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Artikel in Kategorie ‘Geräte nach Herstellern’

16
Januar '12

Quantum

Quantum-Familie beschriftetFernsteuerung für Quantum-Hörgeräte

Die Quantum-Familie kam im Sommer 2011 auf den Markt. Sie ist die Nachfolgefamilie der Latitude-Serie. Wie bisher auch in allen Bauformen und mit Fernsteuerung verfügbar.

Nach erste Erfahrungen mit Kunden kann ich diesen Geräten einen sehr guten Klang bescheinigen, der sich auch positiv auf die Verträglichkeit im geräuschvollen Alltag und die Sprachverständlichkeit auswirkt. Durch situationsgesteuerte Programmautomatik, manuelle Zusatzprogramme und Fernsteuerung sind diese Geräte sehr flexibel einsetzbar und somit sowohl für bequeme als auch schaltfreudige Kunden sehr gut konfigurierbar.

16
Januar '12

Chronos

Die Chronos-Familie ist eine Weiterentwicklung der Veras-Hörsysteme und kam Sommer 2011 auf den Markt. Wichtige Verbesserungen gegenüber der Veras-Familie:

- bessere Rückkopplungsunterdrückung,

- eine neue HdO-Bauform: Mini-HdO mit externem Hörer,

- eine neue IdO-Bauform: 13er Power-IdO.

Ansonsten sind laut Bernafon viele Verbesserungen in der Signalverarbeitung und den Automatikfunktionen (Situationserkennung) eingearbeitet worden, die insgesamt einen Qualitätssprung bedeuten.

Leider gibt es nach wie vor in der kleinsten IdO-Bauform CIC immer noch keine Fernsteuerfunktion.

16
Januar '12

Alera

Alera in allen BauformenFernsteuerung für Alera-Hörgeräte

Die Alera-Familie wurde im Frühsommer 2011 in Deutschland eingeführt. Seit Herbst 2011 ist sie vorerst komplett, d.h. sie umfaßt HdOs und IdOs in den wichtigsten Größen und Stärken in drei Qualitätsstufen. Das Besondere ist die Integration eines Funk-Empfängers (2,4 GHz-Technik), die es ermöglicht, drahtlos eine Reihe von Geräten anzukoppeln. Z.B. Fernsehapparat bzw. Stereoanlage oder Telefon. Weiterhin besteht eine Bluetooth-Ankopplungsmöglichkeit per Telefon-Clip-Adapter (drahtlos), Anbindung eines Funk-Mikrofon. Diese Funktionalität bringt externen Ton in einer bestechenden Klangqualität direkt ins Hörgerät bei gleichzeitig erhaltener Hörgeräte-Funktion, d.h. der Benutzer bleibt akustisch ansprechbar und hört so nebenbei auch noch Ehepartner, Türklingel oder Wasserkessel. Sehr angenehm dabei ist, daß keinerlei am Körper zu tragendes Empfangsgerät nötig ist. Der Empfang findet direkt im Hörgerät statt. Wie auch bei den anderen Anbietern ähnlicher Technik ist die drahtlose Anbindung nicht in den sehr kleinen IdOs verfügbar. Weiterhin gibt es eine Funkfernsteuerung.

Eine weitere Besonderheit ist die bereits vom be by ReSound bekannte IdO-Variante mit ausgelagertem Mikrofon. Die Platzersparnis ermöglicht oftmals das IdO etwas kleiner zu bauen (kosmetischer Aspekt). Aber wichtiger sind die zwei technischen Vorteile: geringere Rückkopplungsneigung und Windschutz für das Mikrofon.

Mit HdOs habe ich schon gute Erfahrungen gemacht. Allerdings muß der Hersteller noch an der Software für den Akustiker feilen. Bis jetzt ist sie etwas holperig und erfordert Geduld von Kunde und Akustiker.

09
September '11

Aquaris von SIEMENS – wasserdicht!

Gehen Sie doch mit Ihrem Hörgerät einfach baden!

Das neuartige Hörsystem Aquaris von SIEMENS ist ein kleines Hinter-dem-Ohr-System. Dabei ist es sehr flexibel an die individuellen Kundenwünsche anpaßbar und bis zu starken Hörverlusten geeignet. Die Sensation ist, daß es wasserfest ist. Möglich wird das durch ein einzigartiges Design mit speziell entwickeltem Gehäuse.

Genießen Sie mit  Aquaris folgende Vorzüge:

1. Aquaris ist wasserdicht bis 1 m Wassertiefe. Allerdings geht es nach ca. 20 Minuten aus, weil die Batterie dann keine Luft mehr zum Arbeiten hat. Aber solange wird wohl keiner unter Wasser bleiben.

2. Aquaris ist schweißresistent. Schweiß ist sehr aggressiv und zerstört viele Materialien und Elektronik. Das Gehäuse ist speziell dafür entwickelt und beständig.

3. Aquaris ist staubresistent. Das ist für alle interessant, die bisher bei staubigen Arbeiten ihr Hörgerät vorsichtshalber absetzen mußten.

4. Aquaris arbeitet prinzipiell vollautomatisch und erfordert während des Betriebes keinerlei Bedienung, kann aber mit einer kleinen Funkfernbedienung bei Bedarf (z.B. bei einer Feier) noch lauter oder leiser gestellt werden.

5. Aquaris ist klein und sitzt durch eine SoftTouch-Oberfläche mit Antirutsch-Effekt sicher hinter dem Ohr. Das ist z.B. bei sportlichen Aktivitäten wichtig. Für besondere Anforderung gibt es einen SportClip, der das Gerät sicher fixiert.

6. Aquaris ist modular aufgebaut und somit sehr servicefreundlich.

7. Aquaris hat ein spezielles Wasserprogramm für besseren Klang bei Wasseraktivitäten.

8. Aquaris gibt es in zwei verschiedenen Leistungs- und Preisklassen (501 und 701).

Audiologisch ist dieses Gerät praktisch identisch mit den life-HdOs. Somit also für geringgradige u. mittlere Hörverluste mit überwiegendem Hochtonanteil geeignet. Aufgrund des besonderen Gehäuses (Das Elektronikmodul ist komplett gekapselt) ist es bei 13er Zelle allerdings deutlich größer als die life-HdOs, aber für 13er “Klasse” relativ klein. Eine wichtige Bedingung muß erwähnt werden: SIEMENS gibt eine Dichtigkeitsgarantie jeweils nur für ein Jahr. Danach muß das Gerät zu SIEMENS geschickt werden und ein neues Gehäuse erhalten. Sonst erlischt diese Garantie. Weiterhin gilt diese Garantie nur in Verbindung mit einem “richtigen” Hörwinkel (Tragehaken) und einem individuellen Ohrpaßstück.

11
Juni '11

SoundLense

SoundLense – Im-Ohr-Hörsystem praktisch unsichtbar im Ohr!

Das neuartige Hörsystem SoundLens ist ein extrem kleines Im-Ohr-System.
Dabei ist es sehr flexibel an die individuellen Kundenwünsche anpaßbar und bis zu
starken Hörverlusten geeignet. Die Sensation ist, daß es kurz vor dem Trommelfell
plaziert wird. Möglich wird das durch ein einzigartiges Design mit speziell entwickelten
Miniatur-Bauteilen. Durch den tiefen Sitz kann mit relativ geringer Leistung ein wesentlich
größerer Einsatzbereich versorgt werden. Einzigartig gegenüber allen ähnlichen am Markt
befindlichen Geräten ist, daß zusätzlich zur exzellenten Automatikfunktion eine
Fernsteuerung mittels Handy möglich ist.

SoundLens bietet folgende Vorzüge:

1. SoundLens realisiert einen sehr natürlichen Klang, insbesondere auch der eigenen
Stimme, weil durch den tiefen Sitz der sogenannte Verschlußeffekt vermieden wird.

2. SoundLens wird individuell extrem genau gefertigt. Dadurch ergibt sich ein sehr
komfortabler Sitz. Schon nach wenigen Minuten der Eingewöhnung bemerken die meisten
Benutzer überhaupt nicht mehr, daß sie ein Hörgerät im Ohr haben.

3. SoundLens analysiert die Hörsituation (z.B. Ruhe, Sprache, Lärm und Musik) und
optimiert fortlaufend die Verstärkung für angenehmes Hören und gutes Verstehen.

4. SoundLens arbeitet prinzipiell vollautomatisch und erfordert während des Betriebes
keinerlei Bedienung, kann aber mit einem Handy oder mobilen Haustelefon bei
besonderem Bedarf (z.B. bei einer Feier) noch lauter oder leiser gestellt werden.

5. SoundLens sitzt so tief im Gehörgang, daß es in Trageposition nicht mehr sichtbar ist.

6. SoundLens ermöglicht alle sportlichen Aktivitäten, auch Telefonieren ist völlig
unkompliziert. Da alles im Gehörgang sitzt, ist das auch für Brillenträger besonders
angenehm.

6. SoundLens hat ein besonders tief sitzendes Mikrofon und zusätzlich eine
Windgeräuschunterdrückung. Gut für Radfahrer und Naturfreunde.

7. SoundLens bringt durch fortschrittlichste Lärmunterdrückung mehr Sprachverstehen
bei komfortablem Klang als vergleichbare Systeme.

8. SoundLens gibt es in drei verschiedenen Leistungs- und Preisklassen.

Natürlich gibt es auch Nachteile:

- Der Gehörgang muß ziemlich geräumig, einermaßen gerade und ohne Ohrenschmalz sein.
- Der Kunde muß robust, d.h. im Gehörgang nicht empfindlich sein.
- Die Handhabung ist relativ schwierig, da das Gerät extrem klein ist.
- Aufgrund der verschiedenen Schwierigkeiten ist es aufwendiger u. noch etwas teurer als CIC-Geräte.

Wir haben mit einer SoundLense-Werbeaktion viel Aufmerksamkeit erzielen können. Etliche Beratungen folgten, allerdings nur ein Verkauf (beidseitig). Der war mit Schwierigkeiten (mehrfache Abformungen, Zweit- und Drittfertigung) verbunden, aber letztlich sehr erfolgreich. Die meisten Interessenten hatten aber entweder zuwenig Geld oder ungeeignete Gehörgänge bzw. ungenügende manuelle Fähigkeiten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie eitel viele Hochbetagte (älter 80 Jahre) sind und sich soetwas wünschen. Zusammenfassend kann ich sagen, daß das Produkt funktioniert, es allerdings wie erwartet viel Aufwand bereitet. Der Akustiker sollte schon viel Erfahrung mit IdOs (insbes. mit CICs) haben.

11
Juni '11

S-Serie-iQ

Die S-Serie-iQ-Familie umfaßt Standard-HdOs, HdOs mit externem Hörer und IdOs. Ich finde besonders die sehr kleinen IdOs (sogenannte CICs) und noch kleinere IIC (invisible in cannel) spannend und empfehle sie gern.

Zu den allgemeinen Eigenschaften verweise ich auf “Auswahl von Hörgeräten”. Dort finden sich zwei separate Texte zu IdOs und tiefsitzenden IdOs.

Die Technik von Starkey ist besonders interessant weil:

- durch die Steuerung mittels Telefon-Töne auch die kleinsten IdOs zusätzlich zur Vollautomatik noch steuerbar sind,
- aufgrund einer exzellenten Rückkopplungsunterdrückung relativ offen versorgt werden kann,
- Starkey bei IdOs eine individuelle Hörerauswahl – das gibt sehr viel Flexibilität in der Auswahl,
- bei der Anpassung ist eine spezielle Life-Real-Ear-Messung verfügbar, die es gestattet die individuellen Gehörgangseigenschaften besser zu berücksichtigen.
- die schon erwähnte Telefonsteuerung auch die Nachanpassung durch den Akustiker über größere Entfernung ermöglicht.

27
Mai '10

Agil – Aufbruch in eine neue Klangwelt

Oticon AgilAgil ist das Nachfolgeprodukt von Epoq. Epoq ist aus meiner Sicht eine großartige Erfolgsgeschichte. Ich kann mich hier kurz fassen, da Agil alles von Epoq geerbt hat. (Link zu Epoq) Es sollte also genügen, hier die Neuerungen aufzuzeigen:

1. Raumklang 2.0

Die binaurale (beidseitige) Signalverarbeitung wurde verbessert. Das führt zu besserem Richtungshören und somit leichterem Verstehen in schwierigen Situationen.

2. Speechguard

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27
Mai '10

FUSE – der Mini-Im-Ohr-Hörcomputer sofort zum Mitnehmen

Meine langjährigen Erfahrungen in der Beratung hörgeschädigter Personen brachte u.a. oft dieses Dilemma zutage: Die Meisten  (überwiegend Einsteiger) wollen kein HdO, sondern ein möglichst kleines, unsichtbar zu tragendes IdO. Es gibt viele Gründe, warum solch eine Lösung nicht optimal ist oder sogar überhaupt nicht geht. Die möchte ich hier nicht diskutieren. Es ist bloß generell ein Problem, wenn ein Kunde von dem Berater (der nunmal aber meist auch Verkäufer ist), von dem ursprünglichen Wunsch abgebracht werden muß, weil eine unverbindliche Ausprobe nur mit HdO geht. Das hemmt den mühsam nach vielen Jahren des Zögerns endlich erworbenen Schwung erheblich. So ist es der langjährige Wunsch vieler Akustiker, endlich auch IdOs vernünftig sofort zur Ausprobe anwenden zu können.

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27
März '10

Veras

Veras ist die neueste Gerätefamilie von Bernafon und wurde im Januar 2010 in den deutschen Markt eingeführt. Veras verwendet die exklusive kanalfreie Signalverarbeitung (channelfree), die Bernafon mit Symbio (siehe dort) erstmalig vorgestellt hatte. Diese Signalverarbeitung hat sonst kein anderer Hersteller. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht bei musikalisch anspruchsvollen Kunden und vereinzelt auch bessere Ergebnisse beim Sprachverstehen erzielen können. Die Familie umfaßt Hinter-dem-Ohr-Geräte (“nano” mit 312er Zelle ohne Potentiometer, “micro” mit 312er Zelle und Poti, sowie “compact-Power” mit 13er Zelle) sowie In-dem-Ohr-Systeme von klitzeklein (CIC) bis mittelgroß (312er Halbconcha-IdO). Neu gegenüber Symbio ist vorallem:

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20
Dezember '09

Vérité

wireless_communication

Verité ist ein Ex-Hörer-HdO der Spitzenklasse. Es nimmt die Tradition der kanalfreien Signalverarbeitung von Symbio auf. Der neue Chip kann aber noch mehr. So können sich zwei Hörgeräte permanent austauschen über die anliegende Hörsituation und den jeweiligen Betriebszustand (siehe Oticon/Epoq). Die kanalfreie Signalverarbeitung ist nach meiner Erfahrung für Leute mit musikalischem Gehör angenehmer. Manchmal habe ich auch erlebt, daß dadurch Sprache besser verstanden wird. Das Gerät gibt es nur in einer Gehäuseausführung, die ungewohnt und eigenwillig erscheint. Die Praxis zeigt, daß das Gerät – obwohl durch die ovale Form das Gehäuse nicht flach auf dem Ohr sitzt, es sehr gut und ziemlich unauffällig sitzt. Mit der 312er Batterie haben die Entwickler einen guten Kompromiß zwischen kleiner Bauform und akzeptabler Betriebsdauer gefunden. Es gibt eine reine Fernsteuerung und auch einen sogenannten SoundGate – das ist eine Fernsteuerung mit eingebauter Bluetooth-Funktionalität (baugleich zum Streamer von Oticon, aber anders codiert!), mit dem z.B. Freisprechfunktionalität in Verbindung mit einem Bluetooth-Telefon (i.d.R. Handy) oder auch Funkkopfhörerfunktionalität (in Verbindung mit Bluetooth-TV-Sender) realisiert werden können. Ersteres ist sicher nur für jüngere, berufstätige Leute spannend, letzteres für alle Hörbehinderten sehr nützlich.

Bauart: HdO: Mikro-HdO mit externem Hörer
Besonderheiten: - Berücksichtigung individueller Hörprioritäten einer Hörsituationsgesteuerten Programmautomatik durch Definition eines Lifestyle-Profils des Benutzers
- fernbedienbar
- DataLogging für effektive Feinanpassung

- Kopplung per Bluetooth an diverse externe Geräte möglich (über SoundGate)

Empfehlung: Fernbedienung zumindest in der Eingewöhnungsphase benutzen!