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20
Dezember '09

Siemens: Life

Siemens-Life-Mikro-HdO

Siemens-Life-Mikro-HdO

Life heißt eine neue Serie von Mikro-HdOs (312er Batterie), die es in drei Qualitäts/Preis-Stufen gibt. Allen gemeinsam ist, daß sie sowohl mit Dünnschlauch als auch mit Standardwinkel u. Standardschlauch verwendet werden können. Ersteres ermöglicht eine sehr diskrete Benutzung (allerdings mit Leistungsbeschränkungen), zweiteres die Nutzung der vollen Systemleistung. Das ist insbesondere für Einsteiger schön. Da ist der Hörverlust meist noch gering u. die ästhetischen Ansprüche stehen im Vordergrund. Wenn dann nach einigen Jahren mehr Leistung verlang wird und das Hörgerät ganz “normal” ist, dann kann umgerüstet werden um die Leistungsreserve zu erschließen. Allerdings ist der Anpaßbereich des wirklich sehr kleinen Gerätes nicht besonders groß. Ansonsten sind die Geräte “auf der Höhe der Zeit”, arbeiten bzgl. Lautstärke und Hörrichtung automatisch, lassen sich fernsteuern u. ermöglichen mehrere Programme.

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05
August '09

Unitron: Next

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Next ist die Nachfolgerfamilie in von Element in in vier Preislagen: Next-E als sehr günstige Einsteigervariante, Next4 als untere Mittelklasse, Next8 als gute Mittelklasse und Next16 als obere Komfortklasse. Mit der Preislage nimmt die Zahl der Einstellmöglichkeiten, d.h. die Einstellgenauigkeit zu. Ebenso die Leistung in Bezug auf Sprachhervorhebung und Störgeräuschverminderung. Allen Next-Geräten gemeinsam ist eine Funktion “AntiShock” zur Verminderung von Impulslärm. Ab Next4 sind die Geräte auch fernsteuerbar. Next16 ist darüber auch lernfähig (wie Yuu).

Bauart: HdO: von Mikro-HdO mit dünnem Schlauch bis Power-HdO
IdO: alle Bauarten
Besonderheiten: - Anpassung mit In-Situ-Audiometrie möglich
- Lautstärke- und Richtungshörautomatik
- DataLogging für effektive Feinanpassung
Empfehlung:
28
Juni '09

Oticon: Dual

Dual ist die Nachfolge-Familie von Delta. Das Gehäusedesign ist von Delta und die Technik von Epoq. Es gibt wie bei Epoq verschiedene Ausstattungs-Stufen. Neu gegenüber Delta (und von uns Akustikern lange gewünscht) ist die Anwendung der 312er Batterie (gegenüber der kleineren 10er bei Delta). Das war einerseits nötig geworden wegen des erhöhten Stromverbrauchs für die Funk-Anbindung an den Streamer (so heißt die Fernbedienung/Bluetooth-Koppeleinheit), ist aber andererseits auch ein Gewinn an Bedienkomfort. Die 312er Zelle ist einfach besser zu greifen als die 10er. Dadurch ist zwar das Gehäuse geringfügig größer, aber das stört i.d.R. überhaupt nicht. Wer trotzdem die minimale Baugröße haben möchte, kann auch ein Modell mit 10er Batterie bekommen. Dann entfallen aber einige Funktionen, weil die Technik zuwenig Platz hat.

10
Mai '09

Interton: Relay

Relay wurde im Herbst 2008 vorgestellt und ist das einzige derzeit verfügbare digitale Funk-CROS-System. Mit Relay ist es also möglich ein Signal drahtlos in digitaler Qualität von einer Kopfseite auf die andere zu bringen. Benötigt wird das, wenn ein Ohr nicht versorgbar ist und das Signal dieser Seite aber wichtig für den Betroffenen ist. Beispiel: Der Benutzer ist rechts taub, links normalhörend. Somit hat er das Problem, daß alle Klänge von links zu kommen scheinen (gestörtes Richtungshören) und ist von rechts schlecht ansprechbar. Hier wird am rechten Ohr ein Mikrofonteil mit Sender plaziert, welcher das Signal zu einem links angebrachten Empfänger sendet. Dieser Empfänger leitet das Signal dann in den linken Gehörgang ein. Ist das linke Ohr normalhörend, bleibt es dabei offen und das linke Relay-Teil hat kein aktives Mikrofon (CROS).

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10
Mai '09

Bernafon: Move

Move ist eine von ICOS (siehe dort) abgeleitete Komfortklasse-Familie. Im Wesentlichen arbeitet die Situationserkennung nicht so genau. Es gibt auch drei Programme. Ansonsten sind die gleichen Bauformen verfügbar. Angenehm ist, daß für die Komfortklasse nicht selbstverständlich auch die Fernbedienung benutzt werden kann. Lifestyle-Profil und Datalogging sind ebenfalls verfügbar. Dadurch eine Gerätefamilie mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bauart: HdO: von Mikro-HdO mit dünnem Schlauch bis Power-HdO
IdO: alle Bauarten
Besonderheiten: - Berücksichtigung individueller Hörprioritäten einer Hörsituationsgesteuerten Programmautomatik durch Definition eines Lifestyle-Profils des Benutzers
- fernbedienbar
- DataLogging für effektive Feinanpassung
Empfehlung: Fernbedienung zumindest in der Eingewöhnungsphase benutzen!
10
Mai '09

Beltone: Identity

unter diesem Namen hat Beltone im Herbst 2008 eine neue Hörgerätefamilie auf den Markt gebracht, die die Idee der Situationserkennung und entsprechend möglichen Verstärkungsfeineinstellung für die jeweilige Situation in die gehobene Komfortklasse transportiert. Die Geräte sind in allen Bauformen HdO und IdO verfügbar. Besonders gefällt mir das sogenannte 66er HdO. Es ist sehr klein (arbeitet mit einer 312er Batterie), das Gehäuse ist formschön und wirkt stabil. Doppelmikrofon, Programmtaster, Telefonspule und Audioeingang machen das Gerät sehr flexibel. Wer allerdings einen Lautstärkesteller benötigt, muß dann zum sogenannten 76er Gerät greifen. Das ist dann moderat größer und arbeitet mit einer 13er Zelle.

06
Mai '09

Herstellerinfos: Audio Service

ist ein “deutscher” Hörgeräte-Hersteller mit Sitz in Herford. Innovativer, kleiner Hersteller (natürlich inzwischen auch international tätig), welcher sich von Beginn an gegenüber den teilweise wesentlich größeren Mitbewerbern durch pfiffige Lösungen und schnelle Umsetzung innovativer Technologien auszeichnet und behaupten konnte. 1977 erster deutscher Anbieter von IdOs, seit 1980 erster deutscher Produzent von IdOs. Pionier bei der Einführung von Nanotechnologie bei Hörgeräten. Bei IdOs gehört die Nanobeschichtung ComfortClean bei AudioService inzwischen zum Standard. Alleinanbieter der medizinisch wirksamen antiallergischen und antibakteriellen Nanobeschichtung ComfortMed.

weitere Informationen: www.audioservice.com

16
März '09

Bernafon: Cymba-Hörsystem


Cymba-Hörsystem

ist eine Sonderbauform eines CIC-IdOs. Die sehr kleine Technik sitzt nicht im Gehörgang sondern im oberen Teil der Ohrmuschel. Die Muschel selbst bleibt dabei aber fast völlig frei. Das Wichtigste ist dabei aber, daß der Gehörgang beliebig offen bleiben kann, weil nur eine Schallzuführung hineinragen muß. Das ist die Lösung für alle, die eine sehr offene Versorgung brauchen und enge oder sonstwie empfindliche Gehörgänge haben sowie nichts hinter dem Ohr vertragen können. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit solchen Geräten von Bernafon sammeln dürfen. Schön ist auch, daß die IdOs von Bernafon zusätzlich zur Automatik fernsteuerbar sind (ICOS, Move, Prio).

10
Januar '09

Phonak: Certéna

Certéna ist ein von Exélia (s. dort) abgeleitete Hörgerätefamilie. Auch auf der Core-Chip-Plattform beruhend, sind einige Funktionen abgespeckt worden, damit die neueste Technologie auch für den sogenannten Komfort-Preisbereich paßt. 6 Kanäle, Lautstärkeautomatik, situativ gesteuerte Richtungsautomatik (mit 2 Mikrofonen), formschöne und ergonomisch hervorragende Gehäuse, Einbindung in die Drahtlose-Funktionen der Core-Plattform (Bluetooth-Kopplung) usw. ergeben eine Hörgerätefamilie mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem sind die Certéna-Geräte auch noch mit WatchPilot2 (Armbanduhr) und KeyPilot2 (sehr einfache und kleine Fernbedienung) fernsteuerbar.

Aktualisierung Frühjahr 2010: Phonak hat die Systeme aufgewertet insofern, daß jetzt auch SoundRecover verfügbar ist. Die Serie heißt jetzt CerténaArt.

10
Januar '09

Widex: mind


Die mind-Familie ist die Weiterentwicklung der INTEO-Familie (s. dort). Die Bauformen sind die gleichen. Die wesentlichen Neuigkeiten:

- im Mikro-HdO gibt es einen Doppelhörer (ClearBand-Zweiwege-HiFi), d.h. ein Tieftonhörer und ein Hochtonhörer zusammen in einem Gehäuse ähnlich wie bei Lautsprechern für Hifi-Anlagen. Unmerklich größer als die bisherigen Hörer bieten sie einen deutlich besseren Klang, was nicht nur ein angenehmeres Hören verspricht, sondern grundsätzlich auch für die Sprachverständlichkeit (besonders im Lärm) gut ist,

- Im Spitzenmodell mind4 gibt es ZEN-Entspannungsprogramme. Im Chip wird asiatisch anmutende Musik generiert mit einem sogenannten fraktalen Generator. Dies soll nicht nur Spaß machen, sondern auch zur Entspannung beitragen, denn Hörgerätebenutzer leiden oft unter sogenanntem Hörstreß. Wird auch für Tinnitusgeplagte empfohlen.

-ein Signalprogramm SmartSpeak, welches mittels Sprache (ähnlich wie beim Auto-Navigationssystem) über Betriebszustände (z.B. wenn die Batterie leer wird) informiert.

Erste Anpaßerfahrungen bestätigten die erwarteten Klangvorteile des Zweiwegehörers.

Ob der Markt die zwei letzten Neuigkeiten als hilfreich akzeptiert wissen wir noch nicht.

Nachtrag 29.5.2009: Ab sofort gibt es auch die Mind330-Familie, somit auch ein Mind330-micro. Es ist in der Business-Klasse eingruppiert und hat kein Zen-Musik-Programm. Bauformen und auch der Dualhörer sind aber identisch verfügbar. Weitere Informationen folgen nach entsprechender Ausprobe.

Unsere Erkenntnisse:

1. Mind-micro sitzen hervorragend und lassen sich auch sehr gut
und schnell anpassen (programmieren).

2. Mind spaltet die Kundschaft. Viele sind spontan begeistert, andere wiederum bemängeln,
daß sie damit “zuviel” hören.
Wir erklären uns das mit der speziellen Verstärkungsstrategie von WIDEX,
die darauf abzielt möglichst alles (auch sehr leise Klänge) wieder hörbar zu machen.
Wer das akzeptiert, wird mit hervorragendem Sprachverstehen und sehr gutem Klang belohnt.
Wer das nicht akzeptiert – z.B. wegen zu langer Hörentwöhnung – sollte  ein anderes Produkt wählen.