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Artikel in Kategorie ‘Phonak’

10
Januar '09

Certéna

Certéna ist ein von Exélia (s. dort) abgeleitete Hörgerätefamilie. Auch auf der Core-Chip-Plattform beruhend, sind einige Funktionen abgespeckt worden, damit die neueste Technologie auch für den sogenannten Komfort-Preisbereich paßt. 6 Kanäle, Lautstärkeautomatik, situativ gesteuerte Richtungsautomatik (mit 2 Mikrofonen), formschöne und ergonomisch hervorragende Gehäuse, Einbindung in die Drahtlose-Funktionen der Core-Plattform (Bluetooth-Kopplung) usw. ergeben eine Hörgerätefamilie mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem sind die Certéna-Geräte auch noch mit WatchPilot2 (Armbanduhr) und KeyPilot2 (sehr einfache und kleine Fernbedienung) fernsteuerbar.

Aktualisierung Frühjahr 2010: Phonak hat die Systeme aufgewertet insofern, daß jetzt auch SoundRecover verfügbar ist. Die Serie heißt jetzt CerténaArt.

20
August '08

SaviaArt

SaviaArt ist die Weiterentwicklung von Savia. Eines der ersten Premiumsysteme mit Lernfunktion. Fernbedienbar. Alle Bauarten verfügbar. Sehr feine Anpassung mit bis zu 20 Kanälen möglich. Durch die getrennte Feinjustage für die Situationsklassen, kann dieses Hörsystem sehr individuell programmiert werden.

Bauart: HdO: von Mikro-HdO mit externem Hörer bis Power-HdO
IdO: alle Bauarten
Besonderheiten: HdOs mit Standardwinkel und Standard-Ohrstück oder mit dünnem Schlauch anwendbar

- Situationsklassifizierung mit automatischer Programmwahl
- dynamisches Richtungshören mit simulierter Ohrmuschelfunktion möglich
- DataLogging für effektive Feinanpassung
Empfehlung: Fernsteuerung wenigstens zur Eingewöhnung benutzen!
20
August '08

Audéo

audéo ist kein Hörgerät. audéo ist ein PCA! Was ist das? Ein personal communikation assistant. Also ein Gerät, welches in Kommunikations-Situationen unterstützend tätig sein soll. Soll das denn nicht auch jedes Hörgerät? Na klar doch, aber Phonak wollte endlich dem Markt ein Produkt anbieten, welches weg vom Prothesenimage hin zur Lifestyle-Orientierung führt. Deshalb wurde ein gewollt anderes Design, aber eben auch ein völlig neuer Werbeautritt entwickelt. Und vorweg – es ist gelungen. Frech sind auch die vielen auffälligen Farbvarianten. Diese sollen die Individualität des Benutzers und die Wertigkeit unterstreichen. Für alle, die es konservativ unauffällig lieben, wurden aber auch passende Gehäusefarben entwickelt. Nebenbei: In Trageposition ist i.d.R. selbst ein giftgrünes audéo nicht auffällig – sieht aber auf dem Nachtschrank ausgesprochen interessant aus. Technisch ist das Produkt auf der Höhe der Zeit. Es gibt audéo in zwei Leistungsklassen: High-End (audéo IX) und Komfortklasse (audéo-V). Äußerlich sind beide Typen identisch. Gegenüber der zugrundliegenden Technologie (SaviaArt bei audéo IX und Eleva bei audéo-V) nur geringfügig modifiziert (mehr Hochtonverstärkung für den Schwerpunkt Sprachverstehen) wirken die audéo-Geräte völlig anders. Die eigensinnige Formgebung ermöglicht bei sehr kleiner Bauweise eine wirtschaftliche Benutzung durch die relativ große 312er Batterie, sehr gute Handhabung und ideale Positionierung der beiden Mikrofone. Beide Modelle sind fernsteuerbar mit den bewährten Fernbedienungen SoundPilot2 und KeyPilot2. audéo-IV läßt sich genauer einstellen, klingt besser, hat bessere Lärmunterdrückung und ist selbstlernend (nur in Verbindung mit einer Fernbedienung). audéo wurde 2007 mit dem international stark beachteten red-dot-Design-Preis ausgezeichnet.

Bauart:
designorientiertes Micro-HdO mit externem Hörer
Besonderheiten: - extrem klein und unauffällig in Trageposition,
- vollautomatischer Betrieb mit automatischem Richtunghören bei Lärm,
- sehr großer Anpaßbereich: für minimale bis kräftige Hörverluste geeignet
- zwei verschiedene Qualitäten
Empfehlung: - indiv. Labor-Ohrstück benutzen! (offen und geschlossen möglich)
- Fernbedienung wenigstens zur Eingewöhnung benutzen

Und hier noch für alle Interessierten die gesamte Farbpalette:

20
August '08

Naida

Naida trägt den Zusatz UP für Ultra-Power. Der Name ist Programm. HdOs für stark schwerhörige bis resthörige Menschen. Die Geräte sind im Herbst 2007 vorgestellt und Februar 2008 auf dem deutschen Markt eingeführt worden. Sie sind wasser- und schweißgeschützt, haben eine unübertroffene Rückkopplungsunterdrückung und mit SoundRecover eine Möglichkeit den Hochtonbereich in tiefere Frequenzbereiche zu transformieren und somit hörbar zu machen, auch wenn der ursprüngliche Hochtonbereich nicht mehr versorgbar ist. Es ist phantastisch sowohl von den Akustikern als auch den Kunden angenommen worden. Dadurch kam es nach der Einführung auch gleich zu Lieferengpässen. Kann es ein größeres Lob für die Entwickler geben? Es gibt ein Naida-V und ein etwas abgespecktes Modell Naida-III. Letztere hat kein Doppelmikrofonsystem, keinen binauralen Programm-Abgleich und auch sonst etwas weniger Einstellmöglichkeiten für den Akustiker.

Bauart: Power-HdO (675er Batterie)
Besonderheiten: - SoundRecover
- fernbedienbar
- DataLogging für effektive Feinanpassung
Empfehlung: Fernbedienung zumindest in der Eingewöhnungsphase benutzen!

Aktualisierung Mai 2008: Vorstellung von Naida-SP – ein kleineres, etwas schwächeres Modell mit 13er Batterie. Zielgruppe sind stark schwerhörige (aber nicht resthörige) Menschen, die ihre HdOs öfter mal “unter Wasser” setzen durch starkes Schwitzen (Sport, körperliche Arbeit, krankheitsbedingt) oder die sich viel im Freien bei Wind und Wetter aufhalten.

20
August '08

Exélia

Exélia ist das im Herbst 2007 vorgestellte und seit Februar 2008 auf dem deutschen Markt verfügbare Spitzenprodukt der Schweizer. Exélia ist derzeit wohl das fortschrittlichste System auf dem Markt. Die Idee der binauralen Signalverarbeitung ist hier derzeit am stärksten verwirklicht. Das bedeutet, rechtes und linkes Hörgerät kommunizieren untereinander (per Funk). So kann z.B. die Störgeräuschunterdrückung und das Richtungshören optimiert werden. Wir haben es erst seit wenigen Wochen praktisch erproben können. Die Spontanakzeptanz war hervorragend.

Ein Wermutstropfen ist der Tribut an die stromfressende Funk-Technologie – es werden neuartige Batterien benötigt, die höhere Stromstärken liefern können. Das bedeutet zwangsläufig höhere Kosten.

Akutalisierung: Die Serie wurde zur ExéliaArt-Serie weiterentwickelt. Wesentliche Unterschiede sind die Integration von SoundRecover und bessere Firmware, die zu geringerem Stromverbrauch führt. Somit sind fast in allen Fällen auch Standard-Batterien einsetzbar.

Bauart: HdO: von Mini-HdO (13er Batterie – auch mit dünnem Schlauch anpaßbar) bis Power-HdO (13er)
IdO: alle Bauarten
Besonderheiten: - binaurale Signalverarbeitung
- selbstlernend
- fernbedienbar (myPilot)
- Bluetooth-Ankoppelung möglich (iCom)
- DataLogging für effektive Feinanpassung
Empfehlung: - Fernbedienung zumindest in der Eingewöhnungsphase benutzen!
- GenX-Batterien benutzen (sonst gibt es öfter Störungen)