auch im Unterhalt teurer (durch stärkeren Verschleiß). Das läßt sich nicht wegwünschen. Solange die Krankenkassen für den gesamten Versorgungsprozeß incl. 6 Jahre (!) Nachbetreuung nur ca. 400 zahlen, werden diese Geräte wohl eine Zuzahlung erfordern. Aber trösten Sie sich – wahrscheinlich sind sie ohnehin für Sie keine gute Lösung.

      MfG Roland Timmel

  32. Sehr geehrter Herr Timmel
    Ich habe seit 2002 nach Hörstürzen eine Tieftonschwerhörigkeit (Hörschwelle 55 dB) mit Tinnitus (bei 250 kHz) und Hyperakusis. Ich verstehe Männerstimmen immer schlechter zugleich sind Kinderstimmen zu grell, ausserhalb der Wohnung trage ich immer Musiker-Gehörschutz.
    Zurzeit bin ich bei der 3. Suche nach passenden Hörgeräten, aktuell habe ich das Widex Clear 440 c4-m-CB zur Probe. Obwohl dieses Gerät angenehmer erscheint gegenüber den Geräten vor einigen Jahren, ist es doch auch zu laut, d.h. ich höre zum Tinnitus auch noch das Eigengeräusch des Gerätes – es gibt zuviel Lärm und die Verständlichkeit ist nicht besser. Welche Hörgeräte sind für den Tieftonbereich geeignet? Und welche reduzieren die Nebengeräusche wirklich? Mein junger Akustiker scheint überfordert zu sein.
    Besten Dank für Ihre Hilfe!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dora Steinweg

    1. Hallo Frau Steinweg,
      es tut mir leid, daß ich Ihnen zuerst mitteilen muß, daß Sie da eine sehr schwere Aufgabe an Ihren Akustiker herangetragen haben. Tiefton-Schwerhörigkeit ist schon mal relativ selten u. nur schwer zu rehabilitieren. Dazu noch Tinnitus und Lärmempfindlichkeit ergibt eine ganz schwierige Mischung. Das Clear-c4-m-CB ist ansich schon mal ein sehr gutes, weil besonders klangstarkes Gerät. Natürlich ist da Vieles auch eine Sache der Programmierung. Da kann ich leider nicht helfen. Von der Geräteauswahl bzgl. Klang fallen mir noch Geräte von Bernafon (channelfree) ein. Da könnten Sie vielleicht mal Verité (mit externem Hörer) erproben. Nicht zu offen u. nicht zu laut. Evtl. müssen Sie auch in Ihrer Nähe nochmal einen anderen Akustiker um Rat und Hilfe bitten.
      Ich wünsche viel Erfolg!
      Roland Timmel

  33. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich teste zur Zeit Hörgeräte und interessiere mich in diesem Zusammenhang für das Widex clear 440 Fusion mit HP- Hörer. Sind HdO- Hörgeräte mit externem Hörer im Vergleich zum normalen Hörer weniger anfällig für Rückkopplungen und falls ja, braucht dann die Otoplastik nicht mehr so stramm zu sitzen wie bei einem HdO- Hörgerät mit normalen Hörer?

    Mit freundlichen Grüßen

    Strobel

    1. Sehr geehrter Herr Timmel,
      vielen Dank für Ihre Auskunft. Habe den Widex Fusion zunächst nur auf dem besseren Ohr getetet mit positiven Erfahrungen. Möchte nun es auch auf dem schlechteren Ohr testen, allerdings warte ich nun schon ewig lange auf die Ohrstücke mit den externen Hörern. Vor
      4 Wochen wurde der 1. Abdruck gemacht, das Ohrstück kam nach 2 Wochen und stellte sich als nicht passgenau heraus. Deahalb wurde nochmals ein Abdruck gemacht und jetzt warte ich schon wieder 2 Wochen darauf. Ist das normal?
      Mit freundlichen Grüßen
      Strobel

    2. Ja, die Position des externen Hörers kurz vor dem Trommelfell ermöglicht die gleiche Wirkung mit geringerer Leistung. Zudem ist der Frequenzgang besser (glatter) und geht auch stärker zu den hohen Tönen, was zu besserem Sprachverstehen bei geringerer Lautstärke führen kann. Weiterhin können keine internen Hörgeräte-Rückkopplungen auftreten (zwischen Hörer und Mikrofon im Gehäuse). Somit ergibt sich ein Vorteil, der für eine bessere Belüftung bzw. bequemeren Sitz genutzt werden kann. Allerdings sollte man den Effekt auch nicht überschätzen. Auf alle Fälle ist er es wert es auszuprobieren.

  34. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel, vielen Dank für Ihre sehr interessante und informative Seite.
    Ich bin gerade dabei, ein passendes Hörsystem für mich zu finden und da ich ganz unerfahren auf diesem Gebiet bin (es sind meine ersten Hörsysteme) haben mir Ihre Informationen sehr geholfen. Trotzdem habe ich noch einige offene Fragen:
    In den letzten 3 Wochen habe ich „Agil Ex mini“ von OTICON und „Mind 2 mini“ von WIDEX getestet, wobei der Klang bei Musikwiedergabe bei Agil mir voller erschien, und bei Widdex-Geräte eher hallig.
    Beim Akustiker wurden mir auch Hörsysteme von HANSATON (uzw. Auriga Mini) vorgestellt (aber noch nicht getestet), Haben Sie evtl. Information auch zu den Geräten dieser Firma?
    Vielen Dank im voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Nina S.
    Würde mich freuen,

    Zur Zeit bin ich im Kontakt mit einer Hörgeräte-Akustikerin die mir zuerst ein Phonax Gerät zur
    Probe überliess.

    1. Hallo,

      ja, technische Informationen habe ich, aber ich benutze keine Geräte von Hansaton. Deshalb kann ich kaum etwas dazu sagen. Es ist ein schönes kleines HdO mit Dünnschlauch-Ankopplung (ähnlich dem Mind-2-mini). Agil-Ex-mini dagegen ist ja mit ausgelagertem Hörer. Akustisch grundsätzlich überlegen, ist es aber auch in einer deutlich höheren Liga angesiedelt als Mind-2.

  35. Hallo Herr Timmel,

    ich freue mich, dass es Ihre tolle Seite gibt, denn ein Kunde von Hörgeräten ist doch recht einsam ohne neutrale Beratung eines Insiders! Die Akustiker wollen ja vor allem eines: gut verkaufen!
    Ich schlage mich derzeit mit der Auswahl eines HdO Gerätes herum, dass man mit Minischlauch und mit Winkel tragen kann ohne viel Zuzahlung leisten zu müssen. Nachdem ich schon einiges getestet habe, stehe ich nun zwischen zwei Geräten, die ich beide klanglich recht gut finde für ihr Preissegment und möchte mich gern für die „bessere“ technische Ausstattung entscheiden. Zu welchem Gerät würden Sie mir raten, Siemens intuis life oder Audio Service Riva 2 ?
    Vielen Dank für Ihre Beratung im Voraus,
    mfg
    Angela H.

    1. Siemens Intuis life hat nur ein Mikrofon u. somit immer „Rundum-Empfang“, Riva2 hat 2 Mikrofone und kann damit auf Richtungshören umstellen. Das ist besonders hilfreich im Lärm.

  36. Zur Zeit bin ich im Kontakt mit einer Hörgeräte-Akustikerin die mir zuerst ein Phonax Gerät zur
    Probe überliess. Nun habe ich Siemens Pure 101 und dann 301 ausprobiert. Da ich aber das 101 Gerät weitaus preiswerter finde, möchte ich gerne erfahren worin sich die Geräte technisch unterscheiden und ob das preiswertere (101) Qualitativ akzeptabel ist
    Ihrer Anwort gerne engegensehend!
    E.S..

  37. Hallo zusammen,
    ich schlage mich nun schon eine ganz weile mit folgendem Problem rum.
    Ich habe Hörgeräte von der Fa.Starkey (im Ohr Variante Destiny 400),leider sind Sie
    abwechselnd recht oder links kaputt.
    Jetzt suche ich einen anderen Hersteller, würde mich über eine Empfehlung freuen.
    Besten Dank.

    1. Hallo, ich kenne die Qualität von Starkey und auch diesen Gerätetyp. Die sind bzgl. Ausfallquote nicht besser u. nicht schlechter als andere Markenprodukte. Ich vermute ein individuelles Problem z.B. mit zuviel Feuchtigkeit oder Ohrenschmalz im Gehörgang. Das kann der Fachmann vor Ort (wenn er die entsprechende Erfahrung hat) in Zusammenarbeit mit Starkey durch Umbau meist verbessern. Aber es gibt natürlich auch Fälle, in denen ein IdO einfach nicht geeignet und ein HdO die bessere Wahl ist.
      Mein Tipp: Mal zu einem IdO-Spezialisten gehen.

  38. Sehr geehrter Herr Trimmel,

    gleich an erster Stelle – ein grosses Lob an Sie. Diese Seite und ihr Service ist super.

    Nun kurz zu meiner Person: ich bin 39 Jahre alt und setzte mich gerade mit meiner ersten Hoergeraetanschaffung auseinander. Mein Hoerverlust befindet sich hauptsaechlich im Hochtonbereich (500 Hz – 25db, 750Hz – 35db, 1000 hz – 40db, 2000 Hz – 45db, 4000 Hz – 50db).
    Spontan wurde mir von der Akustikerin hier vor Ort (Dubai) zu einem Phonak Audeo S mini geraten (wobei nur das IX verfuegbar ist). Da diese Akustikerin alllerdings keine Probezeit gestattet, hab ich weitergesucht und eine andere Akustikerin hier gefunden. Probieren waere bei ihr kein Problem, jedoch hab ich sie eben nach genau dem Audeo S gefragt. Und sie kennt aber die Zusatzbezeichnung S nicht und weiss nicht wovon ich spreche. Sie vermutet, dass das S etwas mit dem Lautsprecher zu tun hat… Diese Unsicherheit uebretraegt sich natuerlich etwas auf mich. Ob ich dort wohl gut beraten waere?
    Koennten Sie mir kurz den Unterschied zw. dem Audeo und dem Audeo S erklaeren? Und zu welchem Geraet wuerden Sie spontan fuer mich greifen?

    Vielen Dank. MfG, Gudrun.D.

    1. Hallo Herr Trimmel,

      ich habe jetzt gestern mein erstes Testgeraet erhalten – Phonak Audeo Smart 9. Was soll ich sagen – das Sprachverstehen ist um vieles besser. Die Nebengeraeusche – rascheln,Schritte, Harre empfinde ich als sehr unangenehm, genauso das Gefuehl etwas im Ohr zu haben (habe sehr kleine, enge gehoergaenge). Puh, heut morgen hab ich die Dinger einfach mal rausgenommen – nicht mehr ausgehalten. Nachmittag war besser. Das Gefuehl das vieles sehr blechern klingt habe ich auch. In zwei Woche soll ich ein Oticon zum testen bekommen. Agil oder Agil Pro? Wozu wuerden sie raten?
      Vielen herzlichen Dank, G.D.

    2. Hallo Frau D.,

      seit Herbst 2010 gibt es eine neue Chip-Platfform „Spice“, daher das „S“. Diese neuen Geräte können allerhand mehr, als die Bisherigen. Da ich sie noch nicht selbst erprobt habe, sind sie von mir noch nicht besprochen worden. Die Audoe-Gehäuseformen „YES“, „Mini“ u. „Smart“ sind geblieben. Es gibt eine neue, schönere Fernsteuerung, aber vorallem eine binaurale Koordination, d.h. die Geräte (linkes u. rechtes) „telefonieren“ ständig per Funk miteinander und optimieren somit das Hören u. Verstehen. Das bringt für sogenannte schwierige Situationen grundsätzlich allerhand. (Gibt es von Oticon schon länger – siehe dort) Ist natürlich sinnlos, wenn Sie nur ein Hörgerät benötigen – das weiß ich nun nicht, weil Sie es nicht erwähnten. Natürlich sind „die Neuen“ auch teurer. Das IX-er ist natürlich am besten, aber auch richtig teuer. Ob Sie das brauchen oder schon mit einem III-er bzw. V-er Ihr Ziel erreichen, können Sie nur durch vergleichende Erprobung (im Alltag!) herausfinden. Grundsätzlich ist ein umgänglicher, lernbereiter Akustiker vorzuziehen gegenüber einem, der zwar mehr weiß, aber stur ist. Eine Hörgeräte-Erstanschaffung ohne Erprobung erscheint mir nahezu undenkbar. Vielleicht können Sie aber die erste Akustikerin auch überzeugen (notfalls mit Geld). Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören, wie Sie weiter gekommen sind.

      MfG Roland Timmel

  39. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich war mit meinem 82-jährigen Vater zur Anpassung eines neuen Hörgerätes beim Hörgeräteakustiker. Die Beratung war gut, der Service freundlich. Vereinbart wurde ein zweiwöchiges Probetragen eines Standardsystemes und anschließend eines Mittelklassesystems. Beim anschließenden Hausbesuch eines anderen Hörgeräteakustikers der Filiale paßte dieser meinem Vater zuerst ein Mittelklassegerät (Zuzahlung 1100 €) an und war anscheinend enttäuscht, daß mein Vater auf dem Standardgerät bestand. Leider war ich nicht zugegen, um die Anpassung zu überprüfen. Jetzt ergeben sich folgende Fragen für mich: Wie kann ich überprüfen, ob die Anpassung des Standardgerätes optimal durchgeführt worden ist und wie ist das Gerät Hansaton Base 2 zu bewerten. Ist dies ein aktuelles Gerät, welches in dem Standardsegment empfehlenswert ist? Kann ev. der Ohrenarzt die Anpassung durch den Hörgeräteakustiker überprüfen?
    Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe,
    W. Reichel

    1. Hallo Herr Reichel,

      ich würde unbedingt das Gespräch mit dem (ersten) Akustiker suchen, damit etwaige Unklarheiten und Mißverständnisse ausgeräumt werden können. Ich selbst habe das Base-2 noch nicht benutzt, kenne aber ähnliche Typen. Es ist ein sehr einfaches Trimmergerät ohne Lautstärkeautomatik. Das würde ich meinem Vater nicht zumuten, denn da muß er wahrscheinlich öfter die Verstärkung nachregeln, damit es ihm angenehm ist. Es wird nur mit Schraubendreher eingestellt (3 Trimmer), nicht mit PC programmiert. Es hat keine Rückkopplungsunterdrückung, das ist auch nicht zeitgemäß. Eben ganz billig. Da kommt auf keiner Seite Freude auf – nicht beim Akustiker und auch nicht bei Ihrem Vater, sofern er überhaupt noch etwas aktiv kommuniziert. Besonders schwierig wird´s, wenn der Hörverlust schon kräftig ist, dann pfeifen solche einfachen Geräte schnell. Das nervt gewaltig. Das Mittelklassegerät ist sicher geeignet, aber auch schon im Zuzahlungsbereich 300 – 500 Euro gibt es brauchbare HdOs mit Verstärkungsautomatik und Rückkopplungsunterdrückung. Sollten Sie keine akzeptablen Angebote bekommen, so schicken Sie mir mal bitte die Hörkurve(n), dann nenne ich Ihnen geeignete Typen. Bei Preisen halte ich mich aber zurück. Jeder macht sein eigenes Sortiment und auch eigene Kalkulationen.

  40. Guten Abend Herr Timmel,
    durch Zufall bin ich auf Ihre tolle Web-Seite gestoßen und staune mit welchen Engagement Sie die Seite pflegen.
    Ich stehe vor der Neubeschaffung von 2 Hörgeräten. Trage seit vielen Jahren HdOs und komme eigentlich ganz gut klar damit. Da ich beruflich viel telefoniere (iPhone) möchte ich gern wissen, ob des mittlerweile Geräte gibt, die neben der Bluetooth-Kopplung auch über ein Mikro verfügen, welches die Sprache zum Handy überträgt und somit den Wechsel auf ein Bluetooth Headset überflüssig macht?

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    Freundliche Grüße aus Dessau

    W. Hettwer

    1. Hallo Herr Hettwer,

      nein Bluetooth gibt es nicht in Hörgeräten. Das frißt zuviel Strom. Aber z.B. bei Oticon, Bernafon, Phonak und Unitron finden Sie „indirekte“ Bluetooth-Technik, d.h. das Koppelglied (u.a. auch als Fernsteuerung benutzbar) hängt um den Hals und hat ein Mikrofon, womit es Ihre Sprache aufnimmt und per Bluetooth z.B. zu Ihrem Handy sendet. Somit brauchen Sie außer Ihrem Handy nichts weiter. Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiter helfen.

  41. Sehr geehrter Herr Timmel!

    Zuerst einmal vielen Dank für diese tolle Homepage und Ihr Engagement!

    Meine Frage bezieht sich auf Hörgeräte für Manager. In meinem Fall geht es nicht um die Sichtbarkeit des Geräts oder Batterielaufzeit (kann gerne Batterie wechseln wenn es sein muss), sondern darum bei Meetings die Gesprächspartner (auch Chinesen die Englisch reden) so gut wie möglich zu verstehen; darüber hinaus sollten auch Telefongespräche verständlich sein. Welche Kombination von Hörgerät und Mobiltelefon – meinen Sie – wäre am besten geeignet um bestmöglich kommunizieren zu können?

    Mit herzlichen Grüßen aus Malaysia
    Mark Macqueen

    1. Hallo Herr Macqueen,

      das läßt sich nicht so einfach beantworten. Das hängt vom Grad u. der Art der Hörstörung, der Anatomie (Platzverhältnisse im Ohr), den Hörumgebungen u. a. ab. Das läßt sich nur in einem persönlichen, ausführlichen Beratungsgespräch mit einem Fachmann klären. Wenn die Hörstörung noch nicht so groß ist u. der Gehörgang ausreichend groß ist, so ist ein tiefsitzendes Mini-IdO (CIC) meist die beste Wahl. Das macht man früh rein u. abends raus. Mehr muß nicht sein. Sollte ein starker Hörverlust ausgeglichen werden, so sind meist HdOs die bessere Wahl. Dann erscheint mir die Möglichkeit einer Bluetooth-Anbindung wichtig. Das gibt es inzwischen von mehreren Anbietern, allerdings nur im oberen Produktsegment (Komfort u. Premium). Also, gehen Sie zu einem Akustiker. Der wird Sie untersuchen u. ausführlich beraten. Bei uns in Deutschland ist dieser erste Termin grundsätzlich kostenfrei. Viel Erfolg wünscht

      Roland Timmel

      PS: Es würde mich interessieren, wie Sie sich entschieden haben u. welche Erfahrungen Sie machen.

  42. Sehr geehrter Herr Timmel,
    Ich bin Sänger in einer fünfköpfigen Acappella-Gesangsgruppe. Leider fällt mir das genaue
    Hören und somit das genaue Singen zunehmend schwerer. Vor meiner Schwerhörigkeit war
    ich ein sicherer Sänger. Da ein neues Hörgerät ansteht, nun meine Frage . Welche Hörgeräte
    wären in diesem Fall für mich besonders geeignet? Meine Schwerhörigkeit ist inzwischen hochgradig.
    Danke für die Antwort und freundliche Grüße
    Werner T.

    1. Hallo Herr Tetzlaff,

      Ihre Anforderungen sind hoch. Hörgeräte sind keine HiFi-Geräte und je stärker sie sein müssen, umso schwieriger ist es mit der Klangqualität. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Channelfree-Geräten von Bernafon gemacht. Leider haben die keine richtigen Power-Geräte mit dieser Technik. Ob da etwas geht, müßte Ihr Akustiker beurteilen/erproben. Ansonsten auch kann ich auch empfehlen Starkey u. Widex abzuklopfen. Siemens hat jetzt neue Modelle rausgebracht, die ich noch nicht beurteilen kann.
      Für weitere Auskünfte brauche ich Ihr Audiogramm. MfG Roland Timmel

  43. Sehr geehrter Herr Timmel,
    Sie loben einerseits das Phonak Exelia als das z. Zeit fortschrittlichste System auf dem markt als auch das Oticon Agil, bei dem die Beschreibung auch super ist. Welches der beiden Geräte ist nun das bessere? Oder falls man das nicht sagen kann, was sind die Vor- und Nachteile bzw. Stärken und Schwächen dieser Geräte im Vergleich?
    Gibt es Hörgerätelösungen für Menschen, die beruflich ein Stethoskop nutzen müssen? Was würden Sie empfehlen?
    Wovon hängt es ab, ob ein Hörgerät einen Tinnitus eher verbressert oder verschlechtert? Was muss man beachten?
    MfG
    Werner E.

    1. 1. Das ExeliaArt ist derzeit das Spitzenprodukt von Phonak und hat als Besonderheit die Funktion „SoundRecover“, d.h. hohe Frequenzen können in tiefere gewandelt werden. Das ist hilfreich für Leute mit sehr starkem Hochtonverlust, denen herkömmliche Hochtonverstärkung nichts mehr nützt. Weiter gibt es die Phonak-Geräte in allen Bauformen und Stärken.
      2. AgilPro von Oticon ist jünger und besticht durch einen hervorragenden Klang sowie sehr gutes Richtungshören und besonders einfache Anbindung per Bluetooth.
      3. Die Nutzung eines Stethoskopes ist schwierig. Die sehr tiefen Töne (z.B. vom Herzen) werden von Hörgeräten nicht verstärkt. Wenn das Tieftongehör noch gut ist, kann ja offen versorgt werden. Dann kommen die Töne vom Stethoskop wie zuvor ins Ohr. Hauptsache das Hörgerät stört dabei nicht. Rückkopplung und mechanischer Druck sollte vermieden werden. Gute Erfahrungen habe ich mit kleinen HdOs, die mit Minischlauch oder externem Hörer ausgestattet sind (bei offenem tiefsitzendem Stöpsel-Ohrstück).
      4. Tinnitus-Kunden lehnen i.d.R. einen Gehörgangsverschluß vehement ab. Hier gilt also so offen wie möglich zu versorgen. Generell habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn der Tinnitus-Kunde seinen Hörverlust durch ein Hörgerät behebt. Dann mindert das zu ca. 3/4 der Fälle den Tinnitus. Bei manchen wird er sogar unhörbar, solange das Gerät benutzt wird.

  44. Hallo, also die angesprochenen Geräte kenne ich nicht – sie sind nicht beim unabhängigen Akustiker erhältlich sondern i.d.R. nur als „Versandhandelsprodukt“ in der HNO-Praxis. Genau da liegt der Haken: Im günstigsten Fall paßt das Produkt gut zu Ihnen u. Ihrem Problem. Aber auch dann fehlt die tägliche Verfügbarkeit eines Fachmanns (Hörakustikmeister) für Beratung u. Service. Im ungünstigeren (u. wahrscheinlicheren) Fall, daß diese 2 Geräte (aus den insgesamt 2000 am Markt gängigen Geräten) nicht optimal sind, haben Sie dazu noch mangelhafte Geräteleistung. Wenn Sie die Serviceleistung über 6 Jahre (gängige Vertragspraxis) berücksichtigen, die Sie beim unabhängigen Akustiker bekommen und in der HNO-Praxis i.d.R. nicht, so werden Sie sicher – wie viele andere Kunden u. auch die meisten Fachleute – zu dem Schluß kommen, daß Sie beim unabhängigen Akustiker besser aufgehoben sind. Da verdient allerdings Ihr HNO-Arzt dann kein zusätzliches Geld an der Versorgung …

  45. Hallo H. Trimmel
    leider brauche ich ein Hörgerät und bin damit total überfordert. Nun meine Frage ..mein HNO- Arzthatt mich mit einem freien MA der Firma auric vermittelt nun bin ich aber auch im grübel ob das so gut ist den der Preiß würde sich echt für mich lohnen wenn ich so vergleiche…darum werde ich unverbindlich 2 Geräte von denen Testen ..einmal die TitanX Externo und das Model smart…könnten sie mir helfen…

    mfg Antonio C.

  46. Das erscheint in der Tat als sehr schwierig. Vor rund 10 Jahren hat sich Oticon mit DigiFocus-SKI erstmalig diesem Problem „Hochtonsteilabfall“ gestellt und eine funktionierende Strategie und Hardware auf den Markt gebracht. Gebraucht werden ausreichend viele Frequenzbänder, eine hohe Flankensteilheit der Filter und ein sehr rauscharmes Gerät. Ich würde nach wie vor bei Oticon zuerst nachschauen. Aktuell: Epoq – ansonsten haben Siemens und Phonak im High-End-Bereich auch geeignete Technik. Allerdings sollte der Akustiker mit der Anpassung solcher Fälle auch Erfahrungen haben. Fragen Sie danach!

  47. Sehr geehrter Herr Timmel
    Ich habe lt. Akustiker ein seltenes Hörproblem.
    Bis 2k 5dB Verlust. Bei 4k 90dB. Aussage: Der Hörverlust kann mit einem Hörgerät nicht ausgeglichen werden. Stimmt das? Oder gibt es doch ein Gerät der diesen Spagat schafft?
    Vielen Dank für Ihre Antwort
    MfG

  48. Die Hersteller verbauen i.d.R. ihre Chips sowohl in HdO- als auch IdO-Geräten aller Bauformen und Leistungsklassen. IdOs sind ebenso ausgereift wie HdOs, haben allerdings generell Nachteile und Vorteile gegenüber den HdOs. Das betrifft die Energieversorgung (Batteriegröße, Laufzeit), Handhabung (Größe, Schalter usw., Einsetzen), Belüftung des Gehörganges usw. Das sollten Sie vor Ort mit einem Hörakustiker besprechen. Da läßt sich ohne Kenntnisse des individuellen Bedarfs kein seriöser Rat abgeben.

  49. Sehr geehrte Damen und Herren,

    mir hat heute mein HNo Arzt empfohlen ein Hörgerät zu tragen.

    Er meinte dann noch zum Schluss, dass die HdO Geräte in der Technik ausgereifter sind als die IdO Geräte.

    Stimmt diese Aussage?

    Da meine Haare meine Ohren es verdecken, spielt es für mich keine Rolle ob das Gerät zu sehen ist oder nicht. Ich möchte die möglichst beste Leistung.

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    mfg

    Brigitta H.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *