Auswahl von Hörgeräten

Wer im Begriff ist, sich Hörgeräte anzuschaffen hat die Qual der Wahl – es gibt nämlich wahrscheinlich an die 2000 verschiedene (seriöse) Hörsysteme. Damit die Orientierung einfacher wird, benutzen wir eine Klassifizierung der Qualität, die ganz einfach zu verstehen ist.  (Zum Betrachten bitte auf die Tabelle klicken!)

Die technischen notwendigen Produkteigenschaften wird Ihr Hörakustiker aus dem Grad und der Art der Hörstörung ableiten. Für die Auswahl eines für Sie geeigneten Produktes sind aber viele weitere Kriterien wichtig. Deshalb wird Ihr Akustiker in einem (oder mehreren) Beratung(en) versuchen, Ihre individuellen Bedürfnisse zu erfassen. Dazu ist es nützlich, wenn Sie sich über einige Fragen schon im Vorfeld versuchen Klarheit zu verschaffen:

  • Will ich, dass niemand das Hörgerät sieht, ist es mir egal, oder soll es auffällig sein?
  • Will ich das Hörgerät steuern und optimieren, oder soll mir eine Automatik möglichst alles abnehmen?
  • In welchen Situationen brauche ich das Gerät?
  • Sind extreme Anforderungen (Nässe,  Schweiß , Staub o.ä) z.B. durch Arbeit oder Sport zu erwarten?
  • Soll das Gerät mit Zubehör (z.B. TV, Stereoanlage, Telefon) gekoppelt werden?

Vorweg sollten aber noch etliche andere Aspekte auch betrachtet werden. Dies habe ich in einem kurzen Hörgeräte-Einkaufsratgeber zusammengestellt, welchen Sie hier herunterladen können.

152 Kommentare zu “Auswahl von Hörgeräten

  1. Sehr geehrter Herr Timmel!
    Vielleicht können Sie mir durch ihr fundiertes Fachwissen einen Tipp geben.
    Ich bin 41 Jahre wurde bei der Diagnose Otosklerose links einmal und rechts bereits 2 x operiert. Zuletzt wurde rechts ein Titampiston eingesetzt, leider ohne Vrebesserung der Hörkurve. Rechts beträgt mein Hörverlust im Frequenzbereich von 1500-6000 Hz zwischen 50 und 60 dB.
    Ich trage nun seit einigen Tagen das iO Hörgerät Phonak Venture 70 Familie mit dem Ohrstück SE Phonak Nano einseitig (das linke Ohr ist deutlich besser). Ich bin natürlich noch in der Einstellungsphase, aber im Grunde ist der erste Eindruck nicht so schlecht.
    Heute war mein erster Arbeitstag mit HG. Ich bin praktische Ärztin und arbeite sehr viel mit dem Stethoskop. Haben Sie Erfahrungen mit iO Hörgeräten, an die die Olive des Stethoskopes einfach aufgesetzt wird? Ist das möglich?
    Für mich war das Gefühl beim Abhören heute eher unangenehm und ich hatte den Eindruck ohne HG fast einen besseres Klangrelebnis zu erzielen.
    Falls ich noch ein zweites Gerät teste, hätten Sie eine Empfehlung?
    Ich würde mich sehr über Ihre Rückmeldung freuen.
    Liebe Grüße
    Marion B.

    1. Hallo Marion,
      Versorgungen bei Ärzten die ein Stethoskop benutzen müssen, sind nicht so einfach. Habe ich aber schon gut lösen können. Bitte schicken Sie mir Ihre Audiogrammen (als PDF per eMail), damit ich eine Geräteempfehlung abgeben kann.
      MfG Roland Timmel

  2. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich höre besonders die hohen Frequenzen weniger.
    Ich suche gerade nach meinen ersten Geräten, kenne mich nicht aus und schwanke zwischen Kindevo3410 (Von Starkey soweit ich es verstanden habe, mit Programmautomatik, upgrade-Funktion und iphon-compatibel) und Kind zeno Ex K3 (von Oticon soweit ich es verstanden habe, auch mit Programmautomatik). Das Evo hatte zunächst ein lautes Eigengeräusch (wie ein Dieselmotor), das die Akkustikerin dann insofern wegbekam, als sie die zugehörigen Frequenzen drosselte. Nun ist es dafür in ruhigen Gesprächssituationen nicht so „brilliant“ wie das Zeno, ich höre aber dafür keinerlei störende Nebengeräusche und auch in lauten Umgebungen wird die Sprache super herausgefiltert. Beide sind leicht und nicht zu spüren, ich fürchte eher, sie zu verlieren, aber das scheint mir auf längere Sicht besser, als sie ständig als Fremdkörper (unangenehm) zu spüren. Können Sie mir die Entscheidung erleichtern? Was ist, wenn sich mein Gehör in den nächsten Jahren weiter verschlechtert, worauf muss ich da achten? Was wäre bei der Bedienung über ein Iphone der Vorteil?

    1. Hallo Silke,
      ich kenne das Eigenmarkensortiment von KIND nicht ausreichend, um Ihnen verläßliche Tipps geben zu können. Die Recherge ist mir auch etwas zu mühsam. Vielleicht sollten Sie mal vor Ort einen unabhängigen Akustiker aufsuchen, der Originalprodukte anbietet? Generell haben die inzwischen durchgängig digitalen Hörsysteme einen großen Anpaßbereich, so daß auch eine mäßige Verschlechterung des Gehörs entsprechend dem Alterungsprozesses kein Problem darstellen sollte. Akustiker sollten alle mit ausreichender Reserve versorgen. Eine iPhone-Steuerung ist für „Spielfritzen“ interessant und wenn man eines hat, braucht man keine Fernsteuerung für die Hörgeräte kaufen.
      Ich hoffe, meine kurze Antwort ist für Sie hilfreich.
      Roland Timmel

  3. Guten Tag,
    heute war ich beim Akustiker zum ersten Beratungsgespräch für Ohrgeräte.
    Sein Zitat lautet “ Aufzahlungsfreie Ohrgeräte sind alle gleich, es lohnt sich nicht sie untereinander zu vergleichen“ Stimmt das?
    Mit freundlichen Grüßen.

    1. Hallo Herr Fraccapani,
      Tatsache ist, daß die eigenanteilsfreien Hörgeräte schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen sehr billige Hörgeräte sein müssen – sonst verdient der Akustiker nichts oder macht sogar Miese. Laut aktuellen Verträgen muß jeder Akustiker jedem Kunden ein Modell anbieten. Es ist aber durchaus möglich, daß verschiedene Akustiker auch verschiedene Modelle anbieten. Gleich sind sie sicher nicht, aber ob damit Ihr Problem gelöst werden kann, kann ich nicht wissen. Also, im Bedarfsfall kann man schon mal verschiedene Modelle ausprobieren. Meiner Erfahrung nach, bekommt man aber schon für ca. 100 Euro Eigentanteil deutlich bessere Technik. Da Zeit auch Geld bedeutet (jedenfalls bei Berufstätigen), würde ich nicht viel Zeit auf „Nulltarifgeräte“ verwenden.
      MfG Roland Timmel

  4. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich habe seit einem Unfall vor 23 Jahren eine starke Hochtonschwerhörigkeit beidseits (Steilabfall ab 1kHz, 30dB, bei 3kHz bereits 80dB) und bin seit 12 Jahren mit Phonak Geräten versorgt, aktuell mit dem Phonak Certena Micro. Zuletzt fällt mir das Hören aber immer schwerer (bin 39 Jahre), bei der Frequenzverlegung in den tieferen Bereich merke ich keinen Unterschied, eher mehr Anstrengung beim Hören.
    Ich teste gerade das Phonak Audeo V mit externem Hörer, was mir beim Verständnis etwas besser vorkommt, aber meine Ohren „nässen“ durch den Fremdkörper im Gehörgang sehr stark und ich weiß nicht, ob das der Hörer auf Dauer aushält. Ich habe in den vielen Leserbriefen sehr oft von Oticon-Geräten gelesen – gibt es da einen Unterschied?
    Mein Akustiker hat gemeint, dass bei meinem Hörverlust wohl auch ein besseres Gerät nicht mehr hilft, mein HNO-Arzt empfiehlt mir ein Cochlea-Implantat! Nur eine kurze Elektrode für den Hochtonbereich (EAS von MedEl), aber als Risiko der OP habe ich erfahren, dass das Innenohr derart beeinträchtigt sein kann, dass auch die tiefen Frequenzen danach weg sind!!!
    Das macht mir große Angst, weil ich jetzt schon ziemlich kämpfe.
    Es wird für mich eine Sonderanfertigung überlegt, wo ich nur das Rondo und kein Riesen-Ohrstück habe – wie funktioniert das verbleibende HG mit dem Implantat? Gibts da ein Zusammenarbeiten der Geräte oder habe ich nur 2 Einzel-Systeme ohne Abstimmung? Welches Gerät passt Ihrer Erfahrung nach zum EAS von MedEl? Oder gibt es von einer anderen Firma eine kurze Elektrode mit einem besseren Zusammenspiel mit normalen Hörgeräten? In der Klinik bekomme ich auf diese Fragen keine Antwort, zuerst soll ich operieren, alles Weitere käme danach, weil dafür der Techniker zuständig wäre. Dieser ist meines Wissens aber kein HG-Akustiker, sondern ein Spezialist für das Implantat seiner Firma. Und ich kann der OP doch nicht zustimmen, bevor ich über meine Möglichkeiten Bescheid weiß, oder?
    Es tut mir Leid, ich bin ziemlich ratlos, aber nachdem ich heute den ganzen Tag Ihre fachkundigen Antworten im Blog gelesen habe, möchte ich auch zu meinem speziellen Problem Ihre Einschätzung wissen.
    Liebe Grüße,
    Ruth

    1. Liebe Ruth,
      entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt antworte. Der bewegende Bericht hat mich erstmal etwas ratlos gemacht – na und, was nicht gleich erledigt wird, gerät schnell mal in Vergessenheit.
      Also, mit CI und besonders CI plus Hörgerät kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ich kann die Befürchtungen verstehen. Ich rate dazu tatsächlich ersteinmal noch mehrere Hörgeräte verschiedener Hersteller zu erproben – da gibt´s nämlich tatsächlich viele Unterschiede. Dummerweise weiß man vorher meist nicht, welche Technik bei wem wie funktioniert. Also durchprobieren! Vorzugsweise nur die Spitzengeräte, das verkürzt das Ausschlußverfahren. Wenn man dann ein passendes Spitzengerät gefunden hat, kann man ja von diesem Hersteller nochmal etwas Billigeres ausprobieren. Ex-Hörer haben tatsächlich in einem feuchten Gehörgang nur ein kurzes Leben. Das wird auf die Dauer teuer!
      Ich hoffe, diese Antwort hilft etwas. Ich wünsche Erfolg!
      MfG Roland Timmel

  5. Sehr geehrter Herr Timmel.
    können Sie mir sagen, welches aktuelle Gerät von Phonak ungefähr die gleiche Qualität hat wie das ältere Audeo S Smart 1 ?
    Mit freundlichen Grüßen
    Otto Ernst

    1. Hallo Herr Ernst,
      das Audeo S Smart 1 habe ich selbst nie benutzt. Es war das billigste Ex-Hörer-Gerät von Phonak.
      Derzeit ist das das Audeo V30, welches aber natürlich inzwischen mehr kann.
      MfG Roland Timmel

  6. Hallo,
    Sie sollten diese Grafik mal austauschen, denn sie entspricht bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik und den Anforderungen der KK und Hertseller. Seit November 2013 fordern Kassen digitale Technik und eine Grundausstattung, die in Ihrer Tabelle im Mittelfeld steht,

    Danke

    Tobias

  7. Hallo Herr Timmel,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihre Seite und die Mühe die Sie sich hiermit machen. Ich habe eine vielleicht etwas ausgefallene Frage, für die ich ein wenig aushole:

    Ich wurde in den letzten Jahren fünfmal wg. eines Cholesteatoms operiert und habe neben einer großen Radikalhöhle einen Hörverlust von 76% (Frequenztabelle Rösner) einseitig. Ein zwischenzeitlich wieder entferntes Implantat brachte keine Verbesserung.
    Ich habe noch kein Hörgerät erworben, jedoch eines gefunden –Widex Dream 440-, welches meinen Hörverlust optimal ausgleicht und auf diesem Ohr auch ein Sprachverstehen von 100% ermöglicht. „Besondere Anforderungen an ein Hörgerät stelle ich nicht, außer dass ich damit hören möchte wie mit einem gesunden Ohr.“ Die private Krankenkasse lehnt die Bezahlung ab, da das Gerät aus ihrer Sicht über Ausstattungsmerkmale (unspezifiziert) verfügt, die medizinisch nicht notwendig sind (Analog der BGH Rechtsprechung vom 22. April 2015 Az. IV ZR 419/13). Mit den von der Krankenkasse vorgeschlagenen günstigen Geräten (die natürlich auch über ähnliche Zusatzausstattungen verfügen) war aber nur ein Sprachverstehen von maximal 55% möglich.

    Dementsprechend würde mich interessieren ob es solch „spartanische“ ausgestattete Hörgeräte ohne Zusatzfunktionen aber in entsprechender Hörqualität aus Ihrer Sicht überhaupt gibt? Mir kommt es vergleichsweise so vor, als müsste ich mit meinem Akustiker einen Sportwagen suchen, der aber keine Fensterheber oder ein Radio serienmäßig haben darf.

    1. Hallo Herr Birkelbach,

      der Fall folgt einem mir bekannten Muster. Die Krankenkassen wollen die
      Kosten deckeln. In Ihrem Fall sehe ich gute Chancen, daß Sie das
      erfolgreich erprobte Dream-440-FS erstattet bekommen, denn

      1. Sie haben keine Begrenzung in Ihrem Vertrag mit der privaten
      Krankenkasse.
      2. Ihr Akustiker sollte durch Messungen belegen können, daß Sie mit dem
      Dream deutlich besser hören/verstehen als mit den vorgeschlagenen
      günstigeren Modellen.
      3. Zusätzlich sollten Sie nach Probetragen aller Geräte (mindestens 1
      Woche jeweils) schriftlich beschreiben, welche Unterschiede in Ihrem
      Alltag aufgetreten sind und Ihnen das mehr an Verstehen wichtig ist.

      Dann müssen Sie notfalls mit der Kasse streiten. Die müßten dann
      nachweisen, daß Sie mit den Vergleichsmodellen genauso gut
      hören/verstehen können. Das werde die nicht schaffen.

      Ich wünsche viel Erfolg!

      Roland Timmel

      PS: Die Vergleichsgeräte sind ganz ordentliche Mittelklasse, aber
      wirklich nicht mit dem Dream-440-FS vergleichbar.

  8. Vielen Dank Herr Timmel.
    Das deckt sich mit der Aussage meines Akustikers.

    Wie unterscheiden sich Phonak und Bernafon in der technisch höchsten Ausbauform abgesehen vom subjektiven Empfinden.
    Welches ist weiter entwickelt bzw. auf den neusten stand der Technik.
    bei Bernafon finde ich selbst nicht so viel Info.
    Oder sind Beide Geräte bei den technischen Eigenschaften gleichwertig.
    Danke.
    Gruß
    Erik

    1. Hallo Erik,

      da ich mit meiner Arbeit (Und Beratung ist auch Arbeit!) Geld verdienen muß, gebe ich hier im Blog immer nur einmal kostenfrei Auskunft. Die auf Ihre Fragen war schon ungewöhnlich umfänglich. Wenn Sie weitere Beratung wünschen, so mache ich das gern gegen Gebühr.

      Bitte schicken Sie mir ein eMail an info@dr-timmel.de

      MfG Roland Timmel

  9. Hallo Herr Timmel,
    nach einer Chemo ist mein Gehör 2011 so schlecht geworden, dass ich seit Jan.2012 2 Phonak Audeo S Smart IX HdO mit RIC und offene Doms trage.
    Seit Juli 2015 bin ich wegen der besseren Anpassung und einer leichte Hörverschlechterung auf Anraten meines Akustikers auf cShells umgstiegen (mehr Leistungsausbeute bei weniger Rückkoplungsautomatik). Da ich links immer Mimikgrräusche mit und ohne Batterie durch die cShell habe wurden die cShells mehrmals neu gebaut. Letztmalig beide mit Abstützung, da Phonak der Meinung war, dass das Ohrgewebe an das Vent kommt und so die Geräusch entstehen.
    Jetzt habe ich auf beiden Seiten die Geräusche , die entstehen, wenn ich z.B. die Augen-brauen hochziehe (Mimikgräusch).
    Der Akustiker hat reklamiert und nun cShells bestellt, die besonders tief im Ohr sitzen und keine Abstützung mehr haben.
    Was kann ich noch machen, wenn der Erfolg damit aus bleibt? Geschlossene oder Powerdoms verwenden?
    Eigentlich wollte ich 2012 CIC Geräte, habe mich dann für ein zukunfssicheres Audeo S Smart IV entschieden, da es einen Mehrwert gegenüber eines Smart Mini bei nur unerheblich größerer Bauweise hat und einige Funktionen mehr bietet. Mitentscheidend waren die unauffälligen RICs und meine relativ kleinen Ohröffnungen. Nun habe ich mit den cShells mit Abstützung die Nachteile einer klassischen auffälligen Otoplastik und die Nachteile eines HdO Geräts gegenüber eines CICs.
    Da ich jetzt bei den nächsten Hörgerärten CISs probieren will, meinte mein Akustiker, dass ich bei den nächsten Geräten CIS von Bernafon ausprobieren sollte, da die die Ohrstücke noch per Hand fertigen würden.
    Kann man Bernafon mit Phonak denn vergleichen?
    Ich empfand die Phonaks bisher als technisch sehr ausgereift.
    Wie ist Audeo V90 mit dem Chip Venture im Vergleich zum besten Bernafon zu sehen.
    Die Phonaks habe ich immer im Vollautomatik Modus stehen und reguliere nur die Lautstärke.
    Ich höre gerne Musik und habe zu Hause eine Bose Lifestile 235 Souround Anlage am TV bei der die Phonaks manchmal an ihre Grenzen stoßen und ich entweder Hörgeräte oder Soundanlage etwas lauter stellen muss. Sitze aber auch nicht frontal sodern schräg zu den Boxen.
    Vielen Dank für einen Tipp.

    M.f.G.
    Erik

    1. Hallo Erik,
      das ist ja eine lange Anfrage mit etlichen Fragen. Hier nur ganz kurz: Otoplastik-Auswahl und -Fertigung ist eine Kunst, die viel Erfahrung benötigt. Manchmal braucht man auch Fehlversuche, selten gelingt es überhaupt nicht. Aus der Ferne kann ich da schlecht raten. Grundsätzlich bewegt sich nur der äußere Teil des Gehörganges, d.h. wenn das Ohrstück kurz ist u. so tief sitzen kann, daß der äußere Teil nicht „belästigt“ wird, sollte es auch keine „Mimik-Geräusche“ geben. Wenn ich allerdings lese, daß die Gehörgänge klein sind, dann geht das evtl. nicht. Für CICs (Kleinst-Im-Ohr-Geräte) gilt Vorstehendes genauso. Phonak hat Micro-CICs im Angebot, Bernafon kann auch sehr schön klein bauen (Manufaktur-Bau). Da die Signalverarbeitung beider Hersteller sehr verschieden ist, würde ich empfehlen die Elektronik vorher als HdO zu erproben und dann das bessere System als IdO bauen zu lassen.
      MfG Roland Timmel

  10. Lieber Herr Dr. Timmler,

    habe mich nun des Öfteren auf Ihrer Website herumgetrieben und viele wissenswerte Informationen gefunden.

    Vielen Dank an dieser Stelle für Ihre Mühe und Arbeit, die Sie sich gemacht haben.

    Habe als erstes Audio Service Mood G16-Geräte getestet mit kpl. abgeschalteten Automatikfunktionen für ein Terzo-Hörtraining.
    Die Hörgeräte wurden für diesen Zweck für meinen Geschmack sehr laut eingestellt. Mit dem Klang war ich ansonsten zufrieden.

    Da mir das anfängliche Vertrauen zu diesem Akustiker abhanden gekommen war, habe ich zu einem anderen Kollegen gewechselt.

    Habe zunächst ein „Unitron Moxi² E“ getragen, welches nach meinem Dafürhalten auch relativ laut eingestellt waren. Den Klang habe ich als etwas hell, aber nicht unangenehm empfunden. Der Vorteil (manchmal auch Nachteil): Ich höre jetzt Frequenzbereiche, die mir auch mit den alten Hörgeräten kpl. abhanden gekommen sind.

    Ich verstehe jetzt auch wieder TV-Beiträge mit der gleichen Lautstärkeeinstellung wie meine Frau, die m.E. 110% hört, wenn es so etwas gibt (wie beim Sehen).

    Zur Zeit trage ich „Unitron Moxi² 16“ Geräte, die wesentlich „sanfter“ auftreten. Das führe ich auf die automatische Filterung der Nebengeräusche zurück.
    Bei dem ersten Test mit diesen Geräten habe ich ca. 80% richtige Ergebnisse beim Hören insbesondere von Vokalen p, b, m, d, usw., erzielen können.

    Leider habe ich bei den aktuellen Geräten den Eindruck dass neben den Hintergrundgeräuschen aber auch *zu viele* Geräusche gefiltert werden wie bspw. Vogelzwitschern.

    Jetzt beschäftigt mich eine Frage: Sind die Automatikfilter, die u.a. bei höherpreisigen Geräten herausgestellt werden, wirklich von Vorteil? Wäre es nicht besser, zu lernen, die unerwünschten Nebengeräusche wieder selbst zu filtern, so wie es ein „normal“ hörender Mesch auch muss? Man nimmt ja bspw. auch das Geräusch einer Straßenbahn oder Kuckucksuhr nicht mehr war sondern filtert es heraus.

    Daraus folgert meine zweite Frage: Welches Hörtraining könnnen Sie neben den o.g. empfehlen?

    Danke für Info und schöne Grüße
    RN

    1. Lieber Herr Dr. Timmel,

      vielen Dank für Ihre Antwort und Entschuldigung, daß ich Ihren Namen verunstaltet habe. So etwas sollte nicht passieren. Entschuldigung!

      Ich habe mich jetzt tatsächlich für die “Unitron Moxi² E”, also die Kassengeräte, entschieden, weil ich bei nochmaligen Hör-Vergleich – zeitlich direkt hintereinander – der beiden Hörgeräteklassen exakt die gleiche Verständnisquote (80%) erreicht habe.

      Dazu habe ich mir eine Fernbedienung geleistet, die das rasche Umschalten der Programme und die Reduzierung der Lautstärke bei sehr lauten Verkehrslärm doch sehr erleichtern (zumal bei zwei Geräten).

      Ihre Webseite mit den Hörtraining-Tipps habe ich zwischenzeitlich auch gefunden und werde die Hinweise gerne in eigenem Interesse umsetzen, so wie Sie die in Ihrer Antwort empfohlen haben, bspw. durch Besprechen und Abhören von eigenen Texten, z.T. mit Hintergrundgeräuschen, angelehnt an das Terzo-Training.

      Ihre Antwort bestätigt meine Vermutung, daß die Auswahl der Hörgeräte doch auch eine gewisse Akzeptanz einer neuen. wieder lauteren Umgebung erforderlich macht.

      Beste Grüße
      Rudolf N.

    2. Hallo Herr N.,
      das beste Hörtraining ist einfach wieder im Alltag richtig viel zu hören. Deshalb wird ja beim Terzo-Training auch ein hochwertiges Hörsystem benutzt. Die meisten (hochbetagten) Kunden mit ihrer gewaltigen Hörentwöhnung würden Hörsysteme ohne „Weichspül-Automatik“ überhaupt nicht akzeptieren. Wenn Sie da anders sind, dann haben Sie gute Chancen tatsächlich wieder viel mehr wahrzunehmen. Aber das ist ja eben auch ein Lern-Prozeß, bei dem Sie eine qualifizierte Begleitung brauchen. Ein besonderes Hörtraining biete ich hier nicht an. Ein aktiver Alltag genügt da meist. Sie können Sich aber selbst auch etwas vorlesen – sehr gut geeignet, um die eigene Stimme wieder besser wahrzunehmen. Auch ein Partner kann vorlesen. Gern auch mit wachsender Schwierigkeit (z.B. bei Störgeräuschen). Können Sie alles gut allein organisieren. Verursacht auch keine weiteren Kosten. Bei den hochpreisigen Geräten kann man die Automatikfunktionen auch individuell justieren (z.B. auch reduzieren). Auch in mehreren Programmen unterschiedlich, was praktisch ist. Dann kann man die Störschallunterdrückung z.B. für Programm 1 (zuhause) rausnehmen, aber in P2 (Stadtgetümmel) reinnehmen. Besprechen Sie das mit Ihrem Akustiker, denn der muß es tun und Ihnen ein entsprechend geeignetes Hörgerätemodell empfehlen.
      MfG Roland Timmel

  11. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,
    gibt es bei den Ohrpassstücken für Hdo Geräten eine bestimmte Größe für die „Lüftungsbohrlöcher“Es gibt Meinungen, die können ruhig etwas groß sein, dann würde die Fechtigkeit im Ohr schnell abziehen. Die andere Meinung sagt: Das Loch muß klein sein, weil sonst ein Großteil des Schalleingangs gleich wieder durch das große Bohrloch verschwindet. Wie lautet Ihre Meinung ?

    Werner Dobelstein

    1. Hallo Herr Dobelstein,
      die Größe der Zusatzbohrung ist von vielen Faktoren abhängig. Frequenzabhängiger Hörverlust, anatomische Verhältnisse, verwendete Hörgeräte-Elektronik, individueller Verstärkungsbedarf, überwiegende Art der Hörsituationen u.v.m. fließen in die Wahl der Größe der Zusatzbohrung ein. Sie muß individuell bestimmt werden u. ist eine „Kunst“ die Erfahrung erfordert. Seit Einführung der Digitaltechnik und der damit verfügbaren digitalen Rückkopplungsunterdrückung wurde gern sehr offen angepaßt. Das ist zwar spontan sehr angenehm für den Benutzer, aber die Techniken zur Störlärmunterdrückung, die es seit einigen Jahren gibt, wirken nur mit kleinen Bohrungen. Also, wie so oft im Leben, kann man nicht alles gleichzeitig bekommen.
      MfG Roland Timmel

  12. Herr Dr. Timmel, haben Sie vielen Dank für die hilfreiche Antwort. Mit den Blogs toppen Sie Ihre sehr informative Website, die ich allen Betroffenen nur empfehlen kann! Herzlichen Gruß
    Moritz

  13. Ihre Seite ist enorm informativ. Mein Kompliment! Mein Problem:
    Ich habe eine altersbedingte (71 Jahre) Schwerhörigkeit: 30% Minderung bis 1 KHz und bis 6 KHz ansteigend auf 70% in den hohen Tönen.
    Der eine Akustiker machte mir Ohrstücke und gab mir Phonax Bolero 50 zum testen (ohne auf RICs hinzuweisen). Das war mir zu blechern, bei klassischer Musik gibt’s in den hohen Tönen schnell Verzerrungen (also kein Genuss). Ich habe dann eine 2. Variante leiser stellen lassen, mit weniger starken hohen Tönen. Da wurde der Klang schon besser. Die Innengeräusche finde ich weiter lästig.
    Der zweite zu Rate gezogene Akustiker fand ein Hörgerät mit externem Lautsprecher (RIC, die ich gar nicht kannte) für mich optimal, da ich die tiefen Töne noch ganz gut höre. Tatsächlich empfinde ich den Klang des Starkey Z-90 als sehr gut. Bei der Sprachverständlichkeit ist kaum ein Unterschied zu dem Phonax zu bemerken. Die Innengeräusche fehlen naturgemäß. Auch hier habe ich eine zweite etwas schwächere Variante einstellen lasssen, die das Musikhören noch angenehmer macht.

    Nun lese ich bei Ihnen, dass Sie die RIC-Technik nicht so gut finden. Gilt das auch für meine relativ moderate Schwerhörigkeit? Ihre Kritikpunkte treffen bei mir nicht zu (eventuell bis auf mögliche „häufigere Hörerausfälle, die höhere Reparaturkosten bedingen“). Für den natürlicheren Klang würde ich die Kosten gerne tragen.

    Der erste Akustiker führte an, dass bei stärkerer Schwerhörigkeit ein RIC-Hörgerät schnell am Ende sei. Der zweite sah bei mir kein Problem, weil eine schnelle Veränderung des Gehörs nicht zu erwarten sei und auch RICs relativ gut zu steigern seien.
    Herzlichen Gruß
    Ihr Klaus Moritz

    1. Hallo Herr Moritz,
      das Wichtigste haben Sie schon getan – es ausprobiert. Wenn Ihre Gehörgänge geeignet und Sie nicht soviel Ohrenschmalz produzieren, spricht nichts gegen die Wahl von RIC-Geräten. Wenn Sie dann eben ca. alle 2 Jahre neue Hörer anbauen lassen, ist alles gut. Leistungsmäßig sollte es auch langfristig gehen – schließlich gibt´s ja auch noch stärkere Hörer, die man dann anbauen kann.
      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  14. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,
    gibt es eine generelle Aussage darüber,ob ein Hörgerät mit Ohrpaßstück sinnvoller gegenüber einem Hörgerät mit im Ohr liegenden „Lautsprecher“ ist. Mich interessieren kleine Bauart, fast unsichtbar etc. überhaupt nicht.
    Für Ihre Mühe im voraus besten Dank.

    Werner Dobelstein

    1. Hallo Herr Dobelstein,
      grundsätzlich sind Hörer im Gehörgang die bessere Lösung, da der Schall dann auf kurzem Wege direkt ans Trommelfell geliefert wird. Da entfallen also Dämpfung und Resonanzen des Schallschlauches. Allerdings gibt es einige Dinge die verhindern, daß es die beste Universallösung ist:
      – zu enge und winklige Gehörgänge,
      – nässende Ohren,
      – Ohrenschmalz,
      – fragilere Handhabung,
      – häufigere Hörerausfälle bedingen höhere Reparaturkosten.

      Deshalb sollte das im konkreten Fall auch immer mit einem erfahrenen Hörakustiker abgeklärt werden. In jedem Fall ist ein individuelles Ohrstück zu empfehlen für sicheren Sitz, optimale Akustik und als Hörerschutz.

      Mit freundlichen Grüßen
      Roland Timmel

  15. Guten Tag Herr Timmel,

    nach meinem zweiten Hörsturz habe ich auf dem rechten Ohr eine hochgradige Hörschädigung (Hochton, 69db) mit Tinnitus. Da ich Brillenträger bin würde ich gerne eine IdO-Lösung vorziehen (wenn möglich). Zudem betreibe ich viel Sport, vorwiegend Radfahren. Hier sehe ich Probleme mit a: der Schweißbildung, b: dem Helmgurt der recht eng um das Ohr herumgeht und c: der Brille. Optische Gründe hat das natürlich auch.

    Welche Bauform und Hersteller würden Sie mir empfehlen? Was halten Sie von Hörbrillen?

    Besten Dank und viele Grüße.
    Markus

    1. Hallo Markus,
      von Hörbrillen halte ich nicht viel, weil sie doch nicht immer gut einsetzbar sind (z.B. beim Sport). Außerdem wechseln die meisten Brillenträger über den Tag schon mal ihre Brille. Von IdOs halte ich sehr viel – in den meisten Fällen findet man da auch eine gute Lösung. Allerdings brauchen Sie dafür einen sehr erfahrenen Akustiker, der sich diesem Thema hingebungsvoll annimmt. Solche Akustiker gibt´s allerdings nur selten. Der deutsche Markt hat nur noch ca. 7% IdOs. Ich mache selbst knapp 50%. Eine weitergehende Beratung kann ich nur mit vielen weiteren Informationen und gegen Gebühr machen. Bitte per Kontaktformular anfragen.
      MfG Roland Timmel

  16. Hallo Herr Timmel,
    ich suche ein gutes und haltbares IIC-Hörgerät für einen engen Gehörgang. Ich habe eine leichte bis mittlere Schwerhörigkeit rechts im Mittelton-, links im Hochtonbereich.
    Mein Akustiker berät nur Richtung Phonak und meint Siemens hätte Qualitätsprobleme (häufige Reparaturen).
    Können Sie mir einen Rat zu Marke und Modell geben?
    Vielen Dank und viele Grüße

    1. Hallo Markus,
      die Anfrage ist doch etwas unscharf und so kann ich auch nur allgemein antworten. Ich habe bzgl. IIC gute Erfahrungen mit Starkey, Bernafon und Unitron gemacht. Phonak benutzt das gleiche Labor wie Unitron. Es spricht also nichts dagegen. Die Erfahrung des örtlichen Akustikers und seine Kommunikation mit dem Produzenten ist sehr wichtig. Oticon macht inzwischen auch IICs. AudioService sowieso. Mit Siemens habe ich keine Erfahrungen bei IIC. Ich hätte da aber auch keine Bange. Wichtig ist die persönliche Eignung (Platz, Geometrie, Ohrenschmalz u.a.) und die richtige Pflege. Trotzdem muß auch klar sein, daß IICs sehr stark belastet werden und öfter mal ein neues Mikrofon oder einen neuen Hörer brauchen. Also gibt´s nicht nur erhöhte Anschaffungs- sondern auch Folgekosten. Wer das in kauf nimmt, bekommt aber auch wirklich etwas ganz Feines. Weitere Beratung gern mit mehr Daten und dann auf Honorarbasis.
      MfG Roland Timmel

  17. Hallo Herr Timmel,
    danke für Ihre Internet Seiten!
    Ich stehe bei beiden Ohren ab ca. 2 kHz aufwärts bei 60dB. (außerdem habe ich ein paar nicht allzu störende Tinnituspfeifgeräusche) Die letzten 8 Jahre hatte ich GN Resound Air die ich aber nicht allzu oft verwendet habe. Jetzt habe ich (bei einer in Bayern weit verbreiteten Hörgerätekette) neue Geräte zum Testen. Zuerst ein Phonak (ein Folterinstrument, Papierknittern, Tellerklappern, Stuhlknarzen usw unerträglich laut), dann ein Oticon (schon besser aber obige Geräusche immer noch unangenehm). Dann jetzt gerade ein Siemens Pure 7bx Ex mit 2.0M Receiver. Das habe ich eingesetzt und – ahhh – angenehm 🙂 Vielleicht waren die ersten beiden ja auch nicht so passend eingestellt, jedenfalls scheinen die Unterschiede enorm zu sein. Wir haben dann noch die Verstärkung lauter Töne im Bereich um 2k etwas zurückgenommen weil ich gewisse Sprachlaute in diesem Bereich etwas zu laut fand und den Bereich bei 4-5K um 5 db lauter eingestellt damit ich auch die „S“ richtig hören kann.
    Die Richtmikrofontechnik der Geräte hilft mir sogar, in vollen Restaurants etwas besser zu verstehen, habe das getestet anhand eines Programms bei dem die Richtmikrofonwirkung ganz ausgeschaltet ist und eines bei dem sie dauerhaft angeschaltet ist. Jetzt frage ich mich ob / wie man die Geräte vielleicht noch weiter optimaler einstellen könnte. Habe mir eine Frequenzgeneratorsoftware für den PC besorgt um mal alle Frequenzbereiche abzuhören nach eventuellen Lücken oder Spitzen aber da höre ich mehr die nichtlineare Qualität der billigen Lautsprecher am Computer. Der Akustiker hat diese Möglichkeit aber anscheinend nicht.
    Es gibt auch die Siemens ACE mit gleicher Technik aber nicht binaural (aber gleicher Preis…). Sie würden mir optisch besser gefallen und ich fühle mich auch nicht 100% wohl bei dem Gedanken dass pausenlos durch meinen Kopf hindurch gefunkt wird, andererseits lese ich ständig wie toll gerade das Binaurale sei. Vielleicht teste ich das auch noch mit entsprechenden 2 Programmen (ein/aus).
    Leider sind die Marken, welche die Hörgerätekette führt, begrenzt und somit auch meine Auswahl. Die Siemens finde ich aber jedenfalls so prima, dass ich mich dafür wohl entscheiden werde.
    Bzw. würden Sie mir empfehlen, noch ein bestimmtes anderes Gerät zu testen?
    Grüße – Dieter

    1. Hallo Dieter,
      danke für den ausführlichen Bericht. Meine Antworten auf die enthaltenen Fragen: 1. Die ReSoundAir nicht regelmäßig benutzt zu haben, war ein Fehler. Denn dadurch ist das Gehör entwöhnt worden und hat´s jetzt schwerer, die vielen intensiven hellen Töne zu akzeptieren und auszuwerten. 2. Sicher könnte man auch Phonak- oder Oticon-Hörgeräte entsprechend sanfter programmieren. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß die spontan angenehmsten Hörsysteme (hier Pure-7-binax) dann meist auch langfristig die beste Lösung darstellt. 3. Die Feineinstellung nach Sinustönen über Lautsprecher ist nicht zielführend und geht meist richtig schief, da jeder Raum Resonanzen hat. 4. Die geschilderten sehr guten Erfahrungen mit Pure-7-binax sind gerade auf die Funkverbindung zwischen linkem und rechtem Gerät zurückzuführen. Wer sich vor der damit verbundenen Strahlung fürchtet, sollte schnellstens in den Weltraum auswandern, denn die Feldstärke entspricht in etwa der Stärke des Erdmagnetfeldes. 5. Siemens ACE funkt übrigens genauso hin und her. Diese kleinste Bauform hat allerdings keine Wireless-Spulen. Somit kann das vielfältige System-Zubehör von Siemens nicht genutzt werden. Halte ich für keine gute Idee. 6. Wenn Sie Sie Spaß am Hörgeräte-Testen und Akustiker-Quälen haben, so müssen Sie weiter testen. Wenn Sie noch Besseres mit Ihrer Zeit anzufangen wissen, kaufen Sie Pure-7-binax.
      Ich wünsche Kraft zur Entscheidung und Erfolg beim Hören und Verstehen und würde mich freuen zu erfahren, wie Sie sich entschieden haben.
      MfG Roland Timmel

  18. Sehr geehrter Herr Timmel
    Zuerst möchte ich Ihnen meine Hochachtung über Ihr einmalig tolles Engagement hier aussprechen!
    Ich habe eine beidseitige Tiefenschwerhörigkeit von um 65%. Ein Sprachverstehen ist, wenn die Personen nur einwenig entfernt von mir sind kaum noch möglich.
    Das letzte mal testete ich vor 3 Jahren Hörgeräte. Die einfachen machten alles noch viel schlimmer. Der Akustiker wollte mir dann sehr teure mit großer Zuzahlung „verkaufen“, welche ich bei meiner sehr kleiner Rente mir aber nicht leisten kann.
    Immer wieder liest man jedoch, das auch Hörgeräte das Sprachverstehen bei Tiefenschwerhörigkeit kaum oder garnicht verbessern.
    Im Grunde habe ich mich mit meiner Situation abgefunden. Nur jetzt habe ich im Januar eine Gerichtsverhandlung. In so einem Saal werde ich nichts verstehen.
    Muß das Gericht auf Rücksicht meiner Schwerhörigkeit mir dann nicht Kopfhörer geben??

    1. Hallo Herr Hinz,
      ob das Gericht Ihnen Kopfhörer o.ä. geben muß, kann ich nicht sagen. Da sollten Sie besser einen Rechtskundigen befragen oder im Gericht nachfragen. Vor einem Jahr wurden die Festbeträge für Hörgeräte und damit auch die Qualitätsanforderungen (auch für Nulltarif-Geräte) deutlich angehoben. Ich empfehle Ihnen deshalb nochmals einen Akustiker (evtl. auch einen anderen) aufzusuchen. Da findet sich sicher auch für einen schmalen Geldbeutel eine Lösung.
      Viel Erfolg wünscht
      Roland Timmel

  19. Guten Tag Herr Timmel,

    seit 1993 hatte ich 3 mal im rechten Ohr einen Hörsturz. Aktueller Stand ist, daß die Hörfähigkeit rechts äußerst schlecht ist. Erschweredn kommt hinzu, daß lautere Töne so verzerrt ankommen, daß ich dann durch die vom rechten Ohr kommenden verzerrten Geräusche insgesamt noch schlechter höre. Ich habe mir vor ca. 4 Jahren schon mal teuere Hörgeräte anpassen lassen und ausprobiert. Ich mußte sie aber wieder zurückgeben, weil das Hören durch die Verzerrungen im rechten Ohr eher schlechter statt besser wurde. Meine Frage an Sie ist, ob es heute Hörgeräte gibt, wo die im rechten Ohr ankommenden Schallwellen auf das linke Ohr übertragen werden können. Dann müßte ich bei Unterhaltungen nicht immer nachfragen, wenn jemand von rechts mit mir spricht.
    Danke im Voraus!

    Mit freundlichem Gruß

    Günther Gebhardt

  20. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich arbeite in der Sprachtherapie, habe mehrere Colesteatome gehabt und vor kurzem einen toxischen Innenohrschaden erlitten. Mein Hörvermögen liegt nun an der Grenze zur hochgradigen Schwerhörigkeit. Ich benötige also dringend ein Hörgerät. Momentan probiere ich das Phonak Naida Q70SP aus. Trotz intemsivem Hörtraining erziele ich hier nur ein 85% Sprachverstehen. (ohne Hörgerät bei 90 dB 100%). Nun soll aber ein Gerät mit einem externen Hörer angepasst werden, da ich auf einer Seite eine chronische Entzündung habe, die sich mit der geschlossenen Versorgung, trotz großer Bohrung, verschlechtert hat.
    Meine Frage an Sie lautet nun: Welches Gerät wäre für mich geeignet
    Anforderungen: benötige sehr gutes Sprachverstehen auch unter schwierigen Bedingungen, liebe Konzerte (Klassik und Jazz) und Theater, sollte mit Zubehör koppelbar sein, keine extremen Anforderungen in Bezug auf Nässe und Staub, möchte im Bedarfsfall das Gerät optimieren können und schließlich ist die Größe nicht ausschlaggebend, da meine Haare die Ohren bedecken.
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
    Herzliche Grüße
    S. D.

    1. Hallo S.,
      unklar ist mir, wie eine hochgradige Schwerhörigkeit zu einem 100%-Sprachverstehen bei 90 dB (unversorgt) paßt.
      Wenn Sie eine chronische Entzündung im Ohr haben, kann kein Hörgerät angepaßt werden, bei dem irgend etwas ins Ohr gesteckt werden muß. Da gibt´s dann entweder ein Knochenleitungsgerät z.B. kombiniert mit einer Brille (schwierig), oder ein impantiertes Knochenleitungsgerät (z.B. BAHA), wenn das Innenohr noch nicht so stark geschwächt ist. Ansonsten kann man auch eine CROS-Versorgung machen (siehe z.B. hier: http://www.phonak.com/de/b2c/de/products/hearing_instruments/cros/overview.html). Ihr Fall erscheint sehr komplex. Bitte lassen Sie sich von einem örtlichen Akustiker beraten, dem Sie die vollständige Diagnose und Empfehlung vorlegen.
      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  21. Hallo Herr Timmel, ich besitze aktuell noch meine heissgeliebten Phonak Supero 411. Leider ist nun das 2. Gerät kaputt gegangen und phonak hat gerade noch so die Ersatzteile zusammenkratzen können.
    Also komm ich wohl oder übel nicht drumrum neue Geräte zu suchen.
    Aktuell trage ich wie schon geschrieben phonak supero 411 ( heissgeliebt) und davor hatte ich phonak picoforte (pp-c). Mit beiden war ich sehr sehr zufrieden und bin nun auf der Suche nach neuen Geräten die als „nachfolger“ in frage kommen könnten. Auf Grund des beruflichen Umzugs musste ich schweren Herzens auf meinen Super Akustiker verzichten und mir einen neuen suchen..
    Daher hätte ich gerne gewusst welche Modelle theoretisch in frage kommen könnten. Am liebsten wäre mir phonak da meine Erfahrungswerte damit sehr positiv waren. Oticon war leider bei der letzten Anpassung leider nicht erfolgreich ( Pfeifen).
    Bevor ich mich von mehreren Akustikern beraten lasse wäre es gut zu wissen welche Geräte in frage kommen könnten.. Hab leider schon einige Akustiker durch die von ihrem Fach nicht so wirklich Ahnung haben.

    Da ich hier sehr viele gute Kommentare von Ihnen gefunden haben,dachte ich mir ich hol mir hier eine unabhängige Meinung dazu
    MFG

    1. Da Sie mit Supero-411 sehr starke Hörgeräte benutzen, möchte ich auf die Bedeutung einer perfekten Otoplastik hinweisen. Dann sollte auch ein Oticon-HG (z.B. Chili) nicht pfeifen. Außer Phonak gibts noch bei Unitron (Max), ReSound und Widex moderne und starke Hörgeräte. Da hilft nur Ausprobieren, welches von Klang und Sprachverstehen am besten hilft.

  22. Hallo Dr. Timmel,
    als erstes kurz zu meiner Situation ich bekam bitte des Jahres (2013) mehrere Hörstürze und bin auf beiden Ohren mittelgradig schwerhörig! Ich teste jetzt seit Oktober Hörgeräte und habe da schon für mich eingrenzen können das ich ich mit dem Klang der HdO Oticon Hit sehr zufrieden bin! Ich möchte aber CiC´s haben da ich durch die Brille und mit den Schläuchen am Ohr nicht klar komme! Nun sollen diese dann aber auch mit Fernbedienung zum Lautstärke regel sein da der Tinitus mal lauter und mal leiser ist, laut HNO ist das Tagesform abhängig! Ich möchte auch das die Geräte dann abdatefähig von Mittelklasse auf komfort sowie wasserfest!!! Können sie mir da Geräte empfehlen, denn ich befürchte meine Akkustikerin wird wieder in den Phonakbereich suchen und diese habe ich vom Klang für mich schon ausgeschlossen!!
    Ihre Seit ist sehr hilfreich bisher für mich gewesen da ich meiner Akkustikerin immer sagen konnte was ich testen will!!! Danke schon mal dafür!!!

    1. Hallo Frau Prüter,
      hier nur ganz kurz ein paar Hinweise: Oticon hat keine fernsteuerbaren CICs im Programm. Da müssen Sie schon auf Phonak, Starkey, Unitron oder Widex ausweichen. Richten Sie sich aber auf deutlich höhere Kosten ein. Und wasserdichte IdOs gibt´s meines Wissens von keinem Anbieter. Überdenken Sie nochmals Ihre Prioritäten und besprechen das am besten mit Ihrer Akustikerin.
      Viel Erfolg!

  23. Hallo Hr. Trimmel,
    zuerst möchte ich mich bei Ihnen für die guten Tips und Infos bedanken, die ich auf Iher Website gefunden habe. All dies hat mich bewogen, mich mehr mit meiner Hörgerätsuche zu befassen. Ich habe sogar den Akustiker gewechselt, weil ich den Eindruck hatte, als Kassenpatient nicht genug Beratung zu erfahren. Es scheint sich gebessert zu haben. Schön wäre es, wenn ich von Ihnnen eine Info zu den Hörgeräten bekommen könnte. Mein Akustiker hat mir hute 2 Riva 2 Duo zum Testen ausgehändigt. Wie ich nun mehrfach gelesen habe sind diese nicht mehr auf dem Markt, was mir nicht so wichtig ist. Wichtig ist, ob diese Geräte noch dem Stand der Technik entsprechen und für den Preis von 1000 € Brutto angemessen sind. Ich höre ca 80 % un im Hochtonbereich ca 60%. Sie sind mir als offenes System verordnet worde. Ich selbst habe einen guten Eindruck. Eine 2te Meinung wäre schon Interessant.
    Vieleicht können Sie mir helfen.
    mfg Walter Sch.

  24. hallo herr timmel,

    ich lese immer wieder, das ein großer anteil der qualität des gerätes letztlich vom hörgeräteakustiker abhängt.

    ich bin nun auf dem weg die ersten schritte zum hörgerät zu gehen (nach lärmtrauma vor 20 jahren dauerhafter beidseitiger tinitus mit hochtonschwerhörigkeit, sprachbereich nur „angekratzt“)

    woran merke ich, wie gut der akustiker ist? gibt es bewertungsportale für akustiker?

    gerne würde ich auch eine empfehlung von ihnen für mögliche geräte haben (mal schaun was der akustiker dazu sagt). Am liebsten wäre mir ein CIC gerät, aber ich lege höchsten wert auf realistischen klang (was auch ein grund ist, warum ich schon frühzeitig mit dem hörgerät beginnen möchte um den einstieg damit zu erleichtern).

    leider habe ich auch eine stark herabgesetzte schmerzschwelle bei lärm.

    ich dachte immer es gibt bestimmt ein gerät, welches die frequenzen, auf denen man noch gut hört, herausfiltert und durchlässt und nur die mit eingeschränkter wahrnehmung entsprechung des hörtestes verstärkt… was ich nun so gelesen habe, ist dies wahrscheinlich totale zukunftsmusik, oder sollte es etwas geben, was dieser vorstellung entspricht?

    herzliche grüße

    s. hölscher

    ich hoffe ja immernoch, dass es geräte gibt, die 1:1 auf die

    1. Hallo Herr Timmel,
      ich habe eine Verordnung über eine einseitige Verordnung, vorwiegend eine Hochtonschwerhörigkeit. Aber meine frage geht in eine andere richtung.
      Früher gab es an den Geräten die sogen. T-Taste womit ja wohl auf induktiven Empfang geschaltet wurde. (Induktionsschleife)
      Ich habe ihre Seite ziemlich gut durchgelesen aber nirgens etwas über den Induktivempfang gelesen. Da ich in unserer Kirchengemeinde vor einiger zeit eine solche Schleife – nebst zugehörigem Induktionsverstärker installiert habe – meine Frauge. Ist diese Art der Informationsübertragung out? Hötgeräte träger die dauernd über die „Schlechte Verständlichkeit“ klagen, gehen aber auch nicht zum Akustiker um eine eventuelle automatische Umschaltung ihres Gerätes auf ein vorhandenes induktiver Signal aktivieren zu lassen, so dass ich geneigt bin, spezielle Empfänger anzuschaffen, diese sind nätürlich ohne Frequenzganganpassung, haben aber im Selbstversuch eine deutliche verbesserung des Höreindrucks gebracht. Da viele alte Hörgeräteträger ihr Gerät zu Hause liegen haben, wäre das wohl eine Alternative, 🙂
      Um wieder auf den kern der frage zu kommen: Wieviele der heutigen Geräte lassen sich automatisch auf induktives Hören programmieren?

      Gruß
      Rudi

    2. Hallo Rudi,

      alle HdOs (außer den ganz kleinen) und auch viele größere IdOs haben nach wie vor eine Telefonspule. Diese wird in einem separaten Programm aktiviert – entweder per Schalter oder Taster. Eine Automatische Umschaltung gibt es nicht – aus gutem Grund, denn sonst würde ja das Gerät auch bei elektromagnetischen Störfeldern (Trafostationen, Leuchtstofflampen usw.) immer von allein „auf Brumm“ umschalten.

      MfG Roland Timmel

    3. Hallo Frau/Herr Hölscher,

      ein Bewertungsportal für Akustiker ist mir nicht bekannt. Da die Arbeit komplex und jeder Fall individuell ist, kann ich mir soetwas auch nicht gut vorstellen.
      Wenn Sie beidseits einen Hochtonverlust und Tinnitus haben, empfehle ich Ihnen eine offene Versorgung. Ob da CICs gehen, hängt vom Platz im Gehörgang ab.
      Eine individuelle Beratung ist möglich – auch begleitend zu einer Versorgung vor Ort – erfordert aber viele Informationen und Zeit. Deshalb mache ich das nur gegen Gebühr. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf direkt an mich.
      MfG Roland Timmel

  25. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich habe mich für den Kauf eines Hdo Agil pro power entschieden, da ich mit diesem Gerät am besten klar komme. Jetzt habe ich auf Ihrer Seite gelesen, dass dieses Gerät eigentlich nur effektiv ist, wenn man 2 Hörgeräte braucht. Dies ist bei mir nicht der Fall, die einfachere Variante Agil für ein Hörgerät wurde mir gar nicht angeboten. Ich fühle mich deshalb nicht korrekt beraten. Was kann ich jetzt noch tun. MfG Iris

    1. Liebe Iris,
      was soll ich denn dazu noch sagen? Wenn´s vor Kurzem passiert ist, können Sie ja evtl. noch reklamieren. Ansonsten – dumm gelaufen.
      MfG Roland Timmel

  26. Sehr geehrter Herr Kwetensky,
    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die technische Frage habe ich weitergegeben – wenn es sich verbessern läßt, dann wird das geschehen. Zu der Preisfrage: Ich bin der Meinung, wir Akustiker arbeiten hier höchst individuell und meist auch zeitaufwendig mit überwiegend älteren, oft sogar hochbetagten Klienten. Da stört mich die ganze „Preis-Hascherei“ schon sehr, die durch das Internet noch befördert wird. Und ich möchte deshalb überhaupt nichts zum Thema Preise auf meiner Webseite haben – sonst habe ich keinen Spaß mehr daran. Ich hoffe, Sie können das verstehen oder wenigstens akzeptieren.
    MfG Roland Timmel

  27. Sehr geehrter Herr Timmel,
    bin z.Z.dabei mir ein Hörgerät für beide Ohren anpassen zu lassen.Habe schon mehrere Geräte ausprobiert u habe jetzt das StarkeyWi Series i 110 zur Erprobung. Bin damit relativ zufrieden.Nun meine Frage:Ist das Starkey 3Series i 110 das Nachfolgegerät zum vor genannten?
    Wäre sehr dankbar für eine umgehende Antwort.
    Mit frdl.Grüssen Inge

    .

    1. Sehr geehrte Frau Wohlfahrt,

      ja, die 3-Serie von Starkey kann als Weiterentwicklung der Wi-Serie
      angesehen werden. Die Unterschiede sind gering, es geht da um ein
      anderes Gehäuse- und Bedienkonzept (Wipptaste statt Touchpad) und einen
      angenehmeren Klang. Die 3-Serie gibt es aber nur als HdO-Geräte. Bei
      IdOs ist nach wie vor, die Wi-Serie die hochwertigste.
      MfG Roland Timmel

  28. Hallo Herr Timmel

    Ihre Ausarbeitungen sind für mich ideale Ratgeber und Richtungsweiser.
    Ich bedanke mich für Ihre Aussagen.

    Danke–>Gruß–>K.Riegger

  29. Sehr geehrter Herr Timmel,

    ich bin 47 Jahre und vor 4 Jahren wurde bei mir eine Hörschwäche festgestellt. Es ist die hier schon einmal angesprochene „Badewannenkurve“ richtigerweise: ein Connexin 26-Defekt.
    Kommunikation gehört zu den Hauptaufgaben meines Jobs, ich benötige also ein Hörgerät speziell für folgende Gesprächssituationen:
    – Meeting mit mehreren Personen. Hier verzweifle ich besonders, wenn einer spricht und weitere Personen in der Runde miteinander „flüstern“ – dann verstehe ich nämlich gar nichts mehr
    – Events: Viele Menschen, hoher Hintergrundlärm (Cocktail-Bar-Effekt) und ich soll mit einigen Leuten z.B. an einem Stehtisch kommunizieren. Ähnliches glt natürlich auch für Restaurantbesuche.
    – Tägliche Arbeit in einem Büro wo telefoniert wird, Meetings stattfinden etc. Hier merke ich vor allem, dass meine Konzentration massiv nachlässt.
    Ich habe in anderen Situationen (Theater, Freizeit etc.) kaum Probleme, aber in der Arbeit behindert mich das mangelnde Sprachverstehen enorm.
    Ich werde HdO Hörgeräte erhalten und soll laut meiner Hörakustikerin schon vorab im Internet recherchieren – so bin ich auf Ihre (inhaltlich und optisch) tolle Webseite gestossen.
    Nach meiner Recherche würde ich gerne Geräte von Oticon und Phonak testen, denken Sie dass das eine gute Wahl ist? Und welche dieser Geräte? Preis spielt keine Rolle, ich will wieder gut arbeiten können …
    Danke im voraus für Ihre Hilfe!!
    Brigitte W.

    1. Liebe Frau Wagner,
      Ihre Idee, Geräte von Oticon und Phonak zu testen, ist goldrichtig. Sie müssen ja mal anfangen. Scheuen Sie sich aber nicht, auch die anderen Hersteller in Betracht zu ziehen. z.B. Bernafon, ReSound, Starkey, Unitron oder Widex haben auch sehr gute u. sicher auch geeignete Geräte im Programm. Ich war gerade letzte Woche zur jährlichen Industrieschau, auf der wiederum schöne, neue Geräte vorgestellt wurden. Sie können ja ganz unverbindlich mit Sofort-Otoplastiken („Schirmchen“) anfangen. Richten Sie sich aber bitte darauf ein, später richtige Labor-Ohrstücke zu benutzen. Das hat viele Vorteile. Ansonsten kann ich in diesem Forum nicht auf Ihre vielen Detailangaben eingehen. Das könnte aber in einer individuellen Beratung geschehen.
      MfG Roland Timmel

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