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24
Januar '13

Geräte nach Herstellern: Verso von ReSound

Kurz gefaßt ist Verso die Weiterentwicklung der Alera-Familie. Die einzige bedeutende Neuerung ist die sogenannte binaurale Signalverarbeitung. Das heißt, wenn zwei Geräte benutzt werden (meistens der Fall), so tauschen die sich permanent über die Schallanalyse aus und gleichen verschiedene Parameter ab mit dem Ziel

- Störlärm besser zu unterdrücken,
- Sprache besser hervorzuheben,
- das Richtungsgehör zu verbessern.

In der Praxis, d.h. in geräuschvollen Umgebungen bringt das wirklich viel. Wer allerdings nur ein Hörgerät benutzt, kann davon nicht profitieren und kann bei Alera bleiben und so sicher auch Geld sparen.

24
Januar '13

Geräte nach Herstellern: Starkey – 3 Series

Die 3 Series ist praktisch die Zusammenführung von Wi-Serie (Wireless-Funktionalität) und X-Serie (Sprachverstärkung durch Frequenzverschiebung).

Am deutschen Markt seit Herbst 2012.

15
Juli '12

Starkey: Starkey – Wi-Serie

Die Wi-Serie ist praktisch die S-Serie mit zusätzlicher Wireless-Funktionalität, d.h.

- es gibt eine Fernsteuerung (SurfLink-Remote),
- es gibt einen SurfLink-Media genannten Ton-Sender, mit dem z.B. der TV-Ton an das Hörgerät gesendet werden kann.

Die Besonderheit gegenüber den etablierten Varianten von Oticon/Bernafon, Phonak/Unitron und Siemens/AudioService/Hansaton ist, daß (ebenso wie bei Alera von ReSound) kein Zwischenteil benötigt wird. Es wird direkt ins Hörgerät gesendet. Das ist sehr praktisch. Starkey schafft das im Gegensatz zu den anderen Herstellern sogar bei sehr kleinen IdOs (CIC). Da hierbei aber nur eine 10er Batterie zur Verfügung steht, sollte das Streaming (Tonübertragung) die Ausnahme sein, denn die Batterie hält dann nur ca. 5 Stunden.

Ab September 2012 soll eine neue Fernsteuerung SurfLink-Mobile zur Verfügung stehen, die ein Mikrofon enthält und somit als Funk-Mikrofon den Ton über mehrere Meter ins Hörgerät funken kann.

Update: Seit November ist die SurfLink-Mobile verfügbar.

15
Juli '12

Starkey: Starkey – X-Serie

Die X-Serie ist eine Weiterentwicklung der S-Serie. Alles dort Gesagte trifft auch hier zu. Die wesentliche Neuigkeit ist eine Sprachverstärkung (Spectral-iQ) die durch Zumischen von hochfrequenten Sprachbestandteilen in den mittleren Frequenzbereich erfolgt. Das klingt zwar unter Umständen etwas scharf, erleichtert aber das Sprachverstehen. Da die Geräte über mehrere Programme verfügen ist es kein Problem – man erstellt solch ein Programm mit Sprachverstärkung separat und wählt es dann in den sogenannten “schwierigen” Hörsituationen an. Dann ist Klang zweitrangig.

Verfügbare Leistungsklassen:

i70 – Komfort
i90 -  Business
i110 – Premium

16
Januar '12

Unitron: Quantum von Unitron

Quantum-Familie beschriftetFernsteuerung für Quantum-Hörgeräte

Die Quantum-Familie kam im Sommer 2011 auf den Markt. Sie ist die Nachfolgefamilie der Latitude-Serie. Wie bisher auch in allen Bauformen und mit Fernsteuerung verfügbar.

Nach erste Erfahrungen mit Kunden kann ich diesen Geräten einen sehr guten Klang bescheinigen, der sich auch positiv auf die Verträglichkeit im geräuschvollen Alltag und die Sprachverständlichkeit auswirkt. Durch situationsgesteuerte Programmautomatik, manuelle Zusatzprogramme und Fernsteuerung sind diese Geräte sehr flexibel einsetzbar und somit sowohl für bequeme als auch schaltfreudige Kunden sehr gut konfigurierbar.

Ergänzung Sommer 2012: Seit ein paar Wochen gibt es die Technik auch in einer “micro-CIC” genannten Bauform. Deutlich kleiner sitzt es wesentlich tiefer im Gehörgang. Zielgruppe (aus meiner Sicht):

- Menschen, die maximale Diskretion wünschen,
- Naturfreunde, weil der Wind nicht mehr ans Mikrofon gelangt und somit Windgeräusche nicht entstehen,
- Rad- und Motorradfahrer,
- Menschen mit seht kleinen Gehörgängen, wo ein Standard-CIC immer noch zu groß ist.

Einziger Nachteil: Eine Fernsteuerung oder einen Programmtaster gibt es wegen Platzmangel nicht.

Die Anpassung ist etwas schwieriger, aber unsere Kunden sind bisher sehr zufrieden.

Nachtrag Frühjahr 2013: Unitron bietet für die Quantum-Familie inzwischen eine Upgrade-Möglichkeit an, d.h. man kann durch Software-Einspielung sein gekauftes Gerät aufwerten lassen (z.B. eine Kategorie höher), wenn man inzwischen höhere Ansprüche z.B. an den Klang oder die Situationsautomatik stellt. Das ist kostenpflichtig. Erstens muß die Arbeit des Akustikers für die Feinanpassung bezahlt werden und zweitens muß der Akustiker eine Wechselgebühr an Unitron zahlen. Ich finde das ist ein gutes Konzept. Meine Erfahrung ist, daß gerade Erstanwender gehemmt sind in höheren Kategorien (Komfort, Premium) zu kaufen, sondern erstmal zur Mittelklasse greifen. Weil sie einfach noch keine Ahnung von dem Gebrauchswert haben. Wenn dann aber nach einer längeren Eingewöhnungszeit und konsequenter Nutzen ein Leben ohne Hörgerät nicht mehr vorstellbar ist und die Grenzen des Mittelklasse-Gerätes erkannt werden, kann mittels dieses Konzeptes zielgenau “nachgekauft” werden. Besonders gefällt mir, daß der Kunde das erstmal ohne die Wechselgebühr für eine kurze Zeit (1 – 2 Wochen) ausprobieren kann. Dann fällt u.U. eben nur die Arbeitsleistung für den Akustiker an.

16
Januar '12

Bernafon: Chronos von Bernafon

Die Chronos-Familie ist eine Weiterentwicklung der Veras-Hörsysteme und kam Sommer 2011 auf den Markt. Wichtige Verbesserungen gegenüber der Veras-Familie:

- bessere Rückkopplungsunterdrückung,

- eine neue HdO-Bauform: Mini-HdO mit externem Hörer,

- eine neue IdO-Bauform: 13er Power-IdO.

Ansonsten sind laut Bernafon viele Verbesserungen in der Signalverarbeitung und den Automatikfunktionen (Situationserkennung) eingearbeitet worden, die insgesamt einen Qualitätssprung bedeuten.

Leider gibt es nach wie vor in der kleinsten IdO-Bauform CIC immer noch keine Fernsteuerfunktion.

Update: Herbst 2012 – Bernafon stellt eine neue Programmierung für Live-Musik vor, die durch höhere Dynamik deutlich besseren Klang gestatten soll.

16
Januar '12

ReSound: Alera von ReSound

Alera in allen BauformenFernsteuerung für Alera-Hörgeräte

Die Alera-Familie wurde im Frühsommer 2011 in Deutschland eingeführt. Seit Herbst 2011 ist sie vorerst komplett, d.h. sie umfaßt HdOs und IdOs in den wichtigsten Größen und Stärken in drei Qualitätsstufen. Das Besondere ist die Integration eines Funk-Empfängers (2,4 GHz-Technik), die es ermöglicht, drahtlos eine Reihe von Geräten anzukoppeln. Z.B. Fernsehapparat bzw. Stereoanlage oder Telefon. Weiterhin besteht eine Bluetooth-Ankopplungsmöglichkeit per Telefon-Clip-Adapter (drahtlos), Anbindung eines Funk-Mikrofon. Diese Funktionalität bringt externen Ton in einer bestechenden Klangqualität direkt ins Hörgerät bei gleichzeitig erhaltener Hörgeräte-Funktion, d.h. der Benutzer bleibt akustisch ansprechbar und hört so nebenbei auch noch Ehepartner, Türklingel oder Wasserkessel. Sehr angenehm dabei ist, daß keinerlei am Körper zu tragendes Empfangsgerät nötig ist. Der Empfang findet direkt im Hörgerät statt. Wie auch bei den anderen Anbietern ähnlicher Technik ist die drahtlose Anbindung nicht in den sehr kleinen IdOs verfügbar. Weiterhin gibt es eine Funkfernsteuerung.

Eine weitere Besonderheit ist die bereits vom be by ReSound bekannte IdO-Variante mit ausgelagertem Mikrofon. Die Platzersparnis ermöglicht oftmals das IdO etwas kleiner zu bauen (kosmetischer Aspekt). Aber wichtiger sind die zwei technischen Vorteile: geringere Rückkopplungsneigung und Windschutz für das Mikrofon.

Mit HdOs habe ich schon gute Erfahrungen gemacht. Allerdings muß der Hersteller noch an der Software für den Akustiker feilen. Bis jetzt ist sie etwas holperig und erfordert Geduld von Kunde und Akustiker.

09
September '11

Siemens: Aquaris von SIEMENS – wasserdicht!

Gehen Sie doch mit Ihrem Hörgerät einfach baden!

Das neuartige Hörsystem Aquaris von SIEMENS ist ein kleines Hinter-dem-Ohr-System. Dabei ist es sehr flexibel an die individuellen Kundenwünsche anpaßbar und bis zu starken Hörverlusten geeignet. Die Sensation ist, daß es wasserfest ist. Möglich wird das durch ein einzigartiges Design mit speziell entwickeltem Gehäuse.

Genießen Sie mit  Aquaris folgende Vorzüge:

1. Aquaris ist wasserdicht bis 1 m Wassertiefe. Allerdings geht es nach ca. 20 Minuten aus, weil die Batterie dann keine Luft mehr zum Arbeiten hat. Aber solange wird wohl keiner unter Wasser bleiben.

2. Aquaris ist schweißresistent. Schweiß ist sehr aggressiv und zerstört viele Materialien und Elektronik. Das Gehäuse ist speziell dafür entwickelt und beständig.

3. Aquaris ist staubresistent. Das ist für alle interessant, die bisher bei staubigen Arbeiten ihr Hörgerät vorsichtshalber absetzen mußten.

4. Aquaris arbeitet prinzipiell vollautomatisch und erfordert während des Betriebes keinerlei Bedienung, kann aber mit einer kleinen Funkfernbedienung bei Bedarf (z.B. bei einer Feier) noch lauter oder leiser gestellt werden.

5. Aquaris ist klein und sitzt durch eine SoftTouch-Oberfläche mit Antirutsch-Effekt sicher hinter dem Ohr. Das ist z.B. bei sportlichen Aktivitäten wichtig. Für besondere Anforderung gibt es einen SportClip, der das Gerät sicher fixiert.

6. Aquaris ist modular aufgebaut und somit sehr servicefreundlich.

7. Aquaris hat ein spezielles Wasserprogramm für besseren Klang bei Wasseraktivitäten.

8. Aquaris gibt es in zwei verschiedenen Leistungs- und Preisklassen (501 und 701).

Audiologisch ist dieses Gerät praktisch identisch mit den life-HdOs. Somit also für geringgradige u. mittlere Hörverluste mit überwiegendem Hochtonanteil geeignet. Aufgrund des besonderen Gehäuses (Das Elektronikmodul ist komplett gekapselt) ist es bei 13er Zelle allerdings deutlich größer als die life-HdOs, aber für 13er “Klasse” relativ klein. Eine wichtige Bedingung muß erwähnt werden: SIEMENS gibt eine Dichtigkeitsgarantie jeweils nur für ein Jahr. Danach muß das Gerät zu SIEMENS geschickt werden und ein neues Gehäuse erhalten. Sonst erlischt diese Garantie. Weiterhin gilt diese Garantie nur in Verbindung mit einem “richtigen” Hörwinkel (Tragehaken) und einem individuellen Ohrpaßstück.

11
Juni '11

Starkey: SoundLense von Starkey

SoundLense – Im-Ohr-Hörsystem praktisch unsichtbar im Ohr!

Das neuartige Hörsystem SoundLens ist ein extrem kleines Im-Ohr-System.
Dabei ist es sehr flexibel an die individuellen Kundenwünsche anpaßbar und bis zu
starken Hörverlusten geeignet. Die Sensation ist, daß es kurz vor dem Trommelfell
plaziert wird. Möglich wird das durch ein einzigartiges Design mit speziell entwickelten
Miniatur-Bauteilen. Durch den tiefen Sitz kann mit relativ geringer Leistung ein wesentlich
größerer Einsatzbereich versorgt werden. Einzigartig gegenüber allen ähnlichen am Markt
befindlichen Geräten ist, daß zusätzlich zur exzellenten Automatikfunktion eine
Fernsteuerung mittels Handy möglich ist.

SoundLens bietet folgende Vorzüge:

1. SoundLens realisiert einen sehr natürlichen Klang, insbesondere auch der eigenen
Stimme, weil durch den tiefen Sitz der sogenannte Verschlußeffekt vermieden wird.

2. SoundLens wird individuell extrem genau gefertigt. Dadurch ergibt sich ein sehr
komfortabler Sitz. Schon nach wenigen Minuten der Eingewöhnung bemerken die meisten
Benutzer überhaupt nicht mehr, daß sie ein Hörgerät im Ohr haben.

3. SoundLens analysiert die Hörsituation (z.B. Ruhe, Sprache, Lärm und Musik) und
optimiert fortlaufend die Verstärkung für angenehmes Hören und gutes Verstehen.

4. SoundLens arbeitet prinzipiell vollautomatisch und erfordert während des Betriebes
keinerlei Bedienung, kann aber mit einem Handy oder mobilen Haustelefon bei
besonderem Bedarf (z.B. bei einer Feier) noch lauter oder leiser gestellt werden.

5. SoundLens sitzt so tief im Gehörgang, daß es in Trageposition nicht mehr sichtbar ist.

6. SoundLens ermöglicht alle sportlichen Aktivitäten, auch Telefonieren ist völlig
unkompliziert. Da alles im Gehörgang sitzt, ist das auch für Brillenträger besonders
angenehm.

6. SoundLens hat ein besonders tief sitzendes Mikrofon und zusätzlich eine
Windgeräuschunterdrückung. Gut für Radfahrer und Naturfreunde.

7. SoundLens bringt durch fortschrittlichste Lärmunterdrückung mehr Sprachverstehen
bei komfortablem Klang als vergleichbare Systeme.

8. SoundLens gibt es in drei verschiedenen Leistungs- und Preisklassen.

Natürlich gibt es auch Nachteile:

- Der Gehörgang muß ziemlich geräumig, einermaßen gerade und ohne Ohrenschmalz sein.
- Der Kunde muß robust, d.h. im Gehörgang nicht empfindlich sein.
- Die Handhabung ist relativ schwierig, da das Gerät extrem klein ist.
- Aufgrund der verschiedenen Schwierigkeiten ist es aufwendiger u. noch etwas teurer als CIC-Geräte.

Wir haben mit einer SoundLense-Werbeaktion viel Aufmerksamkeit erzielen können. Etliche Beratungen folgten, allerdings nur ein Verkauf (beidseitig). Der war mit Schwierigkeiten (mehrfache Abformungen, Zweit- und Drittfertigung) verbunden, aber letztlich sehr erfolgreich. Die meisten Interessenten hatten aber entweder zuwenig Geld oder ungeeignete Gehörgänge bzw. ungenügende manuelle Fähigkeiten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie eitel viele Hochbetagte (älter 80 Jahre) sind und sich soetwas wünschen. Zusammenfassend kann ich sagen, daß das Produkt funktioniert, es allerdings wie erwartet viel Aufwand bereitet. Der Akustiker sollte schon viel Erfahrung mit IdOs (insbes. mit CICs) haben.

Update: Seit Sommer 2012 wird SoundLense mit dem Chip der X-Serie ausgestattet, d.h. es ist die Verstehverbesserungstechnologie durch Frequenzverschiebung verfügbar.

11
Juni '11

Starkey: S-Serie-iQ

Die S-Serie-iQ-Familie umfaßt Standard-HdOs, HdOs mit externem Hörer und IdOs. Ich finde besonders die sehr kleinen IdOs (sogenannte CICs) und noch kleinere IIC (invisible in cannel) spannend und empfehle sie gern.

Zu den allgemeinen Eigenschaften verweise ich auf “Auswahl von Hörgeräten”. Dort finden sich zwei separate Texte zu IdOs und tiefsitzenden IdOs.

Die Technik von Starkey ist besonders interessant weil:

- durch die Steuerung mittels Telefon-Töne auch die kleinsten IdOs zusätzlich zur Vollautomatik noch steuerbar sind,
- aufgrund einer exzellenten Rückkopplungsunterdrückung relativ offen versorgt werden kann,
- Starkey gestattet bei IdOs eine individuelle Hörerauswahl – das gibt sehr viel Flexibilität in der Auswahl,
- bei der Anpassung ist eine spezielle Life-Real-Ear-Messung verfügbar, die es gestattet die individuellen Gehörgangseigenschaften besser zu berücksichtigen.
- die schon erwähnte Telefonsteuerung auch die Nachanpassung durch den Akustiker über größere Entfernung ermöglicht.

Es sind drei Technikstufen verfügbar: 7 (Komfort), 9 (Business), 11 (Premium) mit entsprechend zunehmender Ausstattung (z.B. Kanalzahl 8/12/16).