Über Hörgerätetest
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Hallo, ich bin Roland Timmel – Dr.-Ing. für Technische Akustik und selbständiger Hörgeräteakustikermeister in Neustrelitz (Mecklenburg).
Ich habe in meinen inzwischen 20 Jahren Selbständigkeit in der Hörakustik festgestellt, daß die Technik das geringste Problem darstellt. Insbesondere, seitdem die nunmehr digitalen Systeme immer erstaunlichere Leistungen vollbringen.
Die Anschaffung von Hörgeräten ist meiner Erfahrung nach kein leichtes Unterfangen. Die Meisten tun sich sehr schwer damit zu akzeptieren, daß sie solch ein Hilfsmittel wirklich benötigen. Weitere erschwerende Faktoren sind:
- die Produktgattung ist i.d.R. unbekannt,
- die Kunden sind überwiegend älteren Semesters und nicht technologieerfahren,
- viele Kunden haben außer dem Hördefizit noch weitere körperliche Einschränkungen (z.B. Sehschwäche, Vergeßlichkeit, eingeschränkte Geschicklichkeit usw.)
- dadurch, daß die Hörminderung meist schon jahrelang besteht, ist eine Hörentwöhnung eingetreten. Somit wird die für das bessere Sprachverstehen notwendige Hörgeräteverstärkung nicht akzeptiert. Eine sehr behutsame Heranführung an die optimale Hörverstärkung ist notwendig. Trotz modernster Technologien werden Einschränkungen bestehen bleiben, die in sogenannten “schwierigen Hörsituationen” zu Frustration durch Nichtverstehen oder Mißempfindungen führen.
- werden dann hochwertige technische Systeme benötigt, die zeitaufwendig an die individuellen Erfordernisse angepaßt werden müssen, so ergeben sich teilweise erhebliche finanzielle Belastungen, denn die Kostenübernahme der Krankenkassen deckt nur den elementaren Bedarf und orientiert sich nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen älterer Menschen.
- Die in der Gesellschaft vorherrschenden Meinungen über Hörgeräte sind überwiegend negativ. Jeder kennt irgendeinen alten Nachbar, dessen Hörgerät öfter pfeift statt die gewünschte Verstehleistung zu erbringen. Vorurteile erschweren naturgemäß den Entschluß zum Hörgeräte-Erwerb.
- Diese negativen Erfahrungen (besser: Vorurteile) stehen in starkem Kontrast zu den Werbebotschaften der Hörgeräteindustrie und machen mißtrauisch.
- Krankenkassen verkünden lautstark, daß sie Hörgeräte voll finanzieren und suggerieren damit, daß sogenannte Kassengeräte modern und sehr gut seien.
- Jeder Hörakustiker wird aber aus guter Erfahrung deutlich höherwertige Hörgeräte empfehlen, da er ja einschlägige Erfahrungen mit den tatsächlichen Schwierigkeiten der Zielgruppe hat. Natürlich wird ihm als Verkäufer unterstellt, daß er diese höherpreisigen Systeme überwiegend aus materiellem Eigeninteresse empfiehlt.
- HNO-Ärzte als Dritte im Bunde verfolgen zudem meist wieder ganz andere, eigene Interessen. Die meisten haben keinen Überblick über die technischen Möglichkeiten einer sich rasant entwickelnden Hochtechnologiebranche. Einige wollen aber trotzdem die Meinungshoheit gegenüber Kunden, Hörakustiker und anderen Fachleuten behaupten. Das ist oftmals peinlich, immer aber verwirrend. Manche versuchen an dem Markt selbst noch zu partizipieren indem sie Versandhandel mit Hörgeräten in ihren Praxen betreiben bzw. auf finanzieller Basis mit einem Anbieter kooperieren und deshalb ihre Patienten (ungesetzlich) dorthin verweisen.
Was erzeugen diese und weitere nicht aufgeführte Fakten? Mißtrauen!
Wie kann Vertrauen geweckt werden? Durch neutrale Information.
Genau dies soll diese Webseite leisten.
Ich würde mich freuen,
- wenn Sie die gewünschten Informationen finden,
- wenn Sie Einblicke in Zusammenhänge bekommen und aktiv an Ihrer individuellen Hörverbesserung arbeiten,
- wenn Sie das notwendige Vertrauen in die zweifellos hochwertigen Produkte und die umfangreichen Dienstleistungen ihres Akustikers gewinnen,
- und schließlich ein Hörsystem erwerben, welches Ihnen im täglichen Leben viel Erleichterung verschafft.
Diese Webseite ist nicht kommerziell, d.h. es werden keine Produkte oder Dienstleistungen angeboten oder verkauft. Alle Empfehlungen entspringen meiner persönlichen Praxis und sind allgemein zu verstehen und ersetzen nicht das persönliche individuelle Beratungsgespräch mit dem Akustiker Ihres Vertrauens. Wenn das von Ihnen gesuchte Produkt nicht besprochen wird, bedeutet das keine Wertung. Bei inzwischen weit über 1000 auf dem internationalen Markt verfügbaren professionellen Produkten ist es nicht möglich alle zu erproben und zu besprechen. Alle angeführten Firmennamen oder Produktbezeichnungen können rechtlich geschützte Marken der jeweiligen Inhaber sein. Die Bildrechte der auf diesen Seiten eingestellten Fotos liegen ausschließlich bei den Herstellern der Produkte oder bei Hoergeraetetest. Mein Dank gilt den Hörgeräte-Firmen, die mir bei der Zusammenstellung der nötigen Informationen und der Bereitstellung der Fotos sehr behilflich waren.
Weitergehende Information zu vielen allgemeinen Aspekten der Hörgeräte-Anschaffung finden Sie auch auf unserer Firmen-Webseite www.dr-timmel.de
Angebote für Akustiker finden sich unter: www.timmel.info
Anfragen können Sie stellen unter: info@dr-timmel.de
Ich lade Sie ein, Ihre Kommentare auf der jeweiligen Seite einzugeben. Wenn mir die Veröffentlichung für andere Nutzer interessant erscheint, werde ich sie gern freigeben. Dann können alle anderen Interessenten von Ihren Erfahrungen profitieren.
Ihr Hörakustikermeister
Dr.-Ing. Roland Timmel
Über Hörgerätetest



Sehr geehrte Frau Dehmelt,
ich empfehle Ihnen, bei Ihrer Högeräteauswahl praktische u. technische Aspekte stärker als kosmetische Aspekte zu beachten. Wählen Sie lieber ein etwas größeres Gerät, welches mehr technische Möglichkeiten für das Verstehen in geräuschvollen Situationen und technische Reserven bereithält. Sprechen Sie Ihren Akustiker auf Zusatzgeräte an, die evtl. auch per Funk die Distanz zwischen Sprecher und Sprachaufnahme-Mikrofon verringern kann (z.B. Sendemikrofone). Die kosten zwar zusätzlich Geld, bringen aber viel mehr als Sie je mit einem Hörgerät bei großer Sprachdistanz und Störlärm erreichen werden. Benutzen Sie unbedingt zwei Hörgeräte, weil Sie sonst kein Richtungshören (wichtig in Gesellschaft) erlangen.
Sehr geehrter Herr Timmel,
ich bin schon jahrelang beidseits Schwerhörig.
Ich verstehe nichts im Kino oder Theater usw.nur verzerrte verschwommene Geräusche
Auch in der Gruppengespr/mehereFreundinnen verstehe ich vieles nicht, oft gerate ich dadurch in peinliche Situationen, ich schäme mich und fange an mich zu isolieren, fühle mich schlecht und werde depressiv.
Ich teste zur Zeit ein kleines Hörgeät HOG von Simens.Gespräche zu zweit verstehe ich sehr gut, aber im Einkaufszentrum oder in den Bistros wo es sehr laut und viel Gespräche gibt, verstehe ich die Wörter nur verschwommen
und kann die Gespräche nicht verstehen.
Ich benötige 2 Hörgeräte, deshalb wird es auch teuer für mich, dafür möchte ich auch ein gutes leistungsfähiges Hörgerat haben.
Vertraungsvoll wende ich mich an Sie, was oder wozu würden Sie mir raten.
Bin 64 Jahre, fühle mich fit und möchte noch etwas Lebensqualität erreichen.
Mit freundlichen Grüßen H.Dehmelt
Es tut mir leid, aber zu Brite kann ich nicht viel sagen, weil ich dieses Produkt nicht verwende und auch nicht testen werde. Ich benutze gern Produkte von Bernafon, aber das Design leuchtet mir nicht ein. Generell gelten die Vorteile der Ex-Hörer-Mini-HdOs. Bei Bernafon zusätzlich gibt es zur Vollautomatik eine optionale Fernbedienung. Es ist ein Gerät der gehobenen Mittelklasse und hat eine Lautstärke- und Programmautomatik. Am besten ausprobieren. Fragen Sie doch alternativ mal nach Move-106 von Bernafon. Ich glaube die Technik ist vergleichbar. Das Gehäuse-Design paßt besser zur Anatomie. Aber Sie können es ja sicher alles mal erproben.
Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,
ich habe mich ausführlich mit “Hörsysteme im Test” beschäftigt, weil ich Ihre Ausführungen für sehr hilfreich erachtete.
Könnten Sie vielleicht auch etwas aussagen über “Brite 502 Rite DM” von der Firma BERNAFON?
Vielen Dank für Ihre Mühe!
H. Schlicht
Generell haben alle Hersteller in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, daß die Geräte zuverlässiger werden. (Wenn ich das mit den Geräten der 90er Jahre vergleiche – z.B. Philips war eine Katastrophe – gibt´s nicht mehr). Der technologische Wandel zur Digitaltechnik tat ihr Übriges. Als ausgesprochen langlebig und zuverlässig auch bzgl. Schwitzen sind mir bekannt: Hörgeräte von Phonak und Widex. Alle anderen haben aber auch viel verbessert. Fragen Sie Ihren Akustiker gezielt danach! Die Erhöhung der Zuverlässigkeit hat auch Schattenseiten. So gibt es z.B. kaum noch Potentiometer zum Drehen und auch kaum noch echte Schalter.
Jetzt stehe ich zum dritten Mal vor der Entscheidung neue Hinter-dem-Ohr-Hörgräte anzuschaffen. Bisher hatte ich Siemens und Audio Service Hörgeräte. Bei dem Probe tragen war das Hören sehr gut. Aber im täglichen Gebrauch waren die Geräte sehr reparaturanfällig. Das hat ziemlich viel Kosten für mich verursacht. Auch war nach einiger Zeit des tragens die Rückkoppelung der Geräte sehr unangenehm. Welche Hörsysteme sind relativ Wartungsgünstig?
Mit freundlichen Grüßen
Peter Engel
Mit Sicherheit. Über den Preis staune ich aber – der ist nicht von schlechten Eltern. Allerdings kenne ich das Preisgefüge nur von Deutschland.
Bin zur Zeit auf suche eines neuen HG, Teste zur Zeit Siemens Acuris, ist ganz toll, nächste Woche
werde ich das neue Neuroth Hörgerät probieren.
Bin beidseitig Höreingeschränkt und das seit ca.
30 Jahren, bin aber 52 Jahre alt. Der Preis ist auch nicht schlecht von Neuroth 1 HG kostet ca.
€ 3.700,–. Vielleicht finde ich noch ein HG zum Testen.
Die Frage nach dem besten Hörsystem läßt sich nicht so einfach beantworten. Da fließen so viele Aspekte rein, daß kann nur durch eine ausführliche Bedarfsanalyse im Hörakustikerfachgeschäft und vergleichende Erprobung im realen Leben einigermaßen geklärt werden.
Guten Tag,
welches Hörgerät liefert das beste Preis-Leistungsverhöltnis?
Gruss
G. Müller