Über Hörgerätetest

Bild Dr. Ing. Roland TimmelHallo, ich bin Roland Timmel – Dr.-Ing. für Technische Akustik und selbständiger Hörgeräteakustikermeister in Neustrelitz (Mecklenburg).

Ich habe in meinen inzwischen 20 Jahren Selbständigkeit in der Hörakustik festgestellt, daß die Technik das geringste Problem darstellt. Insbesondere, seitdem die nunmehr digitalen Systeme immer erstaunlichere Leistungen vollbringen.

Die Anschaffung von Hörgeräten ist meiner Erfahrung nach kein leichtes Unterfangen. Die Meisten tun sich sehr schwer damit zu akzeptieren, daß sie solch ein Hilfsmittel wirklich benötigen. Weitere erschwerende Faktoren sind:

  • die Produktgattung ist i.d.R. unbekannt,
  • die Kunden sind überwiegend älteren Semesters und nicht technologieerfahren,
  • viele Kunden haben außer dem Hördefizit noch weitere körperliche Einschränkungen (z.B. Sehschwäche, Vergeßlichkeit, eingeschränkte Geschicklichkeit usw.)
  • dadurch, daß die Hörminderung meist schon jahrelang besteht, ist eine Hörentwöhnung eingetreten. Somit wird die für das bessere Sprachverstehen notwendige Hörgeräteverstärkung nicht akzeptiert. Eine sehr behutsame Heranführung an die optimale Hörverstärkung ist notwendig. Trotz modernster Technologien werden Einschränkungen bestehen bleiben, die in sogenannten „schwierigen Hörsituationen“ zu Frustration durch Nichtverstehen oder Mißempfindungen führen.
  • werden dann hochwertige technische Systeme benötigt, die zeitaufwendig an die individuellen Erfordernisse angepaßt werden müssen, so ergeben sich teilweise erhebliche finanzielle Belastungen, denn die Kostenübernahme der Krankenkassen deckt nur den elementaren Bedarf und orientiert sich nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen älterer Menschen.
  • Die in der Gesellschaft vorherrschenden Meinungen über Hörgeräte sind überwiegend negativ. Jeder kennt irgendeinen alten Nachbar, dessen Hörgerät öfter pfeift statt die gewünschte Verstehleistung zu erbringen. Vorurteile erschweren naturgemäß den Entschluß zum Hörgeräte-Erwerb.
  • Diese negativen Erfahrungen (besser: Vorurteile) stehen in starkem Kontrast zu den Werbebotschaften der Hörgeräteindustrie und machen mißtrauisch.
  • Krankenkassen verkünden lautstark, daß sie Hörgeräte voll finanzieren und suggerieren damit, daß sogenannte Kassengeräte modern und sehr gut seien.
  • Jeder Hörakustiker wird aber aus guter Erfahrung deutlich höherwertige Hörgeräte empfehlen, da er ja einschlägige Erfahrungen mit den tatsächlichen Schwierigkeiten der Zielgruppe hat. Natürlich wird ihm als Verkäufer unterstellt, daß er diese höherpreisigen Systeme überwiegend aus materiellem Eigeninteresse empfiehlt.
  • HNO-Ärzte als Dritte im Bunde verfolgen zudem meist wieder ganz andere, eigene Interessen. Die meisten haben keinen Überblick über die technischen Möglichkeiten einer sich rasant entwickelnden Hochtechnologiebranche. Einige wollen aber trotzdem die Meinungshoheit gegenüber Kunden, Hörakustiker und anderen Fachleuten behaupten. Das ist oftmals peinlich, immer aber verwirrend. Manche versuchen an dem Markt selbst noch zu partizipieren indem sie Versandhandel mit Hörgeräten in ihren Praxen betreiben bzw. auf finanzieller Basis mit einem Anbieter kooperieren und deshalb ihre Patienten (ungesetzlich) dorthin verweisen.

Was erzeugen diese und weitere nicht aufgeführte Fakten? Mißtrauen!
Wie kann Vertrauen geweckt werden? Durch neutrale Information.
Genau dies soll diese Webseite leisten.

Ich würde mich freuen,

  • wenn Sie die gewünschten Informationen finden,
  • wenn Sie Einblicke in Zusammenhänge bekommen und aktiv an Ihrer individuellen Hörverbesserung arbeiten,
  • wenn Sie das notwendige Vertrauen in die zweifellos hochwertigen Produkte und die umfangreichen Dienstleistungen ihres Akustikers gewinnen,
  • und schließlich ein Hörsystem erwerben, welches Ihnen im täglichen Leben viel Erleichterung verschafft.

Diese Webseite ist nicht kommerziell, d.h. es werden keine Produkte oder Dienstleistungen angeboten oder verkauft. Alle Empfehlungen entspringen meiner persönlichen Praxis und sind allgemein zu verstehen und ersetzen nicht das persönliche individuelle Beratungsgespräch mit dem Akustiker Ihres Vertrauens. Wenn das von Ihnen gesuchte Produkt nicht besprochen wird, bedeutet das keine Wertung. Bei inzwischen weit über 1000 auf dem internationalen Markt verfügbaren professionellen Produkten ist es nicht möglich alle zu erproben und zu besprechen. Alle angeführten Firmennamen oder Produktbezeichnungen können rechtlich geschützte Marken der jeweiligen Inhaber sein. Die Bildrechte der auf diesen Seiten eingestellten Fotos liegen ausschließlich bei den Herstellern der Produkte oder bei Hoergeraetetest. Mein Dank gilt den Hörgeräte-Firmen, die mir bei der Zusammenstellung der nötigen Informationen und der Bereitstellung der Fotos sehr behilflich waren.

Weitergehende Information zu vielen allgemeinen Aspekten der Hörgeräte-Anschaffung finden Sie auch auf unserer Firmen-Webseite www.dr-timmel.de

Angebote für Akustiker finden sich unter: www.timmel.info

Anfragen können Sie stellen unter: info@dr-timmel.de

Ich lade Sie ein, Ihre Kommentare auf der jeweiligen Seite einzugeben. Wenn mir die Veröffentlichung für andere Nutzer interessant erscheint, werde ich sie gern freigeben. Dann können alle anderen Interessenten von Ihren Erfahrungen profitieren.

Ihr Hörakustikermeister

Dr.-Ing. Roland Timmel

155 Kommentare zu “Über Hörgerätetest

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,

    schön dass es Hörgerätetest gibt!

    Ich selbst bin hochgradig hörgeschädigt und hangle mich als Mittvierziger von Anbieter zu Anbieter. Bislang eher mit enttäuschenden Resultaten.

    Bei mir steht eine Hörgeräteerneuerung an und das birgt gleich mehrere Probleme. Da ich in der Entwicklung und Konstruktion arbeite, bin ich mit allen möglichen Geräuschsituationen konfrontiert, von leise bis sehr laut (Maschinenhalle), von Kleingruppen bis Messegesprächen. Dafür benötige ich Hörgeräte, die recht viel Aufpreis kosten. Hier bin ich momentan beim Naida Q 90 UP angelangt. Mir war neben den wichtigen Hörfunktionen auch die Wasserresistenz wichtig. Der Voranbieter Kind hatte keine Geräte mit IP Norm, also stieg ich da aus. Phonak hat IP 67 und sogar IP 68. Die alten Naida V5, damals noch ohne IP-Siegel, gingen nämlich durch starkes Schwitzen oft kaputt, woraufhin ich zur Kasse gebeten wurde nach der Versorgungszeit von 5 bzw. 6 Jahren. Da ich sportlich aktiv bin und als Ausdauersportler stärker schwitze, reicht allerdings schon eine einfache Tätigkeit in der Sonne wie Garageneinfahrt kehren aus, um zu schwitzen.

    Nun habe ich den Eindruck, dass die Testgeräte Q schneller ausfallen,als die alten V. Das hat zwar mit dem IP-Schutz nichts zu tun, aber die Schweißtropfen setzen sich direkt auf den Filter, der leider obenauf liegt und dieser scheint sich sofort vollzusaugen. Danach wird er auch nicht mehr ganz frei sondern muss ersetzt werden. Das ist natürlich blöd, wenn ich bei Arbeiten auf der Garten oder im Weinberg stets die Hörgeräte abziehen muss, um keine Aussetzer zu erleiden. Ähnliches ist bei Regenfahrten auf dem Rad der Fall. Noch blöder ist es bei einer Wanderung mit Kollegen, wenn ich dann plötzlich nichts mehr höre.

    Bei meinen derzeit vielschichtigen Problemen möchte ich mich nun auf das „Schweiß-Problem“ konzentrieren. Haben Sie Tipps für Hörsysteme, die klangstark (auch Musik), vielfach programmierbar (Umschalten per Knopfdruck am Gerät reicht mir aber Störgeräusche und Windgeräusche müssen gefiltert werden, Richtmikrofone gesteuert) und mit für Berufstätige wichtigen Ausstattungsmerkmalen versehen sind und dennoch eine ordentliche Portion Nässe ertragen? Phonak selbst hat im Web Berichte über Spice+-Geräte veröffentlicht. Die Phonak-Endverbraucherberatung gibt aber keine konkreten Auskünfte, außer dass Naida V IP 68 hat, sondern verweist auf den Akustiker, der quasi als Antwort gibt „da kann man nichts machen, die sind alle ähnlich“.

    Ich hoffe, Sie können mir helfen und danke Ihnen im Voraus!

    Viele Grüße

    R. Epple

    1. Hallo Herr Epple,
      Ihre Problemlage scheint tatsächlich verzwickt. Bitte schicken Sie mir Ihre Audiogramme (Hörkurven) – vielleicht fällt mir dann etwas ein.
      MfG Roland Timmel

  2. Guten Tag.
    Da wieder eine neue Hörgeräteversorgung bei mir ansteht tun sich einige Fragen bei mir auf. Meine ersten Geräte habe ich mit 16 bekommen, das ist jetzt 22 Jahre her. Bisher wurde ich auf meinen Wunsch ausschließlich mit IdO Geräten versorgt – trotz meinem hohen Hörverlust ( mein Verstehen beginnt bei ca 85 db) der Badewannenartig verläuft. Die letzten 2 Geräte waren von Siemens und bis auf die häufigen Reperaturen meines letzten Gerätes bin ich mit diesen sehr gut gefahren. Durch einen Umzug musste ich nun den Akustiker wechseln. Diese rät mir von IdO Geräten dringend ab da mein Hörverlust Ihrer Meinung nach nur mit HdO ausgeglichen werden kann. Im Moment teste ich ein HdO Gerät von Bernafon mit dem ich leider weniger denn je höre da die höhen Töne viel zu laut, die Sprachfrequenz jedoch viel zu leise ist…. Mit einem kleinen Baby ist die Situation gerade nicht sehr lustig für mich. Gibt es denn wirklich kein Gerät – bevorzugt von Siemens das für mich geeignet wäre….?
    Grüsse Jasmin Fackler

    1. Hallo Frau Fackler,
      leider höre ich oft ähnlich Klagen – die meisten Akustiker raten von IdOs ab. Der deutsche Markt macht (nach ca. 35% IdOs in Mitte der 90er Jahre) inzwischen nur noch ca. 7% Ich mache in meiner kleinen Firma fast 50% IdOs. IdOs brauchen sehr viel Erfahrung, gut eingespielte Partner und machen mehr Arbeit. Alles klar? Schicken Sie mir einfach mal Ihre Hörkurven (per eMail), dann kann ich Ihnen sagen, ob Sie IdOs weiterhin benutzen können.

      MfG Roland Timmel

  3. Ich habe eine Frage zur Software. Das Kindvaria HM ist baugleich mit Oticon ino mini. Gibt es trotzdem eine eigene Software von Kind für das Modell?
    Das behauptet zumindest mein Akkustiker.
    Ich habe ein Hörgerät nach 4 Jahren verloren und möchte mit den kaum genutzten Hörgeräten meiner Mutter die beiden Jahre überbrücken.
    Mein Akkustiker sagt Kind würde die Software nicht zur Verfügung stellen und die Oticon Software wäre nicht kompatibel.

    1. Hallo Annette,
      die KIND-Geräte, welche baugleich Oticon-Geräten sind, lassen sich mit der Oticon-Software programmieren. Diese Anpassung setzt allerdings allerhand andere Arbeiten voraus (Audiomtrie, Otoskopie, Anamnese u.a.) und ist nicht mit einer „schnellen Programmierung“ erledigt. Stellen Sie sich darauf ein, daß der Akustiker dafür Geld will – ich jedenfalls würde mir das angemessen vergüten lassen. Schließlich wollen Sie ja ordentlich hören und verstehen.
      MfG Roland Timmel

  4. Sehr geehrter Herr Tremmel,

    es ist sehr lobenswert wie Sie sich im Internet um Aufklärung zur Hörgeräteproblematik bemühen!

    Mein wichtigstes Anliegen vorneweg: Ich suche Standardtests für Hörgeräteträger um zu testen, ob das vom Akustiker vorgeschlagene Gerät eine Verbesserung des Hörens darstellt. Mir ist klar, dass dies nicht die endgültige Feinjustierung durch den Akustiker und das subjektive Hörempfinden ersetzen kann.

    Die Hintergründe und mein Hör-Lebenslauf: Bin knappe 60 Jahre und auf beiden Ohren unterschiedlich hochtongeschädigt (Knalltrauma bei der Bundeswehr, Lokomotivenpfiff etc.) und leide unter Gesellschaftsschwerhörigkeit, d. h. in Geräuschumgebung (Kantine, Party) kann ich Wörter und Sätze nur schlecht verstehen.

    Habe vor ca. 8 Jahren Hörgeräte meines Vaters übernommen – PHONAK Claro 311 dAZ. Die waren vor ca. 15 Jahren vermutlich mit die besten am Markt. Habe diese Geräte selbstverständlich durch Akustiker auf mein Gehör einstellen und auch gelegentlich nachjustieren lassen. Tests anderer Geräte – auch teure – brachten keine Vorteile. Die ganze Zeit war ich auch zufrieden. Zusätzlicher Vorteil: Lediglich die Ohrpassstücke waren von mir zu finanzieren. Nachdem jetzt ein PHONAK-Gerät sein Lebensende erreicht hat möchte ich mir ein neues Paar Geräte zulegen. Die alten Geräte hatten in Geräuschumgebung lange Zeit Hilfe gebracht.

    Bin jetzt bei zwei Akustikern (Ein Groß-Filialist (GF) und ein Klein-Filialist (KF); der erstere hat meine PHONAK-Geräte betreut). Beim GF ein Unitron Moxi2 Kiss 20 mit Mikro im Ohr und 2200 EUR Zuzahlung, beim KF Geräte mit 605 EUR Zuzahlung von Bernafon Saphira 3 N mit Schlauch und Ohrdom. Beide Geräte hinter dem Ohr. Bin überhaupt nicht zufrieden, der Aha-Effekt stellt sich nicht ein. a) Ich habe nicht den Eindruck, mit diesen neuen Geräten deutlich besser hören zu können als ohne und kann erst recht keine Verbesserung gegenüber den Altgeräten feststellen – schließlich müsste die Technik inzwischen doch besser geworden sein. b) Ich kann keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Geräten feststellen, außer dass das Bernafon-Gerät trotz Nachjustierung im Musikprogramm eine erhebliche Rückkopplung aufweist, was möglicherweise ein Ausschlusskriterium sein könnte, auch wenn ich kein Musikhörer bin.

    Einzig das Telefonieren hat sich mit Geräten verbessert, weil die Dämpfung durch das Ohranpassstück entfällt.

    Der GF drängelt jetzt nach drei Sitzungen zu einer Entscheidung.

    Was mich erheblich stört: Ich kann für mich keine objektive oder subjektive Entscheidung treffen. Ich versuche anhand eines CD-Hörbuches im Auto bei definierter Geschwindigkeit = definiertes Umgebungsgeräusch die Qualität der Geräte zu testen. Dies zielt auf meine eingangs gestellte Frage nach definierten Hörtests ab. Ich habe im Zusammenhang mit den oben geschilderten Hörunfällen div. raffinierte Hörtests wegen Regressforderungen durchführen müssen. Deshalb sollte es doch möglich sein, fundierte Hörtests mit Hörgeräten mit Umgebungsgeräuschen (kein weißes Rauschen!) durchzuführen, statt den Patienten mit subjektiven Eindrücken allein zu lassen. Mir fällt es schwer, den beiden Akustikern beschreiben soll, was verbesserungswürdig wäre.

    Letzte Frage. Es wird immer geraten, mehrere Geräte zu testen. Soll man das nacheinander oder parallel durchführen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Kay Buch

  5. Sehr geehrter Herr Tremmel,

    es ist sehr lobenswert wie Sie sich im Internet um Aufklärung zur Hörgeräteproblematik bemühen!

    Mein wichtigstes Anliegen vorneweg: Ich suche Standardtests für Hörgeräteträger um zu testen, ob das vom Akustiker vorgeschlagene Gerät eine Verbesserung des Hörens darstellt. Mir ist klar, dass dies nicht die endgültige Feinjustierung durch den Akustiker und das subjektive Hörempfinden ersetzen kann.

    Die Hintergründe und mein Hör-Lebenslauf: Bin knappe 60 Jahre und auf beiden Ohren unterschiedlich hochtongeschädigt (Knalltrauma bei der Bundeswehr, Lokomotivenpfiff etc.) und leide unter Gesellschaftsschwerhörigkeit, d. h. in Geräuschumgebung (Kantine, Party) kann ich Wörter und Sätze nur schlecht verstehen.

    Habe vor ca. 8 Jahren Hörgeräte meines Vaters übernommen – PHONAK Claro 311 dAZ. Die waren vor ca. 15 Jahren vermutlich mit die besten am Markt. Habe diese Geräte selbstverständlich durch Akustiker auf mein Gehör einstellen und auch gelegentlich nachjustieren lassen. Tests anderer Geräte – auch teure – brachten keine Vorteile. Die ganze Zeit war ich auch zufrieden. Zusätzlicher Vorteil: Lediglich die Ohrpassstücke waren von mir zu finanzieren. Nachdem jetzt ein PHONAK-Gerät sein Lebensende erreicht hat möchte ich mir ein neues Paar Geräte zulegen. Die alten Geräte hatten in Geräuschumgebung lange Zeit Hilfe gebracht.

    Bin jetzt bei zwei Akustikern (Ein Groß-Filialist (GF) und ein Klein-Filialist (KF); der erstere hat meine PHONAK-Geräte betreut). Beim GF ein Unitron Moxi2 Kiss 20 mit Mikro im Ohr und 2200 EUR Zuzahlung, beim KF Geräte mit 605 EUR Zuzahlung von Bernafon Saphira 3 N mit Schlauch und Ohrdom. Beide Geräte hinter dem Ohr. Bin überhaupt nicht zufrieden, der Aha-Effekt stellt sich nicht ein. a) Ich habe nicht den Eindruck, mit diesen neuen Geräten deutlich besser hören zu können als ohne und kann erst recht keine Verbesserung gegenüber den Altgeräten feststellen – schließlich müsste die Technik inzwischen doch besser geworden sein. b) Ich kann keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Geräten feststellen, außer dass das Bernafon-Gerät trotz Nachjustierung im Musikprogramm eine erhebliche Rückkopplung aufweist, was möglicherweise ein Ausschlusskriterium sein könnte, auch wenn ich kein Musikhörer bin.

    Einzig das Telefonieren hat sich mit Geräten verbessert, weil die Dämpfung durch das Ohranpassstück entfällt.

    Der GF drängelt jetzt nach drei Sitzungen zu einer Entscheidung.

    Was mich erheblich stört: Ich kann für mich keine objektive oder subjektive Entscheidung treffen. Ich versuche anhand eines CD-Hörbuches im Auto bei definierter Geschwindigkeit = definiertes Umgebungsgeräusch die Qualität der Geräte zu testen. Dies zielt auf meine eingangs gestellte Frage nach definierten Hörtests ab. Ich habe im Zusammenhang mit den oben geschilderten Hörunfällen div. raffinierte Hörtests wegen Regressforderungen durchführen müssen. Deshalb sollte es doch möglich sein, fundierte Hörtests mit Hörgeräten mit Umgebungsgeräuschen (kein weißes Rauschen!) durchzuführen, statt den Patienten mit subjektiven Eindrücken allein zu lassen. Mir fällt es schwer, den beiden Akustikern beschreiben soll, was verbesserungswürdig wäre.

    Letzte Frage. Es wird immer geraten, mehrere Geräte zu testen. Soll man das nacheinander oder parallel durchführen?

    1. Hallo Kay,
      hier nur ganz knapp:
      1. Standardtests für die Prüfung von Hörgeräte im Störschall gibt es schon, allerdings noch keine Normung. Also macht das jeder, wie er es für richtig hält. Sie sollten sich einige immer wiederkehrende schwierige Situationen auswählen. Allerdings finde ich Autofahren nicht so toll – denn die Konzentration auf die Hörproblematik könnte gefährlich werden.
      2. Fast alle Menschen haben praktisch kein Hör-Gedächtnis, d.h. der Vergleich verschiedener Geräte mit zeitlichem Abstand ist schwierig. Von Bernafon gibt´s aber seit kurzem Test-HdOs (BeFlex), bei denen drei verschiedene Geräte-Leistungsklassen in den drei Hörprogrammen hinterlegt werden können. Da können Sie dann z.B. bei einer Versammlung (z.B. auch diskret per Funksteuerung) umschalten und die unterschiedliche Qualität der Signalverarbeitung erleben.
      3. Testläufe mit Domes, d.h. ohne individuelles Ohrstück, sind fast immer mangelhaft, da erst indiv. Ohrstücke ordentliche und stabile Akustik ermöglichen.
      MfG Roland Timmel

  6. Sehr geehrter Herr Timmel!

    Beim Surfen habe ich Ihre Seite gefunden, und nun benötige ich dringend Ihre Hilfe. Ich bin 48 Jahre alt und mittelgradig schwerhörig. Ich arbeite seit zwei Jahren in der Gastronomie und habe sehr viel Gästekontakt. Da fällt es mir oftmals schwer, eine reibungslose Kommunikation zu führen. Nun muss ich aber endlich (wieder) tätig werden! Bereits vor sechs Jahren startete ich meinen ersten Versuch mit Hörgeräten. Leider ging der Schuss (aus welchen Gründen auch immer) nach hinten los. Bereits nach ein paar Tagen Probetragen eines Siemens-HG ging es mir unglaublich schlecht! Mein komplettes Wohlbefinden ging den Bach herunter, ich fühlte mich nur noch schlapp und müde und „mein Akku“ lief nur noch auf Stromsparmodus. Ich wäre am liebsten vom Balkon gesprungen so schlecht ging es mir. Ich benötigte Wochen, um mich wieder richtig zu erholen. Die HG gab ich nach ein paar Tagen zurück und seither war ich gebranntmarkt. Keiner der Ärzte und der Hörgeräteakkustiker konnten sich richtig erklären, was mit mir passiert war. Nun muss ich aber was tun, habe schon alles in die Wege geleitet und bekomme in zehn Tagen HG von der Siemens-5er-Reihe. Trotzdem habe ich unglaubliche Angst, dass es mir wieder so schlecht gehen könnte. Was könnte bei mir schiefgelaufen sein? Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich sehr freuen!
    Mit freundlichen Grüssen
    Ute Mevs

    1. Hallo Frau Mevs,
      danke für Ihr Vertrauen und Ihre Anfrage. Leider sind Ihre Angaben so unkonkret und es gibt so viele Varianten einer Hörgeräte-Versorgung und dementsprechend auch viele Möglichkeiten etwas falsch zu machen, daß ich Ihnen da nicht sagen kann, was falsch gelaufen sein könnte. Sie können bei mir eine individuelle Beratung gegen Gebühr haben. Dann müßten Sie mir aber noch einige Angaben machen, die ich dann benennen würde. Sie bekommen dann per eMail eine Analyse und Empfehlung für eine Hörgeräteversorgung mit mehreren Varianten. Vorallem brauchen Sie aber vor Ort einen kompetenten und einfühlsamen Akustiker, der Ihre Wünsche dann auch umsetzen kann. Bitte melden Sie sich bei Bedarf.
      Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg auf dem Weg zum besseren Hören!
      Roland Timmel

  7. Hallo Herr Timmel,

    vielen Dank für die informative Homepage! Auch ich habe ein Frage, die mich sehr beschäftigt. Ich bin Anfang 30 und habe nach mehreren Tieftonhörsturzen auf dem einen Ohr immer noch doppelte Ohrgeräsuche (vorallem helle Töne), die verzerrt und im „Echo“ ankommen. Mein HNO Arzt sagt ich muss damit leben… das fällt mir sehr schwer, denn es ist absolut anstrengend Geräusche doppelt wahrzunehmen, zusätzlich habe ich auch eine Überempfindlichkeit auf dem Ohr. Könnte hier ein Hörgerät helfen? Ich freue mich von IHnen zu hören bzw. zu lesen. Herzlichen Dank, Ihre Vreni aus München.

    1. Hallo Vreni,
      was Sie da berichten klingt nicht gut. Tinnitus-Versorgungen sind meist sehr komplex, so daß ich da keine Prognose abgeben kann. Ich empfehle Ihnen, es auszuprobieren. Die meisten Akustiker machen eine kostenlose Erstberatung und unverbindliche Ausprobe. Danach wissen Sie´s. Weisen Sie aber unbedingt auf Ihre Überempfindlichkeit hin, sonst kann´s unangenehm für Sie werden.
      Berichten Sie doch bitte dann mal, ob Sie Erfolg hatten.
      MfG Roland Timmel

  8. Hallo Herr Timmel,
    meine heißgeliebten Interton Share 1.3 mit denen ich super zurechtkomme, haben aufgrund der Hitze der letzten Tage Ausfallerscheinungen. Da Geräte noch Garantie haben hat sie mein Akustiker bereits zu Interton eingeschickt.
    Nun meine Frage: Was halten moderne Hörgeräte eigtl. so aus? Die Luftfeuchtigkeit und die Hitze/das schwitzen haben meine wohl lahmgelegt.

    Mfg aus Bayern
    Markus

    1. Hallo Marcus!
      Moderne Hörgeräte sind nanoversiegelt und halten allerhand aus. Auch die Shape sollten so ausgestattet sein. Bitte erfragen Sie das bei Ihrem Akustiker, denn ich weiß es nicht, da ich nicht mit Interton arbeite. Ansonsten habe ich gerade vor Kurzem in Spektrum Hören einen Artikel „Sport mit Hörgeräten“ veröffentlicht. Da geht´s natürlich auch um´s Schwitzen. Fragen Sie Ihren Akustiker nach optimaler Hörgeräte-Pflege (insbesondere Trocknung)!
      MfG Roland Timmel

  9. Guten Abend Herr Timmel,

    vielen Dank für Ihre ausführliche und schnelle Antwort.
    Man sagte mir wegen meiner dünnen Gehörgänge seien die Exhörer-Geräte nichts für mich.
    Das Resound Linx2 (das 9er) ist auch ein Ex-Hörer-Gerät. Richtig?

    Außerdem ist mein Budget etwas eingeschränkt, da ich letztes Jahr erst ein neues Hörgerät (das Starkey) gekauft habe und nun bei einem neuen Akustiker bin, um nochmal neu zu testen.

    Welches Gerät von Resound meinten sie mit der 77-er Bauform. Das Verso 77?

    Das Siemens Motion 5bx Sa teste ich gerade und nun nach erneutem Einstellen muss ich sagen, dass es mir nichts bringt. Verstehe in Gruppensituationen genauso wenig wie mit dem Resound Air. Auch draußen in der Stadt,etc. ist es schwierig.

    Werde mal die neueren von resound testen. Haben Sie noch einen günstigeren Tipp? Kann auch ein älteres Gerät sein, solange man es noch bekommt. Brauche das ganze neue Zeug nicht so (ans Handy und Pipapo).

    Vielen Dank und einen schönen Restabend,
    Steffi

    1. Sehr geehrte Steffi,
      tut mir leid, aber ich muß mich hier disziplinieren – kostenfrei gibt´s eine Antwort. Ansonsten nur Beratung auf Honorarbasis. Dann bitte alle Details per eMail mit mir abhandeln.
      MfG Roland Timmel

  10. Sehr geehrter Herr Timmel,

    toll, wie engagiert Sie Ihre Seite betreiben und welch kompetenten Tipps Sie auf Lager haben!!
    Vielleicht haben Sie auch einen Tipp für mich.

    Ich haben einen Hochtonsteilabfall auf beiden Ohren. Im Tieftonbereich höre ich sehr gut.

    R: 0,25 kHz 5, 0,5 kHz 5, 0,75 kHz 20, 1kHz 30, 1,5 kHz 50, 2 kHz 60, 3 kHz 80, 4kHz 90 db
    linkes Ohr nahezu identisch.

    Ich hatte nun fast 10 Jahre das GN Resound Air mit dünnem Schlauch und Schirmchen. Das Hörgefühl fand ich sehr natürlich und angenehm, komme aber nicht mehr ausreichend damit zurecht.

    Nun habe ich vor 1 Jahr das Starkey Pro 9 gekauft, komme damit auch nicht wirklich gut zurecht.

    Besonders Gruppensituationen (mit oder ohne Musik im Hintergrund) sind äußerst schwierig für mich. Teste nun erneut Hörgeräte. Hätte gerne wieder was mit Schirmchen, habe sehr engen Gehörgang und finde die eigentlich abschließend genug.

    Teste jetzt gerade das Siemens Motion 5bx mit geschlossenen Otoplastiken. Versteh in Gruppensituationen auch sehr wenig. Keine Verbesserung. Alles so ein Einheitsbrei. Gerade Leute mit leichtem Akzent kann ich gar nicht verstehen.

    Haben Sie noch einen Tipp für mich? Würden Sie auch Powergeräte testen, obwohl der Tieftonbereich noch so gut ist?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Steffi

    1. Hallo Steffi,
      das Starkey Pro 9 kenne ich nicht, aber das ReSoundAir sehr gut. Bei Ihrem Hörverlust sollten Sie kein Power-Gerät benutzen. Ich würde das Siemens Pure-binax – vorzugsweise das 7er empfehlen. Aber das 5er sollte auch schon gut funktionieren. Es muß aber offen angepaßt werden! Ich empfehle grundsätzlich eine individuelle Otoplastik, aber da muß der Akustiker Erfahrung und ein gutes Labor an der Hand haben. Zum Ausprobieren tut´s ein OpenDome. Ansonsten gibt´s jetzt von ReSound brandneu das Linx2-9, welches ebenso wie die Siemens-Binax-Hörgeräte ein tolles Richtungshören organisiert. Bei ReSound muß es aber das 9er sein – die billigeren Modelle haben die Richtungshör-Funktion „Spatial Sense“ nicht. Da gibt´s ebenso wie von Siemens (Pure), die 61er Bauform mit Ex-Hörer. Die Hörer sind inzwischen auch recht klein. Wenn das nicht geht, dann eben Motion (Siemens) oder von ReSound die 77er Bauform – dann eben mit Dünnschlauch.

      Ich wünsche Erfolg und eine Rückmeldung, was letztlich zum Erfolg führte!

      Roland Timmel

  11. Sehr geehrter Herr Timmel,

    mein Opa hatte vor ca. 3 Jahren einen Hörsturz. Seit dem leidet er unter Gleichgewichtsproblemen (Schwindel) und eingeschränktem Hörvermögen (zusätzlich durch Diabetes Typ 2 erschwert). Er hat zwar Hörgeräte, nutzt diese jedoch sehr ungern. Gerade beim Autofahren stören ihn die lauten Nebengeräusche oder auch wenn er z.B. auf einer Feier ist, auf der Musik spielt und mehrere Leute durcheinander reden. Oftmals hält er es nur kurz aus und geht dann weil er nichts versteht und auch nicht orten kann woher welches Geräusch kommt.
    Ich kenne mich mit Hörgeräten nicht aus aber ich kenne selbst Bluetooth-Headsets die intelligent reagieren, wenn man z.B. aus einem Haus auf die Straße tritt (Nebengeräusche filtern; Sprachlautstärke erhöhen). Die Hörgeräteindustrie müsste doch noch viel weiter sein. Irre ich mich da oder hat er nur das falsche Hörgerät bzw. ein falsch eingestelltes?

    Beste Grüße
    Kai Tauchert

    1. Sehr geehrter Herr Tauchert,

      danke für Ihre Vertrauen.

      Schade, daß Ihr Großvater solche Schwierigkeiten hat. Einerseits ist die
      Kombination Schwerhörigkeit mit Schwindelbeschwerden wirklich böse.
      Andererseits gibt es die von Ihnen vermuteten Produkteigenschaften
      inzwischen bei High-End-Hörgeräten. Insofern ist es eine Preisfrage,
      sich soetwas anzuschaffen. Auf alle Fälle kann man es aber mal
      kostenfrei ausprobieren. Das bieten qualifizierte Akustiker an. Wir
      selbst sind Teilnehmer einer SIEMENS-Studie, wo genau eine Reihe von
      neuartigen Funktionen für Geräuschunterdrückung und Sprachhervorhebung
      untersucht werden. Schauen Sie mal hier: http://www.dr-timmel.de

      Ab Mai wird es diese tolle Technologie auch im günstigeren
      Business-Segment geben.

      Wenn Sie regional nicht weiter kommen und nicht zuweit weg von
      Neustrelitz wohnen, können Sie sich gern auch bei uns anmelden.

      MfG Roland Timmel

  12. Sehr geehrter Herr Timmel,
    eine tolle Arbeit leisten Sie hier. Respekt.
    Meine Frage: Seit 2008 Träger von Siemens Centra active, HdO, Reiceiver im Ohr. 8 mm offene Dome. War eigentlich immer zufrieden, aber die Ohren sind schlechter geworden, (u.a wohl durchChemotherapie) Sprachverständnis nicht mehr gut, egal ob TV, einzeln oder große Runde. Vogelgezwitscher höre ich. Viel Rückkoppelungen in Sprachsituationen, weil ich Dinger ziemlich hochdrehen muss.
    Warum nicht mit Siemens weitermachen, also Interesse an Pure binax 5 oder 7, der Preisunterschied ist schon ordentlich. Lohnt er sich? Habe an Unterschieden mehr Kanäle gefunden und die Möglichkeit, beim 7er das Mikrofon ausrichten zu können.
    Meine Bedingungen an ein neues Gerät sind die Funktionen die mein jetziges hat, plus verbesserte Rückkoppelung-Unterdrückung. Fernbedienbar ist ein Muss. Telefonspule vermisse ich, weiss aber nicht genau, wie die überhaupt funktioniert, einfach Hörer ans Ohr und gut ?
    Möchte, wenn irgend möglich bei offener Versorgung bleiben, habe extrem entzündungsfreundliche Ohrgänge. Und der Ton ist für mich auch noch natürlicher.
    Meine Audiogrammwerte: (250/500/1/2/4/8)
    Rechts: 30-30-30-60-75-85. Links:35-35-30-55-90-90 Habe von „Lamellendomen“ gehört. Eine Alternative, die etwas bringt?
    Ich bin gespannt…
    Sage schon mal vielen Dank für Ihr Interesse, winke freundlich aus Neuss und würde mich über eine Antwort freuen. Denn Ihre Antworten sind immer sachkundig und hilfreich.

    1. Hallo Rainer,
      meine Tipps:
      – Pure7-binax wählen,
      – gute sehr kleine, tiefsitzende Ohrstücke anfertigen lassen (kosten natürlich Geld!)
      Meist geht das super. Die Entzündungsneigung könnte ein Problem darstellen, aber durch Form, Material und Belüftung läßt sich das meist eingrenzen.
      Viel Erfolg!
      Roland Timmel

  13. Guten Abend Herr Timmel
    Ich hatte vor mehreren Jahren einen Gehörsturz durch dienstlichen Schusswaffengebrauch. Danach hörte ich drei Tage überhaupt nix mehr. Soviel zur Vorgeschichte. Jetzt leide ich seit längeren(Jahre) an einen Tinnitus der grenzwertig ist, gleichbleibend bei 80db Hochton. Meine Frau sagte ich höre immer schlechter, also ich zum Arzt, Ergebnis: linksseitig starker Hörverlust im bereich des Tinnitus! Rechts das gleiche nur noch nicht so stark. Ich zum Akustiker neben der Arztpraxis, Schande über den der jetzt böses denkt. Ergebnis hier: Der dritte Akustiker fummelt nun an mir rum und das zweite Gerät von HÖREX was ich Probe trage finde ich nicht mal im Internet und ich kann den Unterschied zwischen einem guten und einen schlechten Gerät nicht feststellen. Was soll ich machen? Also Googeln und nun bin ich bei Ihnen gelandet und möchte nebenbei mal ein LOB zu Ihrer Seite los werden, kurze hilfreiche neutrale Antworten, Danke! Letzte Frage: was mach ich nun mit meinen Ohren.

    1. Hallo Marc,
      das klingt ja ziemlich verzwickt. Leider sind die Informationen für mich natürlich unzureichend für eine fundierte Beratung. Lösungsvorschläge:
      – zu mir kommen (wenn nicht zuweit weg),
      – zu einem anderen renommierten Akustiker (möglichst kein Filialist sondern engagierten Einzelkämpfer) aufsuchen und „Zweitmeinung“ einholen.
      – nebenbei könnte mein „Einkaufsratgeber“ für Sie hilfreich sein. Gibt´s in Kurzform kostenfrei (unter „Auswahl von Hörgeräten“ auf dieser Webseite) oder auch in Langform gegen Gebühr (Bitte eMail schicken!).
      Ich wünsche Erfolg!
      Roland Timmel

  14. Hallo,

    Ich habe eine ios mittleren grades (20db)im hochtonbereich mit starkem tinnitus. Da mein arzt mir hg verordnet hat war ich beim akkustiker. Ich möchte unbedingt cic geräte haben was anderes kommt für mich nicht in frage. Mein akkustiker hat abdrücke von meinen gehörgängen gemacht und hat gemeint, dass sie eng sind u einen leichten knick haben? Dennoch wäre es machbar. Nach zwei wochen warten habe ich endlich die testgeräte von hansaton erhalten. Technisch einwandfrei u verstehe auch alles gut. Nur kann ich mich damit nicht anfreunden weil sie leider keine cics sind sondern normale iog. Für mich ist es von grosser bedeutung, dass sie nicht auffallen, weil niemand mein handicap kennt ausser meine familie und möchte auch dasbes weiterhin so bleibt. Da och keine schwäche zeigen möchte u meine mitmenschen nichts zu tuscheln haben. Klingt blöd aber ist so u mein entschluss steht auch somit fest. Nun habe ich in einigen foren gelesen, dass die marke starkey auch für enge gehörgänge geräte herstellt? Mein akkustiker hat mich in dem sinne nicht besonders aufgeklärt u geht auch nicht besonders auf meine wünsche u bedürfnisse ein. Kennen sie diese marke? Und kann man da dennoch was machen möchte die hoffnung nicht aufgeben. Und warum konzentriert man sich nicht mehr auf menschen mit engeren gehörgängen zumal ich nicht die einzige mit diesen wünschen bin. Wäre dankbar um eine hilfreiche antwort

    1. Hallo Hilal,

      mit Hansaton arbeite ich nicht, aber soviel ich weiß, können die auch kleine CICs herstellen. Nach meinen Erfahrungen macht das aber Starkey und Bernafon wirklich sehr gut. Wenn Ihr Akustiker da nicht zugänglich ist, sollten Sie sich einen anderen Akustiker suchen, der mit diesen Firmen Erfahrungen hat. Manchmal geht´s auch wirklich nicht so, wie sich ein Kunde das wünscht, aber oftmals ist einfach die Kommunikation zwischen Kunde, Akustiker und Labor nicht optimal. So hätte Ihr Akustiker doch bei Auftragserteilung klären können, daß Sie nur ein wirklich tiefsitzendes CIC akzeptieren. Dann wäre die Fertigung bei Hansaton (Wenn die das nicht realisieren können) nicht nötig gewesen und Ihr Akustiker hätte gleich einen anderen Hersteller (z.B. Starkey oder Bernafon) anfragen können.
      Ich wünsche Erfolg!

      Roland Timmel

  15. Hallo Herr Timmel,
    ich mache mir sorge wegen blöde Digitalhörgerät.ich möchte gerne Analog haben .was und welche hörgerät ähnlich soll ich nehmen.ich bin starkschwerhörig.ich habe test ein Phonak Naída Q 30.ich höre meisten drausse als näh ;-( verstehen wenig..

    1. Hallo Mahir75,
      Ihre Anfrage ist so unkonkret, daß ich nicht helfen kann. Gehen Sie zu einem örtlichen Akustiker (notfalls noch zu einem zweiten) und lassen Sie sich beraten. Analog-Hörgeräte gibt es nicht mehr.
      MfG Roland Timmel

  16. Hallo
    Seit 6 Jahren trage ich ein CIC Widex Inteo. Davor hatte ich ein CIC Resound Canta 7.
    Es ist an der Zeit neue Geräte anzuschaffen. Die alten sind abgekündigt auf 2016.

    Ich hatte bei meinem Akustiker CIC´s von Starkey, Widex, Hansaton ausprobiert. Von jeder Marke die aktuellste Version. Alle waren schlechter als mein altes.
    Besonders in den Punkten:
    Funktionalität der Fernbedienung.
    Stromverbrauch und Batterie Warnung.
    Störgeräuschunterdrückung
    Sprachverständlichkeit bei niederen Eingangspegeln.
    Klangbild
    Die Ear to Ear Funktionen hatten massive Begleitprobleme. Echo, Umschalten zwischen rechts und links, Stromverbrauch

    Welchen Hersteller und welchen Typ könnten Sie mir empfehlen? CIC ist gesetzt.
    Ich bin noch im Berufsleben und nehme regelmäßig an großen Besprechungen teil. Dort bin ich auf gute Sprachverständlichkeit bei großen räumlichen Entfernungen angewiesen. Tiefe Eingangspegel sollten verstärkt werden
    -Bei Arbeiten im Lärm brauche ich ein Programm mit einer sehr effektiven Störgeräusch Unterdrückung.
    -Nützlich wäre auch eine Direkt-Anbindung an das Fernsehgerät.

    Danke im Voraus für Ihre Hilfe

    1. Hallo Bernd,
      Entschuldigung – im Weihnachtstrubel ist mein Vorsatz zu antworten wohl untergegangen. WIDEX hat nach meiner Kenntnis die beste Hör-Reichweite, also genau das, was Sie beschrieben haben. Allerdings sind die Kennlinien der aktuellen Dream-Serie doch anders als bei Inteo. Wie haben Sie denn die CIC´s von Starkey, Widex und Hansaton ausprobiert? Waren das Standard-Testgeräte oder alle individuell gefertigt? Widex ist auch bzgl. Stromverbrauch unerreicht. Klang ist Geschmackssache. Ear-to-Ear kann der Akustiker i.d.R. abschalten, wenn´s Probleme gibt. Was für einen Plan hat denn Ihr Akustiker, um Ihre Ansprüche zu erfüllen?
      MfG Roland Timmel

  17. Seit einer Woche teste ich 2 Hörgerät
    Das eine Hörgerät hat den Lautsprecher „im Ohr“ also nicht im Gerät,
    bei dem Anderen ist der Lautsprecher im Gerät und wird durch einen „Schlauch“ ins Ohr geleitet.
    Rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass das System mit Lautsprecher im Ohr anfälliger ist, zumal es schwieriger sauber zu halten ist.
    Wie ist Ihre Meinung?

    Der zweite Punkt, der mir aufgefallen ist:
    Die Lautstärke wurde unterschiedlich eingestellt. Das heißt mit dem einen Gerät habe ich alles viel lauter – nicht unangenehm laut – aber besser gehört als mit dem anderen.
    Damit fühle ich mich manipuliert, da ich das Gefühl habe, dass das eine Gerät besser, da lauter, ist als das andere.
    Gibt es eine Normeinstellung wie die Lautstärke sein soll?

    Für Ihre Antwort möchte ich mich recht herzlich bedanken.
    Vielen Dank für die Informationen auf dieser Seite. Es erscheint mir die einzige Webseite zu sein, die unabhängig und ohne Eigeninteresse informiert.

    1. Hallo Herr Rothermund,
      entschuldigen Sie, daß ich erst jetzt antworte. Ist irgendwie untergegangen. Zu Ihren Fragen: Ja, die Hörer im Gehörgang sind stark belastet und haben eine kürzere Lebensdauer als Hörer im Hörgeräte-Gehäuse. Dafür erzeugen sie aber auch einen klareren Klang (bessere Höhen, keine Schlauchresonanzen) und können somit auch besseres Verstehen bewirken. Diskutieren Sie das auch in Verbindung mit der nötigen Reinigung mit Ihrem Akustiker. Auch die Kosten für einen Reparaturtausch des Hörers sollten Sie kennen.
      Sie haben recht: Hörgeräte zum Vergleich sollten gleich laut sein. Eine Norm gibt es nicht. Am einfachsten ist es, wenn der Kunde die Lautstärke nachregulieren kann. Ansonsten bitten Sie Ihren Akustiker darum.
      MfG Roland Timmel

  18. Hallo Herr Timmel,
    Erstmal Danke für ihren Block hier!
    Mein Problem:
    Ich bin auch Musiker Gitarrist und spiele in Band mit Percussion, Blechbläsern und Gesang,
    Ich trage seit ca. 1 Jahr, 2 Siemens Pure MI7 mit M-Hörern (119db) , Probleme gab es von Anfang an mit Nachhall, und der Intonation der Obertönen bei höheren Frequenzen so ab ca. 300 hz. Es klingt als wäre immer ein Chorus an, über den Verstärker wird das noch schlimmer
    Ich habe schon 2 Extra Musik Programme in welchen einmal die Anti- Rückkopplung ganz ausgeschaltet ist, bzw. nur langsam agiert, was zu einer deutlichen Verbesserung führt aber je länger ich die Geräte trage: Eigentlich wird es nie wirklich gut. Insgesamt ist der Klang auch zu hell. Darüber hinaus verzerren die Geräte auch bei hohen Lautstärken bei Proben. Mit dem Sprachverständnis bin ich wirklich zufrieden, reines Musikhören ist auch gut.

    Nun habe ich ein Gerät verloren, so das ich leider zu mindestens Eins neu beschaffen muss.
    Ich habe von vielen gehört das Widex oder Bernafon besser sind, meine Akustiker sagt dass das Problem auch mit den Siemens in den Griff zu bekommen ist. Wie sehen sie das?
    Brauch ich für den Musikbereich andere Hörgeräte oder soll ich mir ein paar extra Geräte dafür zulegen?
    Mit freundlichen Grüßen, Michael

    1. Hallo Michael,
      richtig ist, daß Widex in der gesamten Dream-Serie eine wesentlich größere Dynamik (Pegel am Eingang) verkraftet. Ist eine Frage des AD-Wandlers. Bernafon macht das ähnlich, aber nur im Spitzenmodell (Preciso, ganz neu: Juna) in einem Musikprogramm. Generell ist so laute Musik schwierig für Hörgeräte-Benutzer. Als Sofortmaßnahme könnten Sie Ihre Siemens-Geräte ja etwas dunkler abstimmen lassen – in den Musikprogrammen. Wenn Sie es sich leisten können, probieren Sie Widex oder Bernafon aus. Sprachverstehen bekommen die nebenbei auch in den Griff. Aber notfalls können Sie ja auch ein Pure7-mi nachkaufen. Könnten Sie sicher jetzt etwas billiger bekommen, weil es seit 3 Wochen ein Nachfolgemodell gibt. Außerdem kann Ihr Akustiker einen Rabatt gewähren, denn die Einstelldaten braucht er ja nicht neu erarbeiten.
      Bitte teilen Sie mir mal mit, welche Lösung Sie gefunden haben!
      MfG Roland Timmel

  19. Vielen Dank für die schnelle Antwort Herr Timmel!

    Tja und nun hat sich das li. HG teilweise verabschiedet, es fährt einfach mit der Verstärkerleistung runter wann es lustig ist auch in stillen Situationen, das 2. Mikrofon unterhalb des Programmschalters ist auch ausgefallen. Ich hoffe ich habe kein Montagsgerät bekommen 🙁

    1. Na, das ist Pech aber kein wirkliches Problem. Das Gerät sollte ja noch in der Garantie sein. Ansonsten wundert es mich, weil ich diese Geräte viel verwende und sie mir als sehr robust und zuverlässig bekannt sind. Also keine Panik, sondern zum Akustiker gehen und alles regeln lassen.
      MfG Roland Timmel

  20. Hallo Herr Timmel,

    nach langem duchprobieren und 3-fachen Akustikerwechsel habe ich mich nun für die Interton Share 1.3 80 DVI entschiceden. Und bin damit sehr zufrieden. Sind diese eigtl. baugleich mit den GNresound VEA 3? Ein Problem habe ich nur noch mit dem Lautstärkedrehrädchen, Laut Bedieunungsanleitung muss es vor jedem einschalten auf 2,5 stehen. Mein Akustiker hat es aber vor jeder Neukonfiguration auf 2 gestellt. Jedesmal wenn er mich dann vom PC abgekoppelt hat kam mir die Einstellung dann leiser vor.

    1. Hallo Herr Straubing,
      ich arbeite nicht mit Interton, aber ich glaube Ihre Vermutung bzgl. Vea-3 ist richtig. Die Lautstärke beim Programmieren ist unabhängig von der Stellung des Lautstärkerädchens und entspricht meiner Erfahrung nach eher der anschließenden Einstellung „3“. Insofern ist es logisch, daß Ihnen die Hörgeräte leiser erscheinen, wenn Sie die nach dem Abkoppeln auf 2 oder 2,5 stellen. Also, entweder mit „3“ benutzen oder den Akustiker bitten, etwas lauter zu programmieren.
      MfG Roland Timmel

  21. Guten Tag Herr Trimmel! Vielleicht können sie mir einen Tip geben. Ich bin Musiker ( rein akustische Musik , keine Verstärker usw. ) und benötige iein Hörgerät welches auch bei Musik ( beim spielen und beim Musik hören ) gut funktioniert ( gute Klangabbildung ) . Gibt es Produkte , Hersteller welche solche Geräte anbieten? Ich bin noch nicht fündig geworden. In den Leserforen werde ich auch nicht schlau. MfG Martin Zech

    1. Hallo Herr Zech,
      fragen Sie mal in Ihrer Nähe bei einem Akustiker nach Widex-Dream-Hörgeräten. Die haben einen Eingangs-AD-Wandler, der eine besonders hohe Dynamik verarbeiten kann. Auch von Bernafon gibt es das Hörsystem Acriva-9, welches ein spezielles Musikprogramm mit besonders großem Dynamikbereich anbietet.
      MfG Roland Timmel

  22. Hallo Herr Timmel,

    Erst mal danke für Ihre informative Homepage!
    Ich bin 38 und trage seit fast 30 Jahren Hörgeräte für meinen Hochtonverlust. Nach jahrelanger Nutzung von ImOhrGeräten teste ich gerade HdO mit ex-Hörern. Ich hatte doch immer wieder Entzündungen im Gehörgang bzw. Hautirritationen. Die ersten vier Wochen habe im mit closed-dome getestet und war sehr angenehm vom Tragekomfort überrascht. Auf Empfehlung meiner akustikerin trage ich gerade den ex-Hörer in einer Otoplastik. Momentan empfinde ich das „Käseglocken“-Gefühl. Auch für meine Haut war der dome doch sehr angenehm. Ist die otoplastik so vorteilhaft oder kann man bei hochtonverlust auch mit dem Dome den ex-Hörer sinnvoll tragen?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Alexander

    1. Hallo Alexander,
      ich empfehle Ihnen in jedem Fall eine individuelle Otoplastik zu benutzen. Das hat etliche Vorteile gegenüber einem „Dome“. Die Otoplastik sollte dann entsprechend klein und definiert offen gestaltet werden. Dann werden Sie damit sowohl gut hören und verstehen als auch ein gutes Gefühl haben. Wenn Ihr Akustiker davon keine Ahnung hat, konsultieren Sie einen anderen.
      MfG Roland Timmel

  23. Hallo Herr Timmel
    seid 3 Monaten habe ich schon einige HdO Geräte getestet. Alle extra für mich mit hoher Leistung 82DB bestellt, lt Akustiker.
    Alle Geräte scheppernd und zu dunkel. Ich hatte das Gefühl neben einen Defekten Lautsprecher zu sitzen. Im Test kam ich nicht über 40% im Sprachverstehen. Verständlich, mit dem Geschepper musste ich mich derart konzentrieren und die Wörter erraten.
    Mein Akustiker sagte, das auch teureren Geräte keine Abhilfe schaffen würden und ich mich mit den 40% zufrieden geben müsste.
    Ich bin nun hochgradig auf beiden Ohren schwerhörig, aber ich denke, das ich nicht der einzige bin.
    Es müssten doch Geräte geben, mit denen ich etwas besser hören sollte. Das das Hören schlechter geworden ist, das ist klar, deshalb habe ich auch eine neue Verordnung vom HNO bekommen mit dem Vermerk Leistung zu schwach.
    Ich habe bislaang nur Kassengeräte getestet. Andere würden nichts bringen und ich sollte mit 40% zufrieden sein, so der Akustiker.
    Wozu und zu welchen Gerät würden Sie mir raten??
    Mit freundlichen Grüßen

    1. Hallo Herr Fischer,
      zu einer qualifizierten Beratung sind sehr viele Informationen nötig, die normalerweise nur durch Messungen und eine persönliche Bedarfsermittlung zu erlangen sind. Insofern bitte ich Sie um Verständnis, daß ich Ihnen nicht konkrete Empfehlungen geben kann. Grundsätzlich allerdings kann kein Hörgerät der Welt einen hochgradig Schwerhörigen wieder zu einem Normalhörenden machen. Einschränkungen müssen also akzeptiert werden. Ebenso ist es widersinnig anzunehmen, daß alle Hörgeräte von billig bis teuer die gleiche Qualität besitzen bzw. bei Ihnen alle die gleiche Wirkung entfalten werden. Wer das behauptet, spinnt. Schlußfolgerungen: Bedenken Sie wie wichtig Ihnen gutes Hören ist und was Ihnen wert ist (in Euro) und suchen Sie sich einen erfahrenen Akustikermeister (Wohl eher ein engagierter Einzelkämpfer als ein Filial-Angestellter), der dann mit Ihnen Verschiedenes durchtestet.
      MfG Roland Timmel

  24. Update:
    Probiere nun die Oticon Spark. Diese haben einen Ex-Hörer und in der Tat sind bei diesem System weniger Rückkopplungen und Halleffekte vorhanden. Das Problem mit der scheppernden eigenen Stimme konnte die Akustikerin per Einstellung vermindern.

    Viele Grüße

    1. Spark ist die Bezeichnung von Kind (Kind spark miniEx). Ist aber ein Oticon Gerät. Die Kind-Akustikerin konnte mir auch nicht erklären, warum Kind diese verwirrende Umbennenung betreibt.

  25. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich bin 47 Jahre alt und soll wegen einer leichten Hochtonschwerhörigkeit (bis 2000 hz normal, ab da abfallend, bei 8000 hz 40 db Verlust beidseitig) nun meine ersten Hörgeräte bekommen.

    Zur Probe habe ich derzeit die Oticon Ina mit dünnem Schlauch und Schirmchen. Das Gerät gibt es auch in der Variante Externer-Hörer. Wäre dieses eventuell besser, angeblich haben Ex-Hörer einen besseren „Übertragunsbereich“?

    Mir geht es um guten Klang, mit den Oticon Geräten habe ich derzeit leichte Probleme mit Halleffekten und Rückkopplungen.

    Viele Grüße
    Christian S

    1. Hallo Christian,

      entschuldigen Sie bitte, daß ich jetzt erst antworte – ich war im Urlaub. Ja, Ex-Hörer haben eine bessere Hochtonübertragung.

      MfG Roland Timmel

  26. Sehr geehrter Herr Timmel,

    nun befinde ich mich auch im Gewirr der Hörgeräte-Versorgung. Ich bin fast 40 Jahre und habe seit meiner Kindheit einen (gerade noch) mittelgradigen Hörschaden linksseitig. Rechts höre ich normal. Ich habe immer mal wieder versucht ein günstiges Kassengerät zu tragen, mich aber ehrlich gesagt nie wirklich mit meinem Hörfehler auseinandergesetzt. Nun bin ich aber an dem Punkt gut hören zu wollen und auch die nötige Zeit und Geduld für den doch recht langen und aufwendigen Weg aufwzuwenden. Angefangen habe ich im Dezember mit dem Unitron Moxi 6 (das ging gar nicht, war aber wohl auch das erste Gerät und hatte es nach so langer Hörentwöhnung am schwersten, ich weiss), danach hatte ich das Widex Dream Fusion 220 mit M-Hörer,
    momentan trage ich das Oticon Ino Pr. ,Gehört habe ich mit dem Widex vom Sprachverstehen her am besten, ich habe endlich wieder VERSTANDEN, selbst in für mich schwierigen Situationen von der hinteren Seite her. Natürlicher vom Klang her emfpinde ich das Oticon, aber das Sprachverstehen ist mit dem Gerät schlecht, das Widex war darin der Knaller. Das Widex 220l Mitelklasse, das Oticon Ino pro untere Mittelklasse. Ich möchte um die 1000 € Zuzahlung ausgeben. Hätten Sie noch einen Tipp für mich welches Gerät ich testen könnte was mir ein ebensogutes Sprachverstehen wie das Widex Dream 220 bietet aber eine Natürlichkeit hat wie das Oticon Ino Pro? 2000 € für ein Highendgerät ist eine Stange Geld, obwohl ich so gerne in Situationen in denen das Sprachverstehen extrem schwer ist (ich arbeite in einer Bibliothek, da wird man oft von der Seite angesprochen) gut hören können möchte. Und auch auf Feiern mit 10-20 Leuten gut hören, soweit das möglich ist?! Muss ich da doch mehr als 1000 € ausgeben? Ich bin etwas ratlos und möchte eben nicht wie sie so schön geschrieben haben zu günstig kaufen und dann hinterher mti dem Gerät nicht zufrieden sein und gefrustet zu sein.

    1. Hallo Herr Timmel,

      nach langem hin und her weiss ich langsam gar nichts mehr :o)

      Bei dem Oticon Ino Pro habe ich auch gemerkt, dass ich nicht gut höre. Das Gerät hatte auch ein starkes Eigenrauschen. Ich habe jetzt noch das Oticon Agil probiert (vom Acto hatte mir meine Akustikerin abgeraten weil sie meinte es wäre zu alt?!, da gebe es mittlerweile etwas besseres). Beim Oticon Agil hatte ich starke Probleme mit Rückkopplung und ausserdem das Pech, dass 2 Geräte nacheinander einen Defekt hatten. Auch war die Sprachnatürlichkeit nicht so gut. Im Moment trage ich das Phonak Audeo Q50 und bin von der Natürlichkeit sehr überzeugt, es ist fast als würde ich kein Hörgerät tragen. Nun meine Frage, hat das Gerät auch eine Spracherkennung? Laut meiner Akustikerin könne momentan nur Widex Sprache wirklich erkennen. Nützt es dann überhaupt was noch andere Geräte zu testen? Im Moment bin ich dazu geneigt das Q50 zu nehmen, da ich damit schon gut höre (nicht so wie beim Widex, aber das Widex geht im nachhinein gar nicht, da der Klang wirklich sehr unnatürlich war und ich jedes kleine Geräusch als extrem „knallig“ wahrgenommen habe) Was sagen sie zum Q50?

    2. Hallo Melanie,

      alle hochwertigen Hörsysteme haben eine Störgeräuschunterdrückung und eine Spracherkennung. Zumeist eine, welche auf statischer Signalanalyse beruht. Nur Oticon benutzt ab ActoPro aufwärts noch eine zweite schnellere, welche auf Formantanalyse (Obertonerkennung) beruht. Die Hersteller machen aus ihren Algorithmen ein Geheimnis, so daß die Akustiker keine weiteren Einzelheiten außer reichlich „Markteting-Gedöns“ erfahren. Zudem wirken alle diese guten Fähigkeiten nicht überall gleich, sondern sind abhängig von anderen Hörgeräteeinstellungen, Hörverlust, Umgebung und akustischer Ankopplung (Ohrstück). Da hilft nur Ausprobieren. Rückkopplungen bei Oticon deuten auf ein ungünstiges Ohrstück hin. Acto wurde von Nera abgelöst.

      Viel Erfolg!

    3. Hallo Melanie,
      danke für den Bericht und das Vertrauen. Ich muß aber leider mitteilen, daß ich da nicht gut raten kann. Gerade bei schwierigeren Fällen und höheren Ansprüchen müssen soviele individuelle Aspekte berücksichtigt werden, daß das so aus der Ferne überhaupt nicht geht. Aber einige Hinweise können evtl. hilfreich sein:

      1. Dream Fusion 220 ist schon mal wirklich gut.
      2. InoPro ist zu billig – es hat keine Spracherkennung. Testen Sie mal das ActoPro (Auslaufmodell) oder Nera als aktuelles Einstiegsmodell mit Spracherkennung.
      3. Etwas weniger bekannt, aber auch funktionieren (bzgl. Sprache) könnte ein hochwertiges Gerät von Bernafon – Acriva geeignet sein. Die Geräte von Bernafon sind bekannt für ihren guten Klang.

      Zu Preisen äußere ich mich grundsätzlich nicht. Ein Problem bei Ihnen wird sein, daß Sie die Qualität des Hörgeräteklangs immer mit dem des gesunden Ohres vergleichen. Das führt unweigerlich zu den hochwertigsten (teuersten) Geräten, denn „normale“ Hörgeräte haben normalerweise einen eher bescheidenen Klang.

      Ich würde mich freuen, von Ihnen zu erfahren, für welches Gerät Sie sich entschieden haben.

      MfG Roland Timmel

  27. Sehr geehrter Herr Timmel,
    ich habe bei 3 Khz einen Hörverlust mein Problem ist, dass ich in Geprächssituationen mit Störgerräuschen oder wenn mehrere Personen sprechen massive Verständnissprobleme habe.
    Ich habe grade das Widex Dream 440 zu Probe. Im Prinziep nicht schlecht das Gerät aber ich habe immer noch Verständnissprobleme.
    Gibt es ein anderes Gerät das bessere Resultate erzielen könnte ?

    1. Hallo Dieter,

      diese Hörstörung ist tatsächlich tückisch – allgemein empfindet man sich guthörend, hat aber in solch komplizierten Hörsituationen arge Probleme. Prinzipiell hat jeder namhafte Hersteller inzwischen für solche Hochtonverluste geeignete Geräte im Programm. Wichtig erscheint mir:

      1. Möglichst offen anpassen. IdOs dann eher nicht, sondern kleine HdOs.
      2. Der Akustiker sollte Erfahrung mit solchen Versorgungen und dem gewählten Produkt haben.
      3. Geduld. Das Hörzentrum im Gehirn muß erst wieder lernen mit dem langen nicht angebotenen Frequenzbereich etwas anzufangen.
      4. Hilfreich kann auch ein spezielles Hörtraining sein.

      Viel Erfolg wünscht Roland Timmel

  28. Welches Verhältnis wird branchenüblich zwischen den reinen Gerätekosten und den Kosten für den Langzeitservice zugrundegelegt? Wichtig ist das z.B. bei Verlust eines Gerätes während der Testphase und Kaufverzicht danach, dh. Beendigung der Testphase durch Rückgabe nur eines der Testgeräte.

    1. Hallo Herr Dreyer,
      das ist in der Tat eine blöde Situation und somit eine schwierige Frage. Vielleicht hilft Ihnen ein Urteil vom Landgericht Köln vom 2. Mai 2007 (AZ 9 S 324/06) weiter, wo genau solch ein Fall entschieden wurde. Ich hatte einen Bericht zu diesem Fall gescannt, aber leider ist ein Teil abhanden gekommen. Sonst hätte ich Ihnen die PDF-Datei schicken können. Wenn Sie das Urteil finden und mir dann einen Scan zusenden würden, würde ich mich freuen. Viel Erfolg!
      MfG Roland Timmel

  29. Mich interessiert besonders das Verhältnis zwischen reinen Geräekosten und den Kosten für den Langzeitservice, der i.d.R. ja auf die Lebensdauer des Gerätes kalkuliert ist.
    Hintergrund der Frage: ich habe in der Testphase ein Gerät verloren und soll nun den vollen Preis ersetzen, obwohl für den Langzeitservice keinerlei Kosten mehr anfallen, also auch in dieser Hinsicht ein Schaden überhaupt nicht entstehen kann.
    Wie wird ein solcher Fall branchenüblich behandelt?

  30. Sehr geehrter Herr Dr. Timmel,
    meine Freundin ist professionelle klassische Geigerin und hat einen Hörverlust (einseitig), der bei ausbleibenden Therapieerfolg die Nutzung eines Hörgerätes nötig machen wird. Natürlich macht sie sich große Sorgen um die Frage, ob sie ihrem Beruf auf gleichem NIveau weiter nachgehen können wird. Haben Sie von Erfahrungen profesioneller klassischer Musiker mit Hörgeräten zu berichten? Gibt es Foren, wo entsprechende Erfahrungen geteilt werden? Gibt es evtl. spezialisierte Hersteller/Modelle/Akustiker/Ärzte?
    Herzlichen Dank für eine Antwort und beste Grüße
    Thomas Müller

    1. Lieber Herr Müller,
      ich bin selbst Konzertgänger und habe schon Musiker – auch Geiger (genauer Bratscher) – mit Hörgerät gesehen. Selbst kenne ich keine Profimusiker mit Hörgerät. Ob und wie gut das geht, hängt von der Hörstörung, der Akzeptanz und sicher auch von der verwendeten Technik ab. Suchen Sie einen erfahrenen Akustiker auf. Der hilft Ihnen sicher weiter.
      MfG Roland Timmel

  31. Guten Morgen,
    meine Mutter (76 Jahre) ist nun seit dem Sommer unterwegs sich ein Hörgerät zu kaufen. Zuerst ging sie alleine, kam mit einem Kostenvoranschlag von über 2.500,- Euro pro Ohr wieder. Sie hat nur eine kleine Rente, für sie kaum bezahlbar. Man zeigte ihr keine anderen Geräte, sondern direkt das Teuerste. Nun gehe ich seit ca. 2 Monaten mit meiner Mutter zu einem anderen Hörgeräteakustiker. Im Moment probiert sie das 2. Gerät aus. Sie hat mit dem Kassenmodel angefangen – hatte aber immer dieses scheppernde Geräusch – wenn sie selbst spricht. Das macht sie hochgradig nervös! Jetzt probiert sie gerade das Modell aus (auch Kasse) aber ohne Hörplastik im Ohr. Angbelich kann dies überhaupt nicht selbst laut oder leise verstellt werden. Hingegen konnte man am ersten Modell laut und leise selbst regeln. Letztes Mal musste sie alleine gehen, da ich beruflich verhindert war. Da verunsicherte man sie sofort wieder mit dem Spruch: „Sie müsste sich beim nächsten Termin aber für eines der beiden entscheiden!“ Man sagte ihr noch: „Sie können ruhig alleine kommen“! Von wegen – heute haben wir den nächsten Termin und ich gehe natürlich wieder mit. Beide Geräte sind natürlich ungewohnt, nun hat sie auf einem Ohr plötzlich (nach dem Hörgerätetragen) so einen Druck bekommen. Woher kann der kommen? Es ist wirklich eine schwierige Sache für einen alten Menschen sich da zu entscheiden – und auch – wenn noch Druck von den Hörgeräteakustikern ausgeübt wird. Im Fenster steht groß, dass man testen kann, bis man zufrieden ist – aber mindestens 3 Geräte darf man ausprobieren. Jetzt wird sie wieder bedrängt eines von den beiden zu kaufen und auch die Hörplastik – die man gegossen hat um Geräte auszuprobieren – soll sie auch dann bezahlen, wenn sie gar keines von beiden nehmen möchte! Ich habe mich bei der Krankenasse erkundigt, dass stimmt nicht – dies ist eine reine Serviceleistung und muss nicht mit 60,- Euro (so wird verlangt) pro Ohr bezahlt werden.

    Ich kann nur jedem raten, der ein Hörgerät benötigt, nicht alleine zum Akustiker zu gehen – es wird soviel an technischen Dingen genannt und erzählt, dass die Leute das gar nicht so schnell aufnehmen können. Ich hoffe sehr, wir finden ein Gerät, was den Anforderungen meiner Mutter entspricht! Vielleicht haben Sie noch einen Tipp für uns – worauf man achten sollte?!
    Liebe Grüße
    Elke Repp

    1. Liebe Frau Repp,
      danke für Ihren ausführlichen Bericht, der die Schwierigkeiten des Ersterwerbs bei hochbetagten Leuten klar darstellt. Ich möchte auf einige Aspekte kurz eingehen. 1. Die meisten Leute gehen zu spät los – nicht nur bzgl. des fortschreitenden Hörschadens, sondern auch der begleitenden Schwierigkeiten (Sehfähigkeit, Fingerfertigkeit, Gewöhnung usw.). Das ist für Akustiker zum Teil eine echte Zumutung und erklärt den hohen Zeitaufwand und deshalb auch die auf den ersten Blick unerklärlich hohen Preise. 2. Jeder Akustiker ist gemäß Kassenverträgen verpflichtet „Kassengeräte“ (d.h. ohne Eigenanteil) vorzuhalten. Die Kassen loben diese auch, obwohl allen klar ist, daß ganz billige Geräte, nicht gut sein können (z.B. bzgl. des Klangs). Praktisch sind sie meist auch nicht, weil unangenehm groß oder ohne Automatik usw. Das Vorgehen der Kassen ist in diesem Punkt m.E. nach sehr fragwürdig. Früher gab es von den Krankenkassen eine Abbruchpauschale, so daß der Akustiker bei Nichtabnahme wenigstens das Labor bezahlen kann. Das gibt es nicht mehr. Deshalb wird i.d.R. ohne individuelle Labor-Ohrstücke getestet. Aber mit den Teststöpseln kommen insbesondere alte Leute oft nicht klar. Also braucht man für einen ordentlichen Test Labor-Ohrstücke. Von „Kassengeräten“ kann kein Akustiker leben, wenn er seine Arbeit (incl. 6 Jahre Nachbetreuung) wirklich ernst nimmt. Deshalb werbe ich auch nicht damit. Denn ich werbe grundsätzlich nur mit dem, was ich dann auch gern verkaufe. Leider gibt es Marktteilnehmer, die das anders machen. Aber das kennen wir ja von F-mann bzgl. der Nulltarif-Brille schon lange. Ich kann da nur raten, sich gründlich mit diesem Thema auseinanderzusetzen u. z.B. auch meinen Hörgeräte-Ratgeber (hier im Blog unter „Auswahl von Hörgeräten“ zu finden) zu Rate zu ziehen.
      Ich wünsche Erfolg!
      Roland Timmel

  32. Zuerst vielen Dank für Ihre offene Diskussion! Stehe zum 3. Mal vor der Wahl von für mich geeigneten HG (nach Siemens 2004 und Elvetia 2008), die zwar im Zwiegespräch mit unmittelbar Gegenübersitzenden meinem Anspruch genügten, aber im Außenbereich einer Großstadt (Verkehrslärm, wissenschaftlichen Veranstaltungen, Konzert etc) für mich unzumutbar waren uind daher meist „ausgeschaltet“ wurden. Daher würde ich am liebsten HG´s leasen, kann aber dafür keine Angebote finden. Können Sie dabei weiter helfen? (Adressen, Kontakte)

    Mit freundlichen Grüßen von
    H. Marr

    1. Hallo Herr Marr,

      also von Leasing habe ich in unserer Branche noch nichts gehört. Das geht zumeist schon nicht, weil die Krankenkassen ja eine Versorgung bezuschussen für 6 Jahre. Wenn Sie privat Hörgeräte anschaffen wollen, ist da sicher mehr möglich. Da gebrauchte Hörgeräte aber nicht verkäuflich sind, geht Leasing nicht wirklich. Sie sollten sich lieber auf eine Neuanschaffung fokussieren und Ihre Bedürfnisse ausführlich mit einem engagierten regionalen Akustiker durchgehen. Was Sie berichtet haben, ist bedauerlich, aber mit moderner Technik sicher zu bewältigen (Programme, Situationsautomatik, Fernsteuerung usw.). Ich wünsche Erfolg, stehe aber auch (gegen Honorar) gern zur Beratungs-Assistenz zur Verfügung.
      MfG Roland Timmel

  33. Benötige ein Hörsystem zum telefonieren im Call Center..(5 Std. tägl.)wer hat Erfahrungen mit Geräten die Bluetoothfähig sind und diese tägliche Aufgabe störungsfrei meistern..

    1. Hallo Frau Michels,

      als Alternative könnten Sie micro-CIC-Im-Ohr-Geräte in Erwägung ziehen. Die sitzen so tief (wenn Ihre Ohren geeignet sind), daß auch Kopfhörer benutzt werden können. Schauen Sie mal, was ich dazu geschrieben habe.
      MfG Roland Timmel

  34. Sg. Herr Timmel, freu mich, diese tolle seite gefunden zu haben. habe folgendes Problem: habe (nach der Anschaffung) eines meiner beiden naida 3 sp, verloren udn es ist unauffindbar – was soll ich nun machen, das gleiche Gerät aus eig.Tasche nachkaufen? oder ein ähnliches Gerät, welches doch billiger wäre aber doch vergelichbare Leistung bringt? bin echt verzweifelt, bin Lehrerin! und verwende nun notfallmäßig das vorgängerhörgerät, welches natürl. schon uuralt ist udn einfach ganz anders klingt als naida… Herzl. gruß, Bettina H.

    1. Sehr geehrte Frau H.,

      ich würde Ihnen empfehlen: 1. Beim Akustiker nach einem Rabatt nachzufragen. Schließlich hat er ja Ihre Einstellungen im PC gespeichert u. somit entfällt viel Arbeit im Vergleich zur ursprünglichen Lieferung. 2. Notvarianten: Naida-I-SP (ohne Frequenzkompression) oder MiloPlus-SP (nicht wassergeschützt) erwerben. Auch hier kann Ihr Akustiker was ablassen, weil die Einstellungen übertragbar sind (dann nicht identisch, aber wenigstens ähnlich). 3. Hörgeräte unbedingt versichern! (Macht bloß nicht jeder Akustiker).
      Bitte schreiben Sie mir mal, wie Sie Ihr Problem lösen konnten. MfG Roland Timmel

  35. mir haben die Seiten sehr geholfen, war bei KIND, habe einige Systeme getestet und mich für das KINDavacio HS-anthrazit S# H088163 entschieden. es war für meine belange das im moment sinnvollste und am angenehmsten zu tragen. schönen dank für alles R.Kuehl

  36. Sehr geehter Herr Timmel,
    Ich leide an hochgradiger Schwerhörigkeit und benötige nach Aussage verschiedener Akustiker
    ein Leistungsstarkes Hörgerät welches in der Lage ist bis zu 130 Dezibel zu verstärken.
    Die Hörgeräteakustiker sind der Meinung, dass nur die Siemensgeräte der Reihe „Nitro“ diese Leistung erbringen. Die Krankenkasse ist da allerdings anderer Meinung.Wer hat da nun Recht ?
    Gibt es irgendeine Tabelle oder eine Zusammenfassung im der die Verstärkungsleistungen
    der Hörgeräte aufgeführt ist ?
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

    1. Hallo Herr Fricke,
      richtig ist, daß Siemens mit Nitro eine Familie von sehr starken Hörgeräten hat. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Ihnen ein guter Akustiker keine Alternativen nennen kann. Z.B. hat Phonak mit Naida (hier zu finden) sehr starke und sogar wasser- u. schweißgeschützte Hörgeräte. Starkey mit seiner neuesten X-Serie auch (Besprechung folgt). Ebenso WIDEX in der Clear-Serie. Ist allerdings ganz neu. Wahrscheinlich gibt es noch einige mehr, die ich selbst nicht kenne oder die mir jetzt gerade nicht einfallen. Wenn Ihrem Akustiker nichts anderes als Nitro einfällt, dann fragen Sie mal einen anderen. Von den Krankenkassen sollten Sie keine Aufklärung erhoffen. Das ist nicht deren Fachgebiet. Die haben allerdings im Focus, daß es möglichst alle Hörgeräte (auch die besten und stärksten) möglichst zum Kassentarif geben soll. Ein Wunschdenken, dem Sie sich lieber nicht anschließen sollten um Enttäuschungen zu vermeiden. Eine von Ihnen erfragte Tabelle der Hörgeräte nach Stärke gibt es nicht. Die wäre auch alle Vierteljahr veraltet, weil immer Produkte durch Neuheiten ersetzt werden. Ich hoffe, Sie haben nun genug Anregungen, um in ein neues Gespräch mit einem Hörakustikermeister zu gehen. Davon gibt´s aber offenbar auch so´ne und solche. MfG Roland Timmel

  37. Ich bin momentan im Teststadium mit verschiedenen Hörgeräten, tendiere momentan zum KIND live 9. Meine Ansprüche an ein Hörsystem sind offensichtlich zu hoch, denn in bestimmten Situationen bin ich von jedem Gerät enttäuscht. So habe ich noch kein Gerät gefunden, das im Theater eine wirkliche Hilfe ist, selbst bei Geräten von 2700,oo € je Ohr.

    Hat jemand auf diesem Gebiet Erfahrungen?

    Heinz Tamm

  38. hallo. ich habe mich nach langem suchen für das Orticon Agil Pro CIC entschieden aber leider sind die mir doch zu teuer nun versuche ich verzweifelt die woanders günstiger zu finden. haben sie einen TIPP? mein Eigenanteil soll 4550€ betragen.

    vielen dank 🙂

    1. Tut mir leid. Mit dieser Webseite, möchte ich nur Hilfestellung zur Auswahl bzgl. Bauform, Technik u.a. Eigenschaften geben. Zu Preisen werde ich mich nicht äußern. Nur soviel: Der Preis wird wesentlich durch den gesamten Leistungsumfang des Akustikers über 6 Jahre bestimmt. Diese Leistungen können auch stark differieren.
      MfG Roland Timmel

  39. Hallo Herr Timmel,

    vielen Dank für Ihren Ratschlag. Derzeit teste ich verschiedene Oticon- Geräte. Im Moment Oticon Chili. Leider bin ich von diesen Gerät bisher nicht überzeugt. Die Verstärkung im Hochtonfrequenzbereich ist zwar gegeben, jedoch kann das Gerät bisher nur schwer von „wichtigen“ und „unwichtigen“ Geräuschen unterscheiden, sodass das Sprachverständniss eher schlechter als mit meinen alten Geräten ist. Natürlich kann das auch noch an der Einstellung liegen. Ich werde heute mit meinen Akustiker noch an den Einstellungen arbeiten und ihn auch mal auf die von Ihnen genannten Geräte ansprechen. Die Bluetooth-Funktion ist schon eine tolle Verbesserung beim Telefonieren oder TV-schauen, jedoch ist es recht umständlich, da die Bluettoh-Einheit mit einer Induktionsspule um den Hals getragen werden muss. Dazu ist die Akku-Leistung eher schlecht. Alles zusammen leider nur wenig Alltagstauglich, bzw. kann höchstens am Arbeitsplatz angewendet werden. Viele Grüße Matthias Griebl

    1. Hallo Herr Griebl,
      daß Ihnen die Bluetooth-Technik nicht gefällt, kann etwas mit Gewöhnung zu tun haben. Ich habe da etliche begeisterte Nutzer, aber auch viel Ablehnung erlebt. Seit kurzem können auch 2 Streamer angemeldet werden, so daß das Problem der kurzen Akkulaufzeit wenigstens vermindert werden kann. Noch ein Tipp: Chili wird standardmäßig mit Hörwinkel ohne Filter geliefert. Probieren Sie unbedingt mal einen Filterwinkel aus. Das verbessert den Klang. Viele Grüße Roland Timmel

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